Neuigkeiten, die zeigen: es geht bergauf!

Die Welt ist im Wandel – auf dem Weg zu bewussterem Konsum und mehr Mitgefühl für Tier und Natur! Deshalb gibt es heute eine kleine Zusammenfassung von erfreulichen Ereignissen der letzten Zeit, die Hoffnung geben, dass es gemächlich bergauf geht. Trotz der positiven Geschehnisse dürfen wir jedoch nicht verdrängen: Es liegt noch ein langer Weg vor uns und entspannt zurücklehnen können wir uns noch lange nicht.

Rabbiner fordern vegane Ernährung 

Im Rahmen einer Kampagne der “Jewish Vegetarian Society” rufen über 70 Rabbiner Juden dazu auf, sich der veganen Ernährung zuzuwenden. Eine pflanzenbasierte Ernährung sei das “Koscher des 21. Jahrhunderts”, denn jede andere Form von koscherem Essen sei “problematisch”. Wenn mensch tatsächlich den Sinn der jüdischen Speisegesetze verstanden habe, sei eine vegane Ernährung unumgänglich.

Rabbi David Wolpe, ein prominenter amerikanischer Rabbiner, sagt: „Tza‘ ar ba‘ alei chayim, der einem anderen Lebewesen keinen Schmerz bereitet, ist ein zentrales Prinzip der jüdischen Tradition und wir verletzen es jedes Mal, wenn wir etwas essen, von dem wir wissen, dass es fabrikmäßig angebaut wurde, entbeint, geächtet, grausam behandelt wurde.“ Übrigens gehört Israel zu den Ländern mit dem größten Anteil an Veganer_innen – sogar in der Armee gibt es eine vegane Alternative für Lederstiefel.

Chinas Regierung ruft zur Reduktion des Fleischkonsums auf

Zwar bereits eine ältere Meldung, doch immer noch aktuell: Aufgrund der Armut und Hungersnöte, die China in der Vergangenheit erleben musste, ist Fleischkonsum heute zum Statussymbol geworden. Rund 30% des globalen Fleischkonsums fallen auf China zurück. In einem Jahr werden pro Kopf im Land der Mitte ca. 60 kg Fleisch verzehrt – Tendenz steigend. Um die Natur zu schützen und Krankheiten wie Diabetes einzudämmen, möchte die chinesische Regierung den Verzehr auf 30 kg pro Jahr drosseln.

In einem Land, das weniger als 1% Vegetarier_innen beherbergt, ist dies ein sehr ambitioniertes Ziel. Aufklärungskampagnen sowie Veggietage in Mensen sollen die erfolgsverheißenden Methoden sein. Fleischverbote bzw. höhere Besteuerung auf Fleisch würden nicht diskutiert. Es bleibt abzuwarten, ob die Kampagne fruchtet, doch das Bewusstsein nimmt zu – in einem Land, in dem der Tierschutz an noch geringerer Stelle steht als bei uns, ist dies ein wesentlicher Schritt nach vorn.

“Meatless Mondays” in New York

Im Frühjahr 2018 wird in Brooklyn eine Kampagne gestartet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in 15 Schulen montags ausschließlich vegetarische Mahlzeiten anzubieten. 7500 Schüler_innen werden ab diesem Zeitpunkt an einem Tag in der Woche nicht mehr mit Fleisch sondern mit bspw. knusprigem Tofu versorgt. Über 300.000 weitere verschiedene Mahlzeiten sind geplant, die nicht nur Tiere vor Ausbeutung bewahren sondern auch eine gesündere Ernährung für Kinder und Jugendliche bieten sollen.

Dänische Politiker_innen starten Kampagne “veganerudfordringen”

Eine Gruppe von Politiker_innen des dänischen Parlaments wird für 22 Tage vegan, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. So soll auch die Bevölkerung dazu ermutigt werden, ihren Konsum bewusster zu gestalten. Jede_r kann sich für die Challenge einschreiben und erhält Informationen zur veganen Lebensweise, leckere Rezepte u.v.m. Auch eine höhere Besteuerung von Fleisch wird im dänischen Folketing diskutiert.

Neue vegane Sorten von Eishersteller “Ben & Jerry’s”

Nun wirbt “Ben & Jerry’s” nicht mehr nur für seinen Fair Trade Standard sondern wird auch gegenüber nichtmenschlichten Tieren etwas fairer. Drei neue Sorten auf Mandelbasis sind jetzt erhältlich: “Peanut Butter & Cookie”, “Chunky Monkey” und “Fudge Browny”. Habt ihr sie schon probiert?

Was bringt die Zukunft?

Es gibt keine gute Nachricht, die nicht etwas Kritisierenswertes in sich trägt. Der Anbau von Mandeln trägt einen immensen Teil dazu bei, Massen der zur Bestäbung genutzten Bienen umzubringen und somit auch zum Bienensterben. Die Transparenz der chinesischen Regierung ist mehr als fraglich und dänische Politiker_innen, die sich langfristig vegan ernähren würden, würden ein viel klareres Statement setzen. Dennoch ist ein Wandel erkennbar, gut und wichtig.

Fazit: Weiterkämpfen und beständig im Einsatz für Tiere und unsere Umwelt bleiben! Denn immer noch, auch in diesem Moment, werden zahllose Küken vergast, Kälbern ihren Müttern entrissen und Schweine barbarisch abgeschlachtet. Beginnt bei euch selbst und verzichtet auf tierische Produkte aller Art! Denn Mitleid ist zu wenig!



Laura

Laura

"Solange die Menschen Tiere quälen, foltern und erschlagen, werden wir Krieg haben. Wie können wir irgendwelche idealen Zustände auf Erden erwarten, wenn wir die lebenden Gräber getöteter Tiere sind?" (George Bernard Shaw)
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