Fragen zu uns & unserer Arbeit

Wir selbst und unsere Kampagnen werden immer bekannter, unsere Aktionen und vor allem unsere Großdemonstrationen wie auch unsere Pressearbeit haben teils weitreichende Folgen und konnten schon einiges an Druck aufbauen und somit Veränderungen erwirken und erzwingen. Das ruft natürlich nicht nur Befürworter_innen auf den Plan, Gegenwind ist vorprogrammiert, Kritik von extern wie auch intern aus der Tierrechtsbewegung kommt. Daher möchten wir hier einige der häufigsten Fragen zu uns und unserer Arbeit beantworten:

Wer und was steckt hinter ANIMALS UNITED?

ANIMALS UNITED e.V. wurde in der heutigen Form im April 2014 gegründet und geht aus der Fusion des 2005 gegründeten Vereins AnimalsUnited e.V. und des 1984 gegründeten Vereins animal2000 – Menschen für Tierrechte Bayern e.V. hervor. Über die letzten Monate sind wir zu einer deutschlandweiten Tierrechtsorganisation gewachsen, die sich mit ihren Einsätzen auch über Deutschland hinaus einen Namen machen konnte. Vorrangiges Ziel unserer Organisation ist es, Tiere vor jeglicher Ausbeutung durch den Menschen zu bewahren und ihnen somit ein besseres oder überhaupt erst ein Leben zu ermöglichen. Unsere Arbeit konzentriert sich dabei hauptsächlich auf jene Bereiche, in denen Tiere verstärkt unter dem Verhalten des Menschen leiden: Im Lebensmittelsektor, der Bekleidungsindustrie, der Forschung, der Unterhaltungsindustrie und dem Sektor sogenannter “Haus-/Heimtiere”. Diese Themenbereiche stellen die fünf Säulen unserer Arbeit dar. Alles Wissenswerte zu uns, unserer Philosophie und unserer Herangehensweise findet ihr hier.

Was war vor der Fusion?

ANIMALS UNITED e.V. wurde in der heutigen Form im April 2014 gegründet und geht aus der Fusion des 2005 gegründeten Vereins AnimalsUnited e.V. und des 1984 gegründeten Vereins animal2000 – Menschen für Tierrechte Bayern e.V. hervor:

animal 2ooo – Menschen für Tierrechte Bayern e.V. wurde 1984 in München als bayerischer Landesverband gegen Tierversuche gegründet. Der Verein war Mitglied bei „Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.“ und verstand sich als eine von rein ideellen Motiven getragene Vereinigung von Bürgerinnen und Bürgern aller Alters- und Berufsgruppen. Immer wieder sorgten über die Jahre zahlreiche Proteste oder Auslandseinsätze aber auch kreative Kampagnen des Vereins für Aufsehen. Eine Kampagne reihte sich an die nächste, eine Idee folgte der vorhergehenden. Darunter Bekannte wie der provokative Wettbewerb „Ich mag meinen Jäger“, bei welchem der beste Spruch als Gegenkampagne zur Propaganda-Kampagne des Bayerischen Jägerverbandes „Ich mag meinen Jäger, wenn…“ gesucht wurde. Oder ein weiterer Wettbewerb für ein kritisches Wahlplakat für mehr Tierschutz zur Bundestagswahl 2013 und zur Landtagswahl im selbigen Jahr in Bayern. Große Reden, auch immer wieder pressetechnisch, machten die Einsätze in Sachen Anti-Rodeo, Anti-Stierkampf und gegen Ochsenrennen, bei welchen sich die ehemalige Kampagneleiterin Mechthild Mench voll ins Zeug legte. Aber auch der Fischertag in Memmingen blieb nicht verschont, wie viele weitere Tierausbeutungsveranstaltungen im In- und Ausland, denen animal2000 auf den Zahn fühlte, um Widerstand zu zeigen und Veränderungen zu erwirken. Zu betonen wäre auch der Einsatz des Vereins gegen Tierversuche, vor allem in Bezug auf die Richtlinie REACH: Unter der fachlichen Betreuung der „British Union for the Abolition of Vivisection“ (BUAV) wurde Ende 2011 ein erfahrener Toxikologe, Pramod Kumar, der in Indien lebt, angestellt. animal2000 übernahm die komplette Bezahlung des vertraglich Angestellten, der bis zu 100 Std./Monat leistete. Seine Aufgabe war es, Argumente zur Verringerung der Zahl der Tiere zu suchen, die aufgrund der Richtlinie REACH verwendet werden. Immer wieder unterstützte animal2000 großzügig mehrere Vereine, Projekte und Kampagnen, darunter auch zahlreiche sehr bekannte und erfolgreiche. Teil der intensiven Aufklärungs- und Bildungsarbeit, inkl. Tierschutzunterricht mit eigenen Tierschutzlehrerinnen, war auch ein Mail-Service für Interessierte: Unter dem Titel „Bitte schreiben“ veröffentlichte animal2000 alle 2 Wochen einen Überblick über Publikationen, die besonders interessant waren und sich um Tiere, Tierschutz und Tierrechte drehten. Es wurde dabei von den Empfängerinnen und Empfängern, Mitgliedern und Sympathisantinnen und Sympathisanten erbeten, den Medien Feedback zu geben – positives wie auch negatives. Zusätzlich wurden darin aufwendig zusammengetragene und recherchierte aktuelle Petitions- und Protestkampagnen, an denen sich beteiligt werden konnte und sollte, veröffentlicht. Darüber hinaus war der regelmäßige Newsletter mit relevanten Buchtipps und Tierrechts-Terminen gespickt. Der Service wird auch heute noch angeboten. Bitte meldet euch bei Interesse hier via bitteschreiben (at) animalsunited (punkt) de an. Die beständige und aufopferungsvolle langjährige Arbeit von animal2000 lässt sich natürlich nicht annähend in ein paar Zeilen umreißen. Solltet ihr weitere Fragen haben, stehen wir euch jederzeit gerne Rede und Antwort.

AnimalsUnited e.V. wurde 2005 von unserer derzeitigen Vorstandsvorsitzenden Melanie und ihren Freundinnen gegründet und verstand sich als Münchner Jugendtierschutzverein. Immer mehr junge Menschen aus der bayerischen Landeshauptstadt gesellten sich hinzu. Vorrangiges Ziel war es, junge Menschen über Tierschutzthemen zu informieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich für Tiere stark zu machen und sich im Verein einzubringen. Hauptaugenmerk lag auf Infoständen, bei welchen allerlei Infomaterial verschiedener Organisationen, Vereine und Initiativen verteilt wurde. Schnell wurden Kooperartionspartner gefunden und Bündnisse geschlossen und gegründet. Bald kamen kreative Aktionen, wie Flashmobs, Anti-Pelz-Modenschauen, etc. hinzu. Erste Kampagnen wurden gestartet, darunter der Veggietag für München und die großangelegte und nach wie vor laufende Anti-Pelz-Kampagne, für welche die Musiklegende Peter Maffay sowie das internationale Tattoo-Model Sandy P.Peng gewonnen werden konnten. Ein professioneller Kino-Spot sowie etliche Kampagnenmotive wurden produziert und München großflächig legal eingedeckt. Bei zahlreichen Wettbewerben für Vereine und Projekte wurden schnell die ersten Plätze bekleidet, darunter auch angesehene deutschlandweite Auslobungen. Die Aufmerksamkeit für den jungen Verein stieg gewaltig. Bremen, Hamburg, Düsseldorf und weitere Städte zeigten sich sehr interessiert an der Anti-Pelz-Kampagne und gründeten eigene Aktionsgruppen, die Vorläufer der heutigen deutschlandweiten Aktionsgruppen. Schnell war klar, dass mehr möglich und machbar war, eine Kampagne für einen tierfreien Zirkus wurde ins Leben gerufen und AnimalsUnited gründete mit vielen weiteren das Bündnis München exzellent – ohne Tierversuche. Die Fusion mit animal2000 rundete den Erfolgslauf ab. Aus zwei Vereinen wurde einer, mit mehr Power, mehr Erfahrung, mehr Willensstärke und frischer Energie – eine für uns unschlagbare Kombination.

Wie steht ihr zu Fehlern?

Nobody is perfect. So haben auch wir als Verein, hervorgegangen aus zwei Vereinen, über die Jahre und Jahrzehnte Erfahrungen machen müssen und dürfen und viel, auch aus Fehlern, lernen können. Wir versuchen stets, unsere Arbeit umfassend zu reflektieren und zu analysieren, um aus unserem bisherigen Vorgehen Schlüsse für das künftige zu ziehen. Konstruktives Feedback ist hierbei immer willkommen. Nicht immer haben wir im Nachhinein betrachtet die besten Entscheidungen getroffen, auch wenn wir zum jeweiligen Zeitpunkt versuchten, nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln. Wichtig ist, kein Problem damit zu haben, sich Fehler einzugestehen und an ihnen zu arbeiten. Jede_r entwickelt sich weiter und so können sich Ansichten und Vorgehensweisen innerhalb der Zeit deutlich wandeln, v.a., wenn es zu einem Wissenszuwachs kam. Nicht alles, was wir einst taten, würden wir heute wieder so tun. Wichtig ist, was wir heute tun und wer wir heute sind. Und wir wären heute nicht, was wir sind, wenn es damals nicht gegeben hätte. Die Gegewart ist nicht ohne die Vergangenheit möglich. Wir geben unser Bestes aus letzterer für erstere und v.a. die Zukunft zu lernen, in Bezug auf Fehler aber auch Erfolge. Wir möchten dabei ein Verein sein, der sich wie seit jeher stets offen zeigt, konstruktiven Input miteinfließen und sich immer weiter reifen lässt. Sollte euch etwas stören, freuen wir uns über den direkten Kontakt, denn oft steckt hinter dem Gerede Dritter nicht mehr viel Wahrheit. Jede_r, die_der mal Flüsterpost gespielt hat, kann sich ein Bild davon machen. Hier könnt ihr uns schreiben. Danke!

Warum gibt es die Aktionsgruppen?

Die Aktionsgruppen wurden ins Leben gerufen, um überregional für Tiere aktiv sein zu können. Im Zuge unserer Anti-Pelz-Kampagne mit Musiklegende Peter Maffay hatten sich bereits in Bremen, Düsseldorf und Hamburg Gruppen gebildet, die sich im Zuge dieser in kreativen Aktionen gegen Pelz aussprachen und Menschen über die grausame Industrie hinter dem Modeprodukt aufklärten. Diese entschieden sich auf Anfrage von uns, künftig alle unsere Tierrechtsthemen zu vertreten. Schnell schlossen sich weitere Städte an und unsere Aktionsgruppen waren geboren. Die Idee dahinter war auch eine ökologische. So wurden die Gruppen auch ins Leben gerufen, um einem umweltbelastenden „Demo-Tourismus“ vorzubeugen und dennoch bei den meisten relevanten Veranstaltungen vor Ort sein zu können und unsere Stimme für Tiere zu erheben. Alle unsere Gruppen findet ihr hier.

Wo gibt es überall Aktionsgruppen?

Wir haben mittlerweile deutschlandweit Aktionsgruppen. Alle unsere Gruppen findet ihr hier.

Kann jede_r Mitglied einer Aktionsgruppe werden?

Jede Person, die aktiv werden will für Tiere, sich mit unseren Werten und Ansichten identifiziert und diese auf unseren Veranstaltungen und Aktionen nach außen vertreten kann und will, ist herzlich willkommen. Menschen- und tierrechtsverachtende Ansichten und Verhaltensweisen werden nicht akzeptiert, dazu zählen vorrangig rassistische, sexistische und homophobe Positionen.

Wie kann mensch Mitglied einer Aktionsgruppe werden?

Wendet euch hierfür einfach an die Aktionsgruppe in eurer Nähe und kontaktiert diese über die auf der Seite der Gruppe angegebene Mailadresse oder kommt direkt in die auf der Seite verlinkte Facebook-Gruppe. Unsere Gruppen freuen sich immer über tatkräftigen Neuzugang. Euch erwartet ein buntes Team mit vielen spannenden Erfahrungen und tollen Möglichkeiten, sich mit den eigenen Ideen für Tiere und ihre Rechte stark zu machen.

Kann mensch eine eigene Gruppe gründen, wenn es noch keine in der Nähe gibt?

Wir freuen uns immer über neue Aktive, die eine Aktionsgruppe ins Leben rufen wollen. Bitte schaut immer zuerst nach, ob es nicht schon eine in eurer Nähe gibt. Alle unsere Gruppen findet ihr hier. Sollte das nicht der Fall sein, könnt ihr euch für die Gründung einer neuen Gruppe „bewerben“. Von großem Vorteil ist es, wenn ihr bereits Erfahrungen in der Tierrechtsarbeit habt. Wichtig ist, dass ihr euch mit unseren fünf Themengebieten und unseren Ansichten vetraut gemacht habt, euch mit diesen identifizieren könnt und der Meinung seid, diese selbstbewusst nach außen kommunizieren und vertreten zu können. Die Arbeit als Leiter_innen in unseren Aktionsgruppen bedeutet neben einer Menge schöner Erlebnisse und Erfahrungen auch einiges an Arbeit, Hingabe, Geduld und Idealismus. Dazu gehören u.a.: Das regelmäßige Planen und Durchführen verschiedenster Aktionen, Infostände oder Flashmobs, die Betreuung und Unterstützung der Aktiven in der Aktionsgruppe und die funktionierende Zusammenarbeit mit unserem Team. Ihr fühlt euch angesprochen? Dann schickt uns doch ein kleines „Motivationsschreiben“ inklusive kurzem „Lebenslauf“ (Erfahrungen bisher) an bewerbung (at) animalsunited (punkt) de. Wir freuen uns schon!

Setzt ihr euch auch außerhalb Deutschlands für Tiere ein?

Ja, wir machen uns als Verein auch außerhalb der eigenen Landesgrenzen für die Rechte der Tiere stark. Denn das Problem der Tierausbeutung ist keines, das sich an nationale Grenzen hält, sondern ganz im Gegenteil ein weltweites und läderumspannendes, sprich ein interkontinentales. Wir versuchen daher, zu helfen wo es geht und was unsere zeitlichen, personellen und finanziellen Mittel zulassen. Konkreteres dazu in den nachfolgenden Punkten.

Wo seid ihr überall aktiv?

Derzeit haben wir vier Auslandsprojekte/-kampagnen, denen wir uns verstärkt widmen:

1. Unser eigenes Tierheim in Ungarn direkt an der rumänischen Grenze, wo wir etwa 400 Hunde versorgen, pflegen, kastrieren und es somit seit rund 20 Jahren schaffen, die Stadt Gyula komplett frei von mangelversorgten und kranken Streunerhunden zu halten und diesen so gut wie möglich zu helfen. Mehr dazu hier.

2. Unser Projekt „Rhodos-Hunde“ hilft den ausgesetzten und verwaisten Hunden auf der griechischen Insel Rhodos, die außerhalb der Urlaubssaison oft der grausame Tod erwartet. Unser Hauptaugenmerk liegt hierbei darauf, die streunende Hundepopulation auf der Insel durch Kastrationen einzudämmen. Aus diesem Grund werden mit unserer Hilfe jedes Jahr mindestens 2-3 große Kastrationsaktionen durchgeführt. Mehr dazu hier.

3. Unser Einsatz gegen das illegale Hundemassaker in Rumänien. Mit direkten Aktionen, Protesten und Undercover-Aufnahmen vor Ort aber auch mit intensiver Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland wie unserer Plakatkampagne mit der deutsch-rumänischen Musiklegende Peter Maffay und der Tierschützerin Prinzessin Maja von Hohenzollern sowie politischer Arbeit wie unserem Großprotest vor dem EU-Parlament mit vorhergehender Pressekonferenz versuchen wir unseren Beitrag zu leisten in einem Kampf, den viele gemeinsam kämpfen. Einem Kampf, dessen Sieg einen Präzedenzfall im Umgang mit Streunertieren europaweit darstellen würde. Mehr dazu hier.

4. Unser brandneues Projekt für Zirkustiere und beschlagnahmte Wildtiere (aus Zoos und illegaler Privathaltung) in Brasilien. Mehrere brasilianische Bundesstaaten und Gemeinden verbieten seit einigen Jahren die Darstellung von Tieren im Zirkus, darunter der einwohnerstärkste Bundesstaat Sao Paulo. In den vergangenen Jahren waren wir mehrfach vor Ort, um die Lage zu prüfen und haben uns entschieden, unsere Hilfe anzubieten. Denn: Die ehemaligen Zirkustiere wie auch die beschlagnahmten Tiere bekommen wegen Korruptionsvorfällen seit 2014 keinerlei staatliche Unterstützung mehr. Viele Auffangstation haben kaum Geld, die Tiere zu versorgen. Wir unterstützen daher nun als Pilotprojekt einen Sportverein in Sao Jose dos Campos in der Nähe der Hauptstadt Sao Paulo, der sich eintschieden hat, zu helfen. Dieser fängt Wildtiere auf und bieten ihnen in einem kleinen naturgeschützten Park ein Heim, einen Ort, an dem sie endlich ihre Ruhe genießen können. Der Verein „Vale dos Bichos e.V.“ ist eine gemeinnützige Organisation mit sozio-ökologischem Charakter, die sich für den Schutz und das Wohlergehen der brasilianischen Wildtiere einsetzt. Ziel ist „der Erhalt und der Respekt vor der Tierwelt“, daher wird auch Unterricht für Schulklassen angeboten. Wir unterstützen den Verein mit Ideen, Input und finanziellen Spritzen, um das Wohl der Tiere zu gewährleisten. Zudem fahren wir in regelmäßigen Abständen hin. Mehr dazu bald.

Bekommt ihr auch Kritik und was sagt ihr dazu?

Gerade in Bezug auf Einsätze im Ausland setzt mensch sich viel Kritik aus, da hier viel „Wissen“ über Dritte und Vierte vermittelt wird, wenige die Situation vor Ort wirklich selbst kennen, sich aber nicht selten gerne ein vorschnelles Urteil bilden. Meist handelt es sich im klassischen Auslandstierschutz um sogenannte „Haustiere“, zu denen gesellschaftlich eine starke emotionale Bindung besteht. Schnell können überemotionale Reaktionen die rationale Einschätzung einer Situation, wie sie wirklich ist, verklären. Hinzu kommt, dass es leider auch in diesem Bereich schwarze Schafe in der Szene gibt, die die Emotionalität des Themas missbrauchen, um finanzielle Vorteile rauszuschlagen oder einen besonderen Status in der Nische zu erlangen. Wir unterstützen daher nur Projekte, die wir uns auch vor Ort selbst angesehen haben und für uns und unsere Arbeit für Tiere für wichtig erachten. Nicht immer mag das mit dem Bild der Szene übereinstimmen. Jeder und jedem ist es natürlich dennoch freigestellt, zu unterstützen, was sie_er für wichtig erachtet, ebenso muss derartige Freiheit aber auch für uns gelten. Für konstruktive Kritik sind wir jederzeit offen, Angriffe, um uns unter Druck zu setzen, jene Projekte zu unterstützen, die andere für wichtig erachten, sind für uns jedoch niemals der richtige Weg. Gerade, wenn wir uns bereits das Projekt angesehen und uns anders entschieden haben. Wir haben aus über 20 Jahren Erfahrung gelernt und lagen bisher für uns immer richtig, freuen uns aber ebenso über jedes andere Projekt, das Tieren wirklich hilft.

Wie finanziert sich ANIMALS UNITED?

ANIMALS UNITED e.V. ist ein in Deutschland unter der Steuernr: 143/222/85559 als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannter und eingetragener Verein. Wir beziehen keinerlei staatliche Unterstützung, sondern werden ausschließlich von Spenden getragen. Mitglieder können jederzeit unsere Jahresberichte einsehen und sich über unseren Verein und dessen Finanzen auf unseren Jahreshauptvollversammlungen informieren. Dort werden sowohl der Vorstand als auch der Schatzmeister nach Rechenschaftsablage durch die anwesenden Mitglieder entlastet. Unsere finanziellen Jahresabschlussberichte werden dabei von unabhängigen Wirtschaftsprüfer_innen erstellt.

Wohin gehen die Spenden und helfen sie wirklich Tieren?

Ein großer Teil der bei uns eingehenden Spenden wird satzungsgemäß für unsere Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit verwendet und fließt somit in unsere Kampagnen, Projekte, Aktionen, Recherchen, Vorträge und Einsätze aber auch die dafür nötigen Infomaterialien und Ausstattungen. Eine beachtliche Menge geht auch in unsere karitative Tierschutzarbeit in unserem Tierheim im ungarischen Gyula direkt an der rumänischen Grenze, wo wir täglich etwa 400 Streunerhunde versorgen, pflegen und kastrieren oder unsere Einsätze auf der griechischen Insel Rhodos, wo wir v.a. durch regelmäßige Kastrationsaktionen dem unermesslichen Leid der Streuner vorzubeugen versuchen. Um nur ein paar Punkte zu nennen. All diese und viele weitere Ausgaben lassen sich in unseren Jahresberichten nachlesen (s.o.). Wir haben eine 400 EUR Kraft, die sich aufopfernd um unser Tierheim kümmert sowie einen Festangestellten, der bei uns von Geschäftsführung über Grafikdesign und die Homepage hin zu Kampagnenführung und unseren bundesweiten Aktionsgruppen alle Belange regelt, die ehrenamtlich nicht mehr zu leisten wären. Wir haben keinen kostenintensiven Verwaltungsapparat, arbeiten fast ausschließlich mit Ehrenamtlichen und wirtschaften so sparsam wie möglich (nur nicht an und bei den Tieren). Spenden an unseren Verein kommen somit wirklich da an, wo sie gebraucht werden: Bei den Tieren, unserer Arbeit für sie und unserem steten und unermüdlichen Kampf für ihre Rechte.

Welche Transparenz-Maßnahmen gibt es?

Viele unserer Projekte laufen über transparente Spendensysteme wie betterplace, bei welchen Einnahmen wie auch Ausgabeposten mit konkreten Zahlen klar von uns und den Systemen benannt werden. Künftig möchten wir weitere Transparenzbemühungen anstrengen und die Initiative Transparente Zivilgesellschaft unterzeichnen und uns somit selbstverpflichten, das 10‑Punkte-Programm zur Transparenz mit Informationen über unsere Organisation zu veröffentlichen.

Fragen & Antwortvorschläge zu Tierrechtsthemen

Völlig gleich, ob ihr noch keinerlei Erfahrungen mit Tierrechten habt, seit Jahren für Tiere aktiv seid oder grundsätzlich alles kritisch beäugt: Wir wollen euch ein paar Anworten zu häufigen Fragen in Sachen Tierrechte liefern und somit versuchen, das Thema Tierrechte zu ergründen und für allerlei Fragen gewappnet zu sein. Unsere Antworten erheben selbstverständlich keinerlei Anspruch auf Vollumfänglichkeit und Allwissenheit. Sie sollen ausschließlich erste Reflektionen zu Tierrechten anregen und eine Hilfestellung darstellen bei der Suche nach der eigenen Meinung. Wir sind jederzeit offen für professionellen Input eurerseits, um dieses Angebot weiter auszubauen und zu optimieren! Also werft einen Blick auf unsere häufigen Fragen und Antwortvorschläge zum Thema Tierrechte:

Was versteht ihr unter Tierrechten?

Wir sind der Meinung, dass Tiere um ihrer selbst Willen existieren und nicht dem Menschen in irgendeiner Form dienen sollten – sei es als Nahrung, Kleidung, für Forschungszwecke, zur Unterhaltung oder in jeglicher anderer Form. Wir sprechen uns dagegen aus, dass Menschen Tiere für ihre Zwecke gebrauchen und für ein Lebensrecht für alle empfindungsfähigen Tiere – frei von Schmerz und Leid und erfüllt von Glück, Freude, Freiheit und Unversehrtheit. Jedes Leben ist dabei gleichermaßen zu berücksichtigen (Anti-Speziesismus). Jedes Tier ist für uns ein eigenständiges Individuum und nicht nur eines von zig Konsumgütern, die wir nach unserem Willen verwenden und verbrauchen dürfen. Völlig gleich, ob es einen Nutzen für den Menschen hat, für den Menschen nicht wichtig erscheint, als süß und kuschelig oder als gefährdete Spezies angesehen wird. Unter Rechten für Tiere verstehen wir nicht Rechte im Sinne der von Menschen geschaffenen Gesetze, sondern vielmehr moralische Rechte, die nicht aufhebbar sind. Das vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftssystem ist der Grund für die Abwesenheit von Rechten für Tiere. Wir müssen diese daher einfordern und diese hierarchischen Systeme als Ursache der Ausbeutung identifizieren, enttarnen und somit einen Wandel herbeiführen.

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