Horror-Hof von Oettingen

Grobe Vernachlässigung, mangelnde und falsche Verpflegung, grausame Todesfälle und erschreckende Hygienemängel – so lauten die Vorwürfe der bundesweiten Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED, die diese Situation auf einem Bauernhof in Oettingen ausgemacht haben will. Der Zustand des ganzen Hofs sei desolat und die Tier”haltung” der Rinder und Katzen äußerst tierschutzwidrig, wie der Verein mit ihm zugespieltem Foto- und Videomaterial ausführlich belegen will. Die Behörden seien über die vergangenen Jahre bereits mehrfach informiert worden, ohne nennenswerten Effekt. Die Tierrechtler_innen wendeten sich daher am Dienstag, den 12.12.17 in einem Schreiben an die Bürgermeisterin und den Stadtrat. Sie fordern ein sofortiges und nachhaltiges Eingreifen der Behörden und bieten an, die Tiere in gute Hände zu vermitteln.

Unzumutbare Zustände

Die hygienischen Zustände des Hofs und des Stalls sind katastrophal, überall befinden sich große Mengen an Fäkalien und sperrmüllartige Gegenstände, an denen sich die Tiere verletzten können. Der Kot türmt sich teilweise bereits an den Wänden auf. Die Kühe können sich kaum bewegen, sind teils angekettet und voller Kot, so zeigen es die Aufnahmen der Tierrechtsorganisation. Sie muhten auffällig viel, oft und laut, das berichten auch die Anwohner, die den Aktivist_innen von toten Tieren erzählten, die sie immer wieder gesehen hätten. Die Tiere hätten kaum bis kein Wasser, das dargebotene Futter gäre und gammle mitunter. Auch die frei umherlaufenden Katzen befänden sich alle in einem schlechten Zustand – von Fliegenlarven übersät, stark abgemagert, dehydriert und verwahrlost. Mehrere mussten bereits von ihrem Leid erlöst werden. Tote Katzen liegen frei zugänglich herum, berichtet der Verein ANIMALS UNITED, der eine unabhängige tierärztliche Beurteilung eingeholt und das Veterinäramt sowie die Bürgermeisterin und den Stadtrat heute über die Missstände informiert hat. Die Tierrechtler_innen erwägen, Strafanzeige gegen den “Tierhalter” zu erstatten, sofern dieser sich nicht einsichtig zeigt und die Tiere abgibt. Bereits mehrfach sei der Hof den verantwortlichen Behörden gemeldet worden, dessen Zustände beim Veterinäramt Donau-Ries seit Jahren bekannt seien. Dennoch seien sie unverändert, die Tiere leiden weiterhin.

Statement – Viktor Gebhart, Geschäftsführer von ANIMALS UNITED e.V.

“Nicht nur in der Massentierhaltung leiden Tiere, auch der ‘Bauer von nebenan’ ist Täter, denn schlichte Vernachlässigung ist fahrlässige Tierquälerei. Zustände wie die auf dem Oettinger Hof sind auf kleinen, ländlichen Höfen leider keine Seltenheit und werden von der Nachbarschaft und von den Behörden nicht selten geduldet und ignoriert. Der ‘Tierhalter’ in Oettingen ist sichtlich überfordert und anscheinend nicht in der Lage, die Tiere korrekt unterzubringen und zu versorgen. Der Winter wird kalt und die schlechtversorgten Rinder und Katzen sind akut gefährdet. Die Tiere müssen dringend beschlagnahmt werden, es wurde lange genug zugesehen. Wir bieten uns gerne an, Plätze für sie auf einem Lebenshof zu finden. Sie haben nach dem Horror ein schönes Restleben verdient“, so Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED.

Gesetzliches

Rinder benötigen pro Tag 40-130 Liter sauberes Trinkwasser, das allen jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung stehen muss. Verdorbenes Futter darf nicht angeboten werden. Die hygienische Bedingungen sowie der Pflegezustand der Tiere sind fortwährend aufrechtzuerhalten. Das Stehen im eigenen Kot ist im Hinblick auf die Klauengesundheit als äußerst kritisch zu beurteilen, denn es begünstigt die Entstehung von Hautschäden, Aufweichungen und Infektionen der distalen Gliedmaßen. Kranke Tiere müssen unverzüglich durch den Tierhalter selbst bei einem Tierarzt vorgestellt werden (TierSchG § 2 Nr. 1). Tote Katzen gehören laut Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 zu Material der Kategorie 1 und müssen laut TierNebG §3 nach Meldung des Besitzers durch den zuständigen Verarbeitungsbetrieb beseitigt werden, alternativ sind eine Bestattung auf einem Tierfriedhof oder – nach Genehmigung – ein Vergraben der Tiere auf dem eigenen Grundstück möglich. Bis zur Abholung/Ablieferung zur Verbrennung bzw. bis zum Vergraben des Tiers sind Heimtiere geschützt vor Witterungseinflüssen so aufzubewahren, dass Menschen nicht unbefugt und Tiere nicht mit ihnen in Berührung kommen können. Tote Katzen dürfen somit nicht frei zugänglich herumliegen (TierNebG §10).

Die horrenden Zustände auf dem Hof sind kein Einzelfall. Jede_r trägt mit dem eigenen Konsumverhalten zu diesen bei. Ihr habt die Wahl – jeden Tag am Supermarktregal! Informiert euch & andere!

Hier bleibt ihr auf dem Laufenden über den Horror-Hof!

+++ UPDATE – 28.3.18, 11:00: Zum dritten Mal berichtet die Presse weitflächig über den Oettinger “Horror-Hof”, unter anderem die Abendzeitung: “Noch immer gibt es etliche nicht funktionierende Tränken für die Rinder, viele weitere sind stark verschmutzt, das Wasser in einigen Eimern ist gefroren. Die Fäkalien im Stall wird auch nach einer Inspektion durch das zuständige Veterinäramt nicht entsorgt – Bilder vom Dezember 2017 zeigten damals, wie sich der Kot der Tiere mehrere Meter hoch an der Wand türmten. Geändert hat sich seitdem relativ wenig.”

Weitere aktuelle Presseberichte gibt’s hier: www.animalsunited.de/pressespiegel

+++ UPDATE – 22.3.18 & 26.3.18: Wir haben nachgelegt und für zwei große TV-Formate gedreht, auf das viele Millionen Menschen mehr von dem Hof erfahren. Hierzu war unser Geschäftsführer Viktor u.a. live vor Ort, um mit dem Bauern, der Bürgermeisterin und dem Veterinäramt in den Dialog zu treten. Eine gemeinsame Lösung ist notwendig, auf dass den Tieren und dem überforderten Bauern endlich geholfen wird! Die Handlungsbereitschaft seitens der Stadt und Behörden ist dennoch immer noch erschreckend gering. Statt ihren Handlungsspielraum gänzlich auszunutzen, verstecken sich die Behörden hinter der restriktiven Gesetzgebung. Für uns nachhaltig ein Skandal! Wir lassen daher nicht locker. Der Bauernhof ist zwar ein schwarzes Schaf, aber eines unter vielen. Es braucht dringend eine veränderte Gesetzeslage!

Neues, uns zugespieltes Bildmaterial zeigt deutlich, dass die Zustände auf dem Oettinger Hof immer noch untragbar sind. Das Veterinäramt reizt seinen Handlungsspielraum in keinster Weise aus und bleibt träge. Wir erstatten abermals Anzeige und veröffentlichen die schockierenden Bilder. Im Folgenden findet ihr unsere dazugehörige Pressemitteilung.

Oettinger „Horror-Hof“: Zustände weiterhin katastrophal und „untragbar“ – Tierrechtler_innen veröffentlichen aktuelle Aufnahmen, rügen Behördenversagen und rufen zu Protesten auf! #HorrorHofOettingen

München/Oettingen, 22. März 2018 – Ende vergangenen Jahres konfrontierte die bundesweite Tiersrechtsorganisation Animals United e.V. die Stadt Oettingen und das zuständige Veterinäramt in Donau-Ries mit umfassendem Beweismaterial über katastrophale Zustände auf einem Bauernhof und forderte ein sofortiges und nachhaltiges Eingreifen der Behörden. Von grober Vernachlässigung, mangelnder und falscher Verpflegung, grausamen Todesfällen und erschreckenden Hygienemängeln war die Rede. Die ganze Stadt zeigte sich schockiert, das Veterinäramt inspizierte den Hof noch am selben Tag, erteilte aber lediglich kleine Auflagen. Eine anschließende Veröffentlichung zeigte, dass die Lage sich gar noch verschlimmert hatte. Wieder ohne nachhaltige Konsequenzen. Nun, drei Monate später, gibt es abermals aktuelle Aufnahmen. Sie sollen beweisen, dass die behördlichen Anordnungen keine Früchte tragen. Es bestehe weiterhin akute Verletzungsgefahr für die Rinder und Katzen auf dem Hof und die hygienischen Zustände sowie die Versorgungmängel seien untragbar, so die Tierrechtler_innen. Sie haben daher heute abermals Anzeige beim Veterinäramt erstattet und die Stadt sowie die Bürgermeisterin informiert. Sie sprechen von Behördenversagen, rügen die Verantwortlichen deutlich und rufen zu Protesten auf.

+++ Aktuelle Entwicklungen: Brandaktuelle Aufnahmen, die der Verein heute Morgen veröffentlichte, zeigen schlecht gepflegte, mit Kot bedeckte und teils angebundene Rinder, defekte Tränken und gefrorene Wassereimer. Der Stall ist überfüllt mit Fäkalien und Sperrmüll – eine akute Verletzungsgefahr für die Rinder und Katzen. Die Zurückhaltung der Behörden sei für die Tierrechtler_innen bei derartigen Zuständen nicht nachvollziehbar. Sie bemängeln deren Verhalten und Vorgehen, auch dass sich die Behörden mit Ausflüchten und Unterstellungen sowie dem Herunterspielen der gemeldeten Zustände beschäftigen würden statt diese ernst zu nehmen. AnimalsUnited hat heute Morgen abermals Anzeige erstattet sowie die Stadt und die Bürgermeisterin informiert. Der Verein will nun zu Protesten aufrufen.

+++ Statement – Viktor Gebhart, Geschäftsführer von ANIMALS UNITED e.V.: „Die aktuellen Aufnahmen zeigen, dass der Bauer die ihm gestellten Auflagen nachweislich nicht einhalten kann. Es muss akut etwas getan werden, um die Tiere und ihn zu schützen. Die vorgeschobene mangelnde Gesetzeslage ist kein Argument, sondern sollte direkt vom Landratsamt beim Gesetzgeber angeprangert werden statt diese als Ausrede zu nutzen. Auch der Wille der Stadt und der Bürgermeisterin scheinen schwach. Letztere beteuert, dass es schwer sei, den Bauern zu erreichen, während sie die Vorwürfe zurückweist, die Stadt würde zu wenig machen. Der Mann ist jeden Tag auf seinem Hof, schwer erreichbar sieht anders aus, echter Einsatzwillen auch“, so Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED e.V..

+++ UPDATE – 2.1.18, 15:00 Uhr: Laut Augsburger Allgemeine hat sich das Veterinäramt nun mit einer Pressemitteilung zum Fall geäußert – erstmals seit Veröffentlichung der Aufnahmen! “Sie könnten sich aber nur im Rahmen der einschlägigen Rechtsnormen bewegen und haben, sobald die Mindestanforderungen erfüllt sind, keine besonderen Handlungsmöglichkeiten mehr. Dabei spielt es nach Angaben des Landratsamts keine Rolle, ob sich die Situation zur eigenen persönlichen Zufriedenheit entwickelt hat oder ob lediglich ‘tragbare’ Zustände geschaffen wurden, die ein behördliches Einschreiten nicht mehr erlauben.” Die Formulierung “tragbare Zustände” wird vom Veterinäramt sehr weit gefasst: mangelnde und schlechte Verpflegung, Todesfälle sowie Kot überall – das sollen “tragbare” Zustände sein?

+++ UPDATE – 30.12.17, 10:00 Uhr: Der Regionalriese, die Augsburger Allgemeine, berichtet heute abermals und gut! Wir hatten ihr am 28.12. live vor Ort Rede und Antwort gestanden. Der Druck auf den Bauern und die Behörden wächst. Das Veterinäramt will “gebundene Hände” haben, die Bürgermeisterin und die Stadt verstecken sich hinter dem Amt mit den “gebundenen Händen”. Für uns weiterhin unverständlich! Sogar der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Karlheinz Götz empfiehlt dem Bauern, die Tiere abzugeben! “Rinder stehen in einem verdreckten Stall mit Müll in jeder Ecke. Eine Kuh ist angekettet. Eine andere dreht sich minutenlang im Kreis. Die Aufnahmen, die im Internet zu sehen sind, sollen laut Animals United einen Hof im Großraum Oettingen zeigen. Fakt ist, dass das Gelände von außen betrachtet einen vernachlässigten Eindruck erweckt. Müllsäcke stapeln sich. Benzinkanister liegen herum. Schwer vorstellbar, dass hier Rinder gehalten werden.” Auch weitere Portale wie Hitradio rt1 Nordschwaben berichten erneut.

 

+++ UPDATE – 28.12.17, 10:00 Uhr: Immer mehr Menschen werden im Sinne der Tiere laut und kritisieren das Nicht-Handeln der Behörden. Auch das Bündnis Bayerischer Tierrechtsorganisationen (BBT) hat sich uns angeschlossen und das zuständige Veterinäramt kontaktiert und mit den Missständen konfrontiert.

+++ UPDATE – 28.12.17, 12:00 Uhr: Unser Geschäftsführer Viktor und unser Vorstandsmitglied Julia waren vor Ort, um mit einem Filmteam für die überregionale Presse zu drehen und sich abermals den Fragen der lokalen Pressevertreter_innen zu stellen und so den Druck nachhaltig und konstant auszubauen, auf dass den Tieren endlich geholfen wird. Denn erst am Tag zuvor hatte das Veterinäramt auf Mediennachfrage verlautbaren lassen, dass trotz weiterhin vorherrschender tierschutzwidrigster Zustände bis auf die erstmalig erlassenen kleinen Auflagen keine weiteren Konsequenzen aus dem Missstand in Oettingen gezogen werden würden. Eine Beschlagnahmung der Tiere sei ausgeschlossen, obwohl akute Verletzungsgefahr für die Katzen und Rinder auf dem Hof besteht und es bereits mehrfach zu Todesfällen gekommen ist. Für uns nachhaltig ein Skandal! Wir lassen daher nicht locker!
Amtstierärzt_innen sind laut Tierschutzgesetz sogenannte „Beschützergaranten“ für das Wohl der Tiere und die Einhaltung des Tierschutzrechts und als solche verpflichtet, bei tierschutzwidrigen Handlungen und Zuständen einzuschreiten und gegen diese vorzugehen. Ohne Ermessensspielraum, sie müssen immer handeln, wenn in ihrem Zuständigkeitsbereich Verstöße gegen Tierschutzrecht begangen wurden, noch werden oder bevorstehen. Bei Untätigkeit können sie selbst Straftaten durch Unterlassen begehen. Wir prüfen daher derzeit weitere Schritte.

+++ UPDATE – 22.12.17, 11:30 Uhr: Auch die Abendzeitung erkennt wieder die verheerende Lage des Hofes: “Animals United zufolge soll sich die Situation auf dem Hof nach dem Besuch der Veterinäramts-Mitarbeiter jetzt sogar noch verschlimmert haben! Dafür machten die Tierschützer erneut Fotos vom vermüllten Stall und den verwahrlosten Tieren. Daneben drehten sie auch ein neues Video, welches die erschreckende Lebenssituation der Rinder deutlich macht. So sind die Tiere teilweise schlecht gepflegt, angebunden und mit Kot bedeckt. Auch verdorbenes Futter und verschmutzte Tränken sollen weiter in Betrieb sein. Im Stall selbst stapeln sich scharfkantige Futterdosen und Plastikmüll – die Verletzungsgefahr vor allem für die kleinen Katzen, die sich frei auf dem Hof bewegen, ist offensichtlich.”

+++ UPDATE – 22.12.17, 10:00 Uhr: Laut Hitradio rt1 Nordschwaben führt das Veterinäramt am heutigen Vormittag eine erneute Kontrolle durch – bleiben sie weiterhin bei ihrer Beurteilung, die Zustände seien “nicht tierschutzwidrig”?

+++ UPDATE – 22.12.17, 06:00 Uhr: Der Merkur, die tz und InnSalzach24.de konfronierte das Landratsamt, welches sich versuchte zu rechtfertigen: “Trotz der Bilder, die Kühe im Dreck zeigen, sei ‘die Gesundheit der Tiere dadurch nicht direkt gefährdet’, stellt eine Sprecherin des Veterinäramts gegenüber unserer Redaktion klar. Um die Angelegenheit mit dem fehlenden frischen Wasser habe man sich aber durchaus gekümmert. Der Bauer habe Auflagen bekommen, an die er sich in Zukunft halten muss. Die Behörden-Sprecherin teilte uns außerdem mit, in Zukunft unangemeldete Kontrollen durchzuführen. ‘Wir tun alles, was in unserer Macht liegt.'” Ferner bringt der Artikel unsere langfristigen Bestrebungen auf den Punkt: “Sie wollen die Menschen einladen, sich für Mitgefühl zu entscheiden und auf dem eigenen Teller anzufangen – für eine Zukunft, in der jedes Lebewesen ein Recht auf Leben hat.”

+++ UPDATE – 22.12.17, 01:00 Uhr: Erneut berichtet die Augsburger Allgemeine über den Horror-Hof in Oettingen. Das Landratsamt betont lediglich: “Uns sind die Hände gebunden.” – ein Eingeständnis, dass die Zustände absolut inaktzeptabel sind?

Oettinger „Horror-Hof“: Zustände nach Veterinäramtskontrolle noch schlechter – Tierrechtler_innen veröffentlichen aktuelle Aufnahmen und wenden sich abermals an Behörden und Stadt!

München/Oettingen, 21. Dezember 2017 – Anfang vergangener Woche konfrontierte die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED die Stadt Oettingen und das zuständige Veterinäramt in Donau-Ries mit umfassendem Beweismaterial über katastrophale Zustände in einem Bauernhof und forderte ein sofortiges und nachhaltiges Eingreifen der Behörden. Von grober Vernachlässigung, mangelnder und falscher Verpflegung, grausamen Todesfällen und erschreckenden Hygienemängeln war die Rede (siehe Video). Die ganze Stadt zeigte sich erschrocken, das Veterinäramt inspizierte den Hof noch am selben Tag, wollte aber keine Verstöße finden und erteilte lediglich ein paar kleine Auflagen. Aktuelle drastische Aufnahmen, die die Tierrechtsorganisation heute veröffentlichte, zeigen, dass die Situation sich sogar noch verschlimmert hat. Weiterhin bestehe akute Verletzungsgefahr für die Rinder und Katzen auf dem Hof und seien die hygienischen Zustände gar schlimmer als zuvor. Die Tierrechtler_innen haben daher heute abermals Anzeige beim Veterinäramt erstattet und die Stadt sowie die Bürgermeisterin informiert. Sie bitten die Behörden sowie den Bauern selbst um ein „Weihnachtswunder für die Tiere“ und bieten weiter ihre Hilfe dafür an.

+++ Aktuelle Entwicklungen:
Seit der Veröffentlichung des schockierenden Materials durch die bundesweite Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED vergangene Woche, ist Oettingen in Aufruhr, der Horror-Hof ist Gesprächsthema Nummer eins. Nur bei den Behörden scheint das Thema verstummt. Während sich die 1. Bürgermeistern Petra Wagner anfangs „erschüttert“ zeigte und das Veterinäramt den Fall zu „höchster Priorität“ erklärte, ist seit der Stellungnahme des Amts letzte Woche nichts mehr zu hören. In dieser hieß es, dass sich die Tiere „in keinem Zustand befanden, der ein umgehendes Eingreifen aus tierschutzrechtlicher Sicht erforderlich machte“. Es habe nur kleinere Beanstandungen gegeben. Es wurde gar gegen die Tierrechtler_innen sowie die berichtende Presse geschossen. Simon Kapfer vom Büro des Landrats sprach von „schlecht recherchierten Berichten“ und „unbestätigten illegal aufgenommene Bilder eines Vereins“. Er versicherte, dass bei „Verstößen gegen das Tierwohl umgehend reagiert“ würde und dem Amt „das Tierwohl am Herzen liegt“. Dr. Thomas Kellner, der Leiter des Veterinäramts Donau-Ries, verglich den Fall mit einer Verkehrsangelegenheit: „Beim ersten Verstoß wird ja auch nicht der Führerschein auf Lebenszeit entzogen“ und äußerte generell, dass „wirklich viel passieren muss, bis es zum Tierhalteverbot kommt“. ANIMALS UNITED hat daher heute Morgen, nach eingehender tierärztlicher Beurteilung, brandneues Videomaterial veröffentlicht, das zeigt, dass auf dem Hof weiterhin desolate hygienische Zustände herrschen und akute Lebensgefahr für die Tiere besteht – die Situation habe sich sogar verschlechtert. Die dem Verein zugespielten Aufnahmen seien von dieser Woche, also nach der Kontrolle durch das Veterinäramt, das keine Mängel entdeckt haben will. Sie zeigen schlecht gepflegte und teils angebundene Rinder, die über und über mit Kot bedeckt sind, auf dem matschigen Stallboden umherrutschen und sich teils verhaltensauffällig im Kreis drehen. Ferner verdorbenes Futter und verschmutzte Tränken, die wohl wieder in Betrieb genommen wurden. Der Stall ist überfüllt mit Kot, sperrmüllartige Gegenstände wie verrostete Mistgabeln, offene scharfkantige Futterdosen und Plastikmüll liegen umher, die eine akute Verletzungsgefahr für die Rinder und Katzen darstellen. Die Futternäpfe der Katzen sind deutlich verschmutzt, ungeeignete Futtermittel wie Backwaren und Milch sind zu erkennen, die Durchfall verursachen, mitunter für Katzen giftige Substanzen wie Xylit enthalten können und daher nicht verfüttert werden dürfen. Dass das Amt nicht durchgegriffen hat, ist für die Tierrechtler_innen bei derartigen Zuständen nicht nachvollziehbar. Sie haben daher heute Morgen abermals Anzeige beim Veterinäramt erstattet sowie die Stadt und die Bürgermeisterin informiert. Ihre Forderung und Bitte: Den Tieren und dem sichtlich überforderten Bauern endlich zu helfen. Sie bieten sich weiter an, die Tiere zu vermitteln. Gemeinsam könnte man „ein Weihnachtswunder wahr werden lassen“.

+++ Statement – Viktor Gebhart, Geschäftsführer von ANIMALS UNITED e.V.:
„Die Zustände auf dem Oettinger Hof haben sich trotz der Kontrolle des Veterinäramts verschlimmert. Es liegen klare Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor, wie eine akute Verletzungsgefahr, die eine Beschlagnahmung rechtens machen. Einem völlig überforderten Bauern Mitte 70, der offenkundig selbst dringend Hilfe benötigt, weitere Auflagen zu machen, die er nicht einhalten kann, ist auch menschlich äußerst fragwürdig. Ausflüchte und Unterstellungen seitens der Behörden in unsere Richtung sowie Vergleiche zu Verkehrsdelikten, die die Zustände auf dem Hof herunterspielen sollen, sind absolut unangemessen. Wir haben klare Missstände gemeldet, haben hierzu bis dato jedoch nie eine Antwort bekommen, weder von der Stadt noch dem Veterinäramt. Es handelt sich in diesem Fall nicht um den ersten Verstoß oder kleine Verkehrssünden sondern eine konsequente Reihe an Verstößen, die trotz Auflagen weiter bestehen, Leiden verursachen und bereits mehrfach Tierleben gefordert haben. Dass die Tiere dem Amt am Herzen liegen wollen, wird damit schon fast zum Hohn für deren Leid“, so Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED.

+++ UPDATE – 17.12.17, 19:00 Uhr: Die Augsburger Allgemeine hat den Fall nicht vergessen und veröffentlicht auch am Wochenende unser aktuelles Statement: “Der Animals-United-Geschäftsführer Viktor Gebhart schreibt in einer Pressemitteilung: ‘Der Vergleich des Veterinäramts mit dem Führerschein hinkt, denn es handelt sich bei dem Bauern nicht um den ersten Verstoß, sondern eine konsequente Reihe an Verstößen, die trotz Auflagen weiter bestehen.’ Der Geschäftsführer findet, dass es nicht ‘um ein paar kleine Parkvergehen oder eine kleine Temposünde geht, sondern um schwerwiegende Mängel in der ‘Haltung’ von Rindern und Katzen, die Leiden verursachen und bereits mehrfach zum Tod der Tiere geführt haben’.”

+++ UPDATE – 15.12.17, 06:00 Uhr: Die Augsburger Allgemeine fragt: “Warum hilft niemand?” Im Januar hatte bereits die Polizei den Fall beim Veterinäramt angezeigt. Trotzdem äußert sich Dr. Thomas Kellner, der Leiter des ortsansässigen Amtes gelassen und vergleicht den Fall mit einem Verkehrsdelikt: “Beim ersten Verstoß wird ja auch nicht der Führerschein auf Lebenszeit entzogen.“
Hierzu das Statement unseres Geschäftsführers, Viktor Gebhart: “Der Vergleich des Veterinäramts mit dem Führerschein hinkt, denn es handelt sich bei dem Bauern nicht um den ersten Verstoß sondern eine konsequente Reihe an Verstößen, die trotz Auflagen weiter bestehen. Und es geht hier auch nicht um ein paar kleine Parkvergehen oder eine kleine Temposünde sondern um schwerwiegende Mängel in der “Haltung” von Rindern und Katzen, die Leiden verursachen und bereits mehrfach zum Tod der Tiere geführt haben. Würde ein Verkehrsdelikt vorsätzlich zum Tod einer_eines Passant_in führen, gebe es unverzüglich ein Fahrverbot. So braucht es auch hier auf dem Hof ein Tierhalteverbot. Was da laut Amt noch mehr passieren soll, ist uns unbegreiflich. Dieses spricht ja selbst davon, dass ein sofortiges eigenes Einschreiten sowie ein Einschalten der Staatsanwaltschaft nötig seien, falls für die Tiere unmittelbare Verletzungsgefahr besteht oder Tiere zu Tode gekommen sind. Was schlichtweg beides der Fall auf diesem Hof ist. Die Frage ist also, hat das Veteinäramt korrekt gehandelt und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet? Die persönliche Situation und Resignation des Bauern darf nicht zur Ausrede für das Ausbleiben nachhaltigen Einschreitens werden. Mehrfach wurde konkrete Hilfe angeboten, vergebens. Ein hartes Durchgreifen der Behörden würde auch ihn schützen, denn dazu scheint er selbst weder in der Lage noch willens. Es muss akut etwas getan werden, bevor noch mehr Tiere leiden und sterben. Wir sind uns sicher, dass weder die Behörden noch die Stadt Oettingen weitere Tiere auf dem Gewissen haben wollen. Genau das ist aber absehbar.”

+++ UPDATE – 14.12.17, 10:00 Uhr: rt1 Nordschwaben berichtet von unserer Reaktion auf das erneute Wegschauen des Veterinäramts: “Die Tierschutzorganisation Animals United spricht von einer Farce, dass das Veterinäramt kein umgehendes Eingreifen für erforderlich hält. Die Behörden hätten nachweislich von den Zuständen gewusst, passiert sei aber nichts. Eine Veterinärsbeamtin soll dem Landwirt sogar geraten haben, die Tiere abzugeben.”

+++ UPDATE – 14.12.17, 06:00 Uhr: Der Print-Riese der Region, die Augsburger Allgemeine stellt die Frage: “Müssen Tiere auf einem Oettinger Bauernhof leiden?” Die Antwort liegt offen auf der Hand – auch die Reaktionen der Stadt und der Bevölkerung werden betont: “Indes äußern sich Oettinger Stadträte auf Facebook. Unter anderem forderte Markus Eisenbarth in dem sozialen Netzwerk: ‘Den Tieren muss jetzt schnell geholfen werden.’ Eine weitere Oettingerin sagt, dass sie das Amt offenbar schon vor zwei Jahren über Missstände informiert hätte.”

Skandal: Veterinäramt sieht keinen Handlungsbedarf bei Oettinger „Horror-Hof“

München/Oettingen, 13. Dezember 2017 – Am gestrigen Dienstag konfrontierte die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED die Stadt Oettingen und das zuständige Veterinäramt in Donau-Ries mit umfassendem Beweismaterial über katastrophale Zustände in einem Bauernhof und forderte ein sofortiges und nachhaltiges Eingreifen der Behörden. Von grober Vernachlässigung, mangelnder und falscher Verpflegung, grausamen Todesfällen und erschreckenden Hygienemängeln war die Rede, die mit Video- und Bildmaterial bezeugt wurden. Die 1. Bürgermeisterin Petra Wagner zeigte sich „erschüttert“ und kontaktierte das Veterinäramt, das den Hof noch am selben Tag inspizierte. Während sich immer mehr Stimmen in Oettingen erheben und die Zustände bezeugen, sieht das Veterinäramt, laut heute abgegebener Erklärung, dennoch keinen Grund zum Eingreifen – für die Tierrechtler_innen ein Skandal, sie kontern!

Aktuelle Entwicklungen: Nach der gestrigen Veröffentlichung des schockierenden Materials durch die bundesweite Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED, ist Oettingen in Aufruhr, hunderte Menschen meldeten sich in den sozialen Netzwerken, in den Kommentaren der vielen Medienberichte, bei der Stadt und bei den Tierrechtler_innen, darunter etliche schockierte Stadträt_innen. Die 1. Bürgermeistern Petra Wagner kündigte an, sich unverzüglich zu kümmern und schaltete das Veterinäramt ein, das den Fall zu „höchster Priorität“ erklärte und sich sofort auf den Hof begab. Heute dann das Fazit: Die Veterinär_innen ließen in einer Stellungnahme verlautbaren, dass die Tiere sich „in keinem Zustand befanden, der ein umgehendes Eingreifen aus tierschutzrechtlicher Sicht erforderlich machte. In Form von Auflagen wurde auf kleinere Beanstandungen reagiert.” Für Tierfreund_innen deutschlandweit aber auch etliche Oettinger_innen ein völlig unverständliches Verhalten, ihnen ist der Hof schon lange ein Dorn im Auge. Anordnungen durch das Amt an den Bauern habe es bereits gegeben, so auch vor einigen Monaten, doch es sei nichts passiert, das die Zustände verbessert hätte. Eine Veterinäramtsbeamtin hatte sich bereits vor Wochen in einem Telefonat mit einer der Aktivist_innen geäußert, dass sie dem Bauern die Abgabe der Tiere zum Winter ans Herz gelegt hätte. Dass das Amt nun keine Beanstandungen haben will, ist für ANIMALS UNITED eine Farce. Nur durch den medialen Druck durch ihre Veröffentlichung habe sich überhaupt erst etwas bewegt. Die Behörden hätten nachweislich von den Zuständen gewusst, vom Ordnungsamt hin zum Veterinäramt. Die Tierrechtler_innen könnten dies belegen. Schuldzuweisungen seien aber nicht produktiv, es gelte jetzt, den Tieren endlich zu helfen statt sich auf das Herabspielen der Zustände und auf Ausflüchte zu konzentrieren, so ANIMALS UNITED. Es sei lange genug gewartet und angeordnet worden. Sie bieten sich weiter an, zu helfen und dem überforderten Bauern die Tiere abzunehmen.

Statement – Viktor Gebhart, Geschäftsführer von ANIMALS UNITED e.V.: „Die Zustände auf dem Oettinger Hof haben Menschen deutschlandweit schockiert, vor allem in Oettingen selbst. Immer mehr Menschen melden sich zu Wort, die froh sind, dass endlich jemand das Leid der Tiere öffentlich anprangert, nachdem jahrelang nur zu- und weggesehen wurde. Auch und gerade von Behördenseite. Die Stadt will nichts gewusst haben, zeigt sich aber zum Glück schockiert und will handeln. Das Veterinäramt ist seit Jahren in Kenntnis gesetzt und versucht nun, die bis dato geduldeten Zustände kleinzureden und so den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Wieder soll den Tieren nicht nachhaltig geholfen werden. Das Zögern der Behörden hat auch in den letzten Monaten Tieren Leid verursacht und teils sogar Leben gekostet. Für uns ein Skandal“, so Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED.

+++ UPDATE – 13.12.17, 19:00 Uhr: a.tv aktuell berichtet von unserer Aufdeckung und der Reaktion des Veterinäramts – die Bilder des Horror-Hofes werden im gesamten Einzugsgebiet Augsburg ausgestrahlt!

+++ UPDATE – 13.12.17, 18:00 Uhr: Nicht nur wir, sondern Tierrechtler_innen und Tierfreund_innen bundesweit sowie Anwohner_innen sind schockiert über das Ausbleiben nachhaltiger Eingriffe seitens des Veterinäramts – unsere zweite Pressemitteilung ging raus!

+++ UPDATE – 13.12.17, 15:00 Uhr: Die Abendzeitung sieht die Lage kritisch und ist nicht vom leichtfertigen Urteil des Veterinäramts beschwichtigt: “Das Veterinäramt weiß Bescheid und war vor Ort – trotzdem sehen die Beamten keinen Grund, etwas an der Situation zu ändern. […] Daneben teilt das Amt mit, dass der Betrieb in diesem Jahr bereits mehrfach “engmaschig” kontrolliert wurde. Trotzdem ist nichts passiert…”. Außerdem wird folgendes befürchtet: “die Tiere auf dem Bauernhof werden weiter leiden müssen!” – Wir nutzen alle in unserer Macht stehenden Mittel, dass dieser Fall nicht eintritt und die Tiere in Zukunft ein glückliches Leben führen können!

+++ UPDATE – 13.12.17, 13:00 Uhr: Das Veterinäramt weist sämtliche Versäumnisse von sich, stattdessen erdreisten sie sich sogar zu behaupten, unsere Vorwürfe würden nicht zutreffen. “Das Veterinäramt will den Hof allerdings engmaschig weiterkontrollieren”, so der Bericht des BR. So bewahrt das Amt den Schein, es würde handeln, um letztendlich den Missstand unter den Tisch fallen zu lassen.

+++ UPDATE – 13.12.17, 12:10 Uhr: Donau-Ries-aktuell berichtet vom fehlenden Eingreifen des Veterinäramts: “Die Veterinäre stellten bei ihrer gestrigen Kontrolle allerdings fest, dass sich die Tiere in dem kleinen Betrieb in keinem Zustand befanden, ‘der ein umgehendes Eingreifen aus tierschutzrechtlicher Sicht erforderlich machte’.” Das Amt sieht die eigene Nachlässigkeit nicht ein – die Missstände sollen erneut unter den Teppich gekehrt werden, wir bleiben dennoch dran!

+++ UPDATE – 12.12.17, 17:00 Uhr: Der Horror-Hof in Oettingen ist nun endlich “oberste Priorität”! “Bürgermeisterin Petra Wagner erfuhr heute Mittag in unserem Schreiben über die Zustände auf dem Hof, das zuständige Veterinäramt im Donau-Rieser Landratsamt soll zur Überprüfung der Situation vor Ort gewesen sein. Die Fallbearbeitung vor Ort habe “oberste Priorität”, so der Bericht von Donau-Ries-aktuell. Hoffentlich wird das Leid der Tiere endlich nicht mehr unter den Teppich gekehrt!

+++ UPDATE – 12.12.17, 16:30 Uhr: Veterinär_innen prüfen angeblich vor Ort! BR berichtet: “Das Landratsamt Donau-Ries hat in einer Stellungnahme jetzt mit[ge]teilt, dass momentan Veterinäre vor Ort seien, um die Situation auf dem Bauernhof zu überprüfen. Der betroffene Betrieb sei von Seiten des Veterinäramtes im Laufe dieses Jahres bereits engmaschig und mehrfach kontrolliert worden.” Für uns eine paradoxe Behauptung: Bei der angeblich engmaschigen mehrfachen Kontrolle hätten die Missstände den Beamt_innen ins Auge springen müssen. Was es nun also zu überprüfen gebe, erschließt sich bei derart häufigen Kontrollen nicht. Statt die Missstände unter den Tisch fallen zu lassen, realisieren die Veterinäre hoffentlich endlich den Ernst der Lage!

+++ UPDATE – 12.12.17, 16:10 Uhr: B5 aktuell berichtet über den Horror-Hof in Oettingen – ganz Bayern hört vom Tierleid beim “Bauer von nebenan”!

+++ UPDATE – 12.12.17, 16:00 Uhr: Die Medien berichten groß über unsere Aufdeckung beim “Bauern von nebenan” in Oettingen! Wir kommen den Anfragen kaum nach, darunter bisher Sat.1, BILD, BR, Merkur, hitradio rt1 und weitere. Wir hatten heute Morgen grobe Vernachlässigung, mangelnde und falsche Verpflegung, grausame Todesfälle und erschreckende Hygienemängel auf einem Bauernhof für Mastrinder in Oettingen veröffentlicht und die Verstöße den Behörden gemeldet. Diese sind nun endlich – nach jahrelanger Trägheit – alarmiert, es tut sich was: “‘Ich bin erschüttert über diese Bilder’, sagt Oettingens Bürgermeisterin Petra Wagner. Animals United habe ihr die Fotos ebenso wie unserer Redaktion am Dienstagmittag zugespielt…sie habe am Mittag versucht, das Veterinäramt zu informieren, damit dieses schnellst möglich tätig wird. Für unsere Onlineredaktion war der Chef des ‘Landratsamts Donau-Ries Veterinärmedizin und Verbraucherschutz’ am Dienstag nicht erreichbar”, so der Bericht des Merkur sowie der tz. Wir bleiben dran und lassen nicht locker. Der Winter wird kalt und die schlechtversorgten Rinder und Katzen sind akut gefährdet. Die Tiere müssen dringend beschlagnahmt werden, es wurde lange genug zugesehen!

+++ UPDATE – 12.12.17, 15:00 Uhr: Die 1. Bürgermeisterin von Oettingen spricht bei den ihr von uns geschickten Aufnahmen aus einem Bauernhof ihrer Gemeinde von „erschütternden Zuständen“. “Zwar fehlt der Stadt eine rechtliche Grundlage, um direkt handeln zu können. Wagner will sich aber um den Missstand kümmern. ‘Wir werden mit dem Bauern Kontakt aufnehmen und sehen wie wir ihm und den Tieren helfen können’, so die Bürgermeisterin. Wagner hat sich nun mit dem Veterinäramt in Verbindung gesetzt und wartet auf Rückmeldung […]” so Donau-Ries-aktuell. Das Veterinäramt scheint indes nicht erreichbar. Wir hoffen, dass es an einer schnellen Lösung für die Tiere sitzt und nicht an Ausflüchten. Alle Augen liegen auf ihm und die Erwartungen sind groß! Wir bieten nach wie vor unsere Hilfe bei der Sicherung und Unterbringung der Tiere an!

+++ UPDATE – 12.12.17, 14:00 Uhr: rt1 Nordschwaben berichtet von unserer Aufdeckung: “Animals United hat auf einem Bauernhof in Oettingen extreme Missstände aufgedeckt. Die Tierschutzorganisation berichtet unter anderem von großen Mengen an Fäkalien und Sperrmüll, so Sprecher Viktor Gebhart”. Hier könnt ihr hören, wie sich unser Geschäftsführer Viktor zu den Missständen in Oettingen äußert! Die BILD und Sat.1 Bayern bitte uns um weitere Auskünfte.



AU Team

AU Team

Für Tierrechte. Denn Mitleid ist zu wenig!
AU Team

Sag was dazu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht