Mir ist schlecht, bei all dem Tierleid

Mir ist schlecht. Schon seit Monaten. Jeden Tag prasseln ungeheuerliche Nachrichten auf uns ein. Menschliche und nichtmenschliche Tiere werden mit Füßen getreten, missbraucht und umgebracht. Im Prinzip bin ich es gewohnt, täglich davon zu lesen. Oft befällt mich dabei das Grauen, klar, aber anstatt in eine Ohnmacht zu fallen, bevorzuge ich, etwas dagegen zu tun.

Gravierende Lage der Tiere

Der erste Schritt kann beispielsweise sein, die Thematik zu recherchieren und zu verbreiten, um auf einen Missstand hinzuweisen. Mich trägt auch die Hoffnung im Herzen, dass die Welt täglich ein besserer Ort wird. In den letzten Wochen allerdings plagen mich aber tatsächlich körperliche Symptome, weil die Medien zur Zeit besonders viel thematisieren, wie schlecht Tiere, auch hier in Deutschland, behandelt werden, so dass mir regelrecht schlecht wird.

Obwohl die meisten Neuigkeiten für mich eigentlich keine sind, nimmt es mich dennoch jedesmal sehr mit. Ich will auf keinen Fall, dass Tiere leiden müssen! Doch es passiert, täglich, Sekunde für Sekunde. Das Leid zerreißt mir das Herz. Was mir aber in letzter Zeit Übelkeit bereitet, ist, dass den Menschen gar nicht wirklich klar ist, was zu ihrem vermeintlichen “Nutzen” mit den Tieren geschieht. Diese Informationen erreichen die Gesellschaft nicht, unfreiwillig und freiwillig, der Übergang ist schleichend. Und die Lage der Tiere scheint noch viel schlimmer zu sein als gedacht.

Nachrichten zum Übelwerden

Hier sind nur ein paar wenige der Nachrichten, die mich so beunruhigen: “Regeln zur Tierhaltung bei Weitem nicht ausreichend & oft gebrochen” – meine Gedanken: Auch wenn die Konsument_innen billig essen möchten, wollen sie sicherlich nicht, dass Tiere dafür gequält werden. Leider ist das die bittere Realität, allerdings wird sie den Verbraucher_innen vorenthalten, damit diese ruhigen Gewissens konsumieren können. Es gibt kein Fleisch von glücklich gestorbenen Tieren, nur von toten. “Sinkende Preise für Milchprodukte wegen Überproduktion” – meine Gedanken: Das bedeutet noch mehr Leid für die Tiere zur Gewinnmaximierung. Mensch kann nur hoffen, dass sich Landwirte nach anderen Ertragsmöglichkeiten umsehen, denn Milchproduktion ist für Natur, Tier und Mensch eine echte Zumutung.

Weiter: “Bayerische Grüne fordern mehr Wildjagd, wegen Gefährdung junger Bäume und hoher Kosten für Zäune” – meine Gedanken: Hmm, klar, die Tiere abzuschießen kostet ja nichts. Also bis auf die Jäger_innen, aber die machen vermutlich gerne Überstunden. Super Plan! Wahrhaft grün! “Milizen im Kongo machen Jagd auf Gorillas als Nahrung und Ware”. Meine Gedanken: Schlimm ist das, aber warum geben wir in Deutschland eigentlich gleichzeitig Kuh, Schwein, Huhn, etc. zum Abschlachten frei, wenn uns so viel an Tieren liegt?

Wir haben die Macht, alles zu verändern

Die Liste solcher Neuigkeiten ließe sich beliebig lang fortführen und dennoch würde sie immer nur einen kleinen Teil dessen wiedergeben, welche Grausamkeiten Tiere für uns erleiden müssen. Aber Moment einmal, von “müssen” kann gar nicht die Rede sein. Lasst uns im Alltag ganz genau hinschauen, welche unserer Gewohnheiten auf Tierleid aufbauen. Das fängt bei der Ernährung an und erstreckt sich über viele Bereiche wie beispielsweise Bekleidung, Kosmetik, Medizin, Unterhaltung und sogenannte “Haustiere“. Wir Konsument_innen haben die “Macht” und jede Entscheidung gegen Tierleid bringt uns einen Schritt weiter. Immer mehr Menschen gehen bereits diesen Weg. Seid ihr dabei?

Vielleicht können wir dann eines Tages mal behaupten: Mir ist gut.



Lena

„Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!“ (Philip Rosenthal)

wiemandieweltauchsehenkann.wordpress.com
Lena

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