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Skandal-Zirkus Alberti/Louis Knie wird erneut auffällig: In einer winzigen dunklen Box wurde Zirkusbär Ben nach Hinweisen von Bürgern in einem mit Möbelstücken vollgepackten Transporter 150 km vom aktuellen Gastspielort in Fürstenfeldbruck entfernt, nämlich in Gunzenhausen, entdeckt. Tagelang war der Bär dort in völliger Dunkelheit eingeschlossen und abgestellt worden. Nach dem heute erfolgten Zugriff durch Polizei und Behörden befindet sich das Tier – entgegen mancher Berichte – noch immer im genannten Transporterabteil, da das eigens erzwungene mobile Außengehege nicht den Sicherheitsvorkehrungen der Auflagen der Behörden entsprach. Die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED fordert eine umgehende Beschlagnahmung des Bären aus den mangelhaften Haltungsbedingungen des Zirkus Alberti und die konsequente Durchsetzung des selbsterlassenen Wildtierverbotes der Stadt – Forderungen, die die Aktiven der Organisation gestern durch eine Demonstration vor Zirkus Alberti in Fürstenfeldbruck betonten.

Die Skandale häufen sich um den derzeit in Fürstenfeldbruck bei München gastierenden Zirkus Alberti/Louis Knie, der trotz eines 2014 ausgesprochenen Wildtierverbots auf den dortigen kommunalen Flächen zugelassen worden war – ein Politikum, das dem amtierenden Bürgermeister Raff seit Tagen massiv Kritik einbringt. Ihren Anfang fanden die aktuellen Skandale um den Zirkus, als der Stadtrat Axel Lämmle sich selbst ein Bild vor Ort machen wollte, ob Wildtiere mitgeführt würden. Bei seiner Erkundungstour wurde er verbal und tätlich durch Zirkusmitarbeiter angegangen. Doch damit nicht genug. Denn während die Attacke in den lokalen Medien immer höhere Wellen schlug, ließ der Zirkus seine beiden Affen in der Nacht nach der Attacke verschwinden, sodass sie am nächsten Tag, als das zuständige Veterinäramt in Begleitung Lämmles wie zweier Aktiver von ANIMALS UNITED vorbeikam, nicht mehr vor Ort vorgefunden werden konnten. Auch Bär Ben, der erst gar nicht mitgebracht worden war, war plötzlich vom Erdboden verschwunden. Der Zirkus verkündete widersprüchliche Aussagen über den Verbleib der Tiere, auch gegenüber dem Veterinäramt. Nach langer Fahndung stellte sich heraus, dass die Affen in einer Auffangstation untergebracht wurden, da der Zirkus sich nicht in der Lage sieht, die aktuellen Auflagen zur Haltung von Makaken zu erfüllen. Bär Ben jedoch blieb bis zum gestrigen Zugriff der Behörden nach Hinweisen von Bürgern verschollen. Laut Zeugenaussagen war der Anhänger über mehrere Tage am Auffindeort in Gunzenhausen abgestellt worden. Da sich von außen keine Einsicht in den Wagen erlangen ließ, wurde er schließlich mit Polizei und Veterinäramt geöffnet und der Bär in völliger Dunkelheit und Enge in tierschutzwidrigsten Zuständen vorgefunden. Ein verpflichtendes Außengehege wurde errichtet, welches jedoch nicht den Sicherheitsanforderungen entsprach, sodass Bär Ben sich bis dato weiter in dem Verschlag aufhalten muss. Ein unerträglicher Zustand für das arme Tier und ein weiterer Skandal, auch von behördlicher Seite, denn eine Beschlagnahmung sowie Befreiung des geschundenen Tieres hat bisher – entgegen mancher Berichte – nicht stattgefunden. Das Veterinäramt ließ gegenüber der Bürgerinitiative „Wildtierverbot Deutschland“ jedoch verlauten, dass der Zirkus den Wagen so nicht stehen lassen dürfe und abreisen müsse. Es besteht daher dringender Verdacht, dass Zirkus Alberti/ Louis Knie den Bären verschwinden lässt!

„Dieser Vorfall führt einem ein weiteres Mal vor Augen, wie wenig ernst der Zirkus es mit der Einhaltung der Tierschutzrichtlinien und dem Wohlergehen seiner Tiere nimmt. Viele Male haben wir Zirkus Alberti bereits nach Einholung unabhängiger tierärztlicher Gutachten wegen mangelhafter Tierhaltung und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz beim Veterinäramt gemeldet und angezeigt. Bär Ben vorsätzlich tagelang in einem derart kleinen Verschlag zu verstecken, ist pure Tierquälerei, das kann wohl wirklich niemand verneinen“, so Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED. „Wir rufen die zuständigen Veterinärämter und Behörden in die Pflicht, Ben umgehend zu beschlagnahmen und in einer spezialisierten Einrichtung wie einem Bärenwald unterzubringen. Wir fordern die Stadt Fürstenfeldbruck und hier insbesondere den amtierenden Bürgermeister Raff auf, dem Skandalzirkus endlich und unverzüglich die Gastspielgenehmigung zu entziehen und ihn auch für dieses Wochenende noch so wie für alle Zukunft von den städtischen Flächen zu verbannen“. Doch das ist den Tierschützern nicht genug. Sie verlangen darüber hinaus ein generelles Tierhalteverbot für Zirkus Alberti/Louis Knie. Für sie ist es höchste Zeit, dass die Behörden nicht mehr die Augen verschließen, denn bei den aktuellen Geschehnissen dürfte das zunehmend schwerer fallen. Sie sehen die Politik in der Pflicht, zu handeln, aber auch die Bürger. „Politische Verbote zum Schutz Schutzloser sind wichtig und unabdingbar, dennoch lässt sich unrechtes Verhalten auch gut über eine sinkende Nachfrage abstrafen, was die gestrigen geringen Besucherzahlen untermauern. Wir bitten alle Familien, lieber den nächstgelegenen Gnaden-/Lebenshof aufzusuchen statt mit Geld und Applaus Tierquälerei zu unterstützen. Dort lernt man mehr über Tiere als dass sie Unterhaltungssklaven sind und man alles mit ihnen machen kann. Ferner ersuchen wir Firmen und private Eigentümer, ihre Flächen nur für tierfreie Zirkusse zur Verfügung zu stellen. Eine lebenslange Inhaftierung und Leid sind niemals mit Vergnügen, Unterhaltung oder Profit zu rechtfertigen“, so Viktor Gebhart. Darüber hinaus erwäge ANIMALS UNITED eine Dienstaufsichtsbeschwerde sowie weitere rechtliche Schritte in Bezug auf das Vorgehen des Bürgermeisters als auch das des Zirkus Alberti. „In Fürstenfeldbruck ist der Bär los und wir haben genug vom Affenzirkus und davon, dass die Zirkusbetreiber medial auf die Tränendrüse drücken, um weiterhin Profit auf Kosten der Tiere zu machen“, so die Tierschützer, die sich am gestrigen Freitag unweit des Zirkuseingangs auf dem Volksfestplatz eingefunden hatten, um ihrem Wunsch nach tierfreier Unterhaltung von Menschen für Menschen und ihrem Standpunkt zu den Geschehnissen in Fürstenfeldbruck Ausdruck zu verleihen. Laut der Aktivisten waren die Besucherzahlen des Zirkus derart gering, dass sie an zwei Händen abgezählt werden konnten und sie sich entschieden, den Protest vorzeitig aufzulösen. Die Presse war zahlreich vertreten und sehr interessiert. Besonders rührend sei die spontane Solidaritätsbekundung von etwa 15 Kindern eines anliegenden Horts gewesen, die sich wider ihre Aufsicht unerwartet mit Schreichören in die Demo einbrachten und ein klares Zeichen setzten, was die heranwachsende Generation von Zirkussen mit Tieren hält. Ein extrem bewegender und motivierender Moment für alle Demoteilnehmer, für die Tiere keine Clowns zur menschlichen Belustigung seien, sondern Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen, die in einem Zirkus systemimmanent niemals auch nur annähernd erfüllt werden könnten. Nicht nur Wildtiere würden im Zirkus unter Langeweile, Enge, Stress und Dressur leiden, sondern alle Tiere. „Peitschen und Ketten sind keine Dekoelemente im Zirkus, den Rest kann sich jeder denken“, so Gebhart.

Fürstenfeldbruck bei München rudert im behördlichen Chaos. Ab heute lädt der skandalumwobene Zirkus Alberti auf dem hiesigen Volksfestplatz in die Manege ein. Bereits im Vorhinein herrscht jedoch der absolute Zirkus. Trotz seit 2014 geltendem Wildtierverbot weigert sich der Bürgermeister entgegen der Meinung der Behörden und Bevölkerung die widerrechtlich erteilte Gastspielgenehmigung zurückzuziehen. Ein Stadtratsmitglied wird bei legaler Recherche verbal und tätlich von Zirkusmitarbeitern angegangen. Die Affen verschwinden plötzlich über Nacht und Bär Ben ist nicht auffindbar. Die Zirkusbetreiber verkaufen sich als Opfer, das Veterinäramt zeigt sich kleinlaut. Die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED meldet Proteste vor Ort an und will rechtliche Schritte einleiten.

Zirkus Alberti, welcher im Rahmen seiner Tour ab dem heutigen Donnerstag in Fürstenfeldbruck gastiert, stößt auf Widerstand. Denn die Große Kreisstadt hatte bereits 2014 ein Wildtierverbot auf ihren eigenen Flächen beschlossen. So verwundert es nicht, dass die Werbeplakate des Zirkus Anwohnern sofort in die Augen springen. Denn Alberti wirbt hierauf mit Tigern, Löwen und anderen Wildtieren – Tiere, die er überhaupt nicht führt, eine vorsätzliche Verbrauchertäuschung. Dennoch kein Grund aufzuatmen, denn Alberti tourt seit Jahren mit Braunbär Ben und zwei Berberaffen durch die Lande, vorrangig durch Bayern und Baden-Württemberg. Und Bären und Affen fallen unter das kommunale Wildtierverbot. Zeugen vor Ort wollen den Zirkuswagen der Affen in Fürstenfeldbruck gesehen und letztere gehört haben, es gibt gar Bilder. Unter den Recherchierenden ein lokaler Stadtrat, Axel Lämmle, der sich den Volksfestplatz Montagabend genauer ansehen wollte und dabei von einer Gruppe Zirkusangestellter massiv beschimpft und gar gestoßen wurde. Der Vorwurf: Er hätte Hausfriedensbruch begangen – ein Ding der Unmöglichkeit, denn der Zirkus hat erst ab heute eine offizielle Genehmigung für den Platz und war somit rechtswidrig vor Ort, völlig abgesehen vom Wildtierverbot. Als das eingeschaltete Veterinäramt und die Polizei begleitet durch den Stadtrat Lämmle und Aktive der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED am Dienstag vor Ort einliefen, war der Affenwagen verschwunden. Braunbär Ben war angeblich erst gar nicht vom vorherigen Gastspielort Treuchtlingen abgezogen worden. Ein Dorn im Auge daher nur noch das Kamel, das nach Einschreiten des Veterinäramts nicht auftreten darf. Ende gut, alles gut.

Nein, denn der Stadtratsbeschluss von 2014 beinhaltet neben einem kommunalen Wildtierverbot auch die Forderung, dass Zirkusse, bei denen in den letzten 10 Jahren „tierschutzwidrige Bedingungen“ festgestellt wurden, nicht auf städtischen Flächen gastieren dürfen. Eine Hürde für Zirkus Alberti, denn er ist in Sachen Tierschutzvergehen kein Unbekannter. Die Liste mit Verstößen ist lang. Alleine im vergangenen Jahr habe die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED – nach Einholung unabhängiger tierärztlicher Gutachten – etliche Male Anzeige bei zuständigen Veterinärämtern erstattet, ohne das dort nachhaltig eingeschritten worden wäre. Von offensichtlichem, dokumentiertem stereotypem Verhalten der Tiere bis zu Außengehegen deutlich unter den zulässigen Maßen – Zirkus Alberti ist für die Tierschützer ein alter Bekannter. Auch wenn er sich, um die Behörden und Besucher ein wenig zu täuschen, immer mal wieder unter anderem Namen verkauft, meist als Circus Louis Knie, so die Aktivisten. Regelmäßig gebe es auch Probleme mit Behörden, wie z.B. vergangenen Sommer, als ihm diese die Aufführung in Markt Schwaben aufgrund einer nicht-genehmigten Anmeldung und unerlaubter Werbung mit wilder Plakatierung untersagten. Die Tiere des Zirkus wurden infolgedessen damals in praller Hitze und ohne Zelte auf dem Gelände des vorhergehenden Gastspielorts in Dorfen zurückgelassen, wo Anwohner und Tierschützer auf deutliche Missstände in der Tierhaltung aufmerksam wurden und ANIMALS UNITED nach tierärztlicher Begutachtung Anzeige beim Veterinäramt erstattete. Viel anders dürfte es auch jetzt nicht sein. Denn Bär Ben und die beiden Berberaffen sind verschwunden, über eine stationäre Bleibe verfügt der Zirkus nicht. Ausgiebigste Versuche etlicher Tierfreunde deutschlandweit, vorrangig der „Bürgerinitiative Wildtierverbot Deutschland“, den Aufenthaltsort der Tiere zu bestimmen, haben bisher nicht gefruchtet. Alberti verstrickt sich mit widerlegbaren Aussagen in Widersprüche, die zuständigen Behörden zeigen sich völlig überfordert mit der Situation und können ebenfalls keine nachweislichen Angaben über den Verbleib der Tiere machen, geben sich jedoch damit zufrieden, wie die Tierschützer verärgert bemängeln. Aussagen seitens des Veterinäramts, die Affen seien vor wenigen Tagen an eine Auffangstation in Norddeutschland abgeben worden, lassen sich nicht bestätigen und widersprechen den Aussagen des Zirkus, die Tiere seien in einem Zirkus Nähe Augsburg. Das Landratsamt Fürstenfeldbruck will die Affen in Dillingen an der Donau wissen, dort weiß jedoch niemand davon. Währenddessen ist auch Braunbär Ben weiterhin unauffindbar. Laut älterer Eigenaussagen wollte Alberti ihn mitbringen, der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt an, er sei noch in Treuchtlingen, die dortigen Behörden widersprechen, der Zirkus sei mitsamt Bär bereits am Dienstag abgereist. Die Spur verläuft sich. Ein wildes und dubioses Durcheinander, das Tierfreunde deutschlandweit gerade zur kalten Jahreszeit besorgt. Der Zirkus selbst mimt das Opfer und weist alle Vorwürfe von sich – für ANIMALS UNITED nichts Neues, für sie eine der Standardmaschen, wenn die Luft zu dünn wird.

So auch vergangenes Jahr: Gefolgt von Protesten und einer weiteren Anzeige wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz beim Gastspiel in Haar bei München, hatte Zirkus Alberti hier im Vorfeld etliche eigene fiktive Protestveranstaltungen vor seinem Zeltplatz angemeldet. Eine vorbeugende Maßnahme, um die Tierschützer in ihrem demokratischen Recht vorsätzlich zu behindern. Doch es geht auch härter. Neben wüsten Beschimpfungen sind andere Straftatbestände nicht ausgeschlossen. So wurde im August letzten Jahres ein Reporter der Tegernseer Stimme brutal attackiert und seine Kamera beschädigt. Der aktuelle Angriff auf das Stadtratsmitglied in Fürstenfeldbruck bleibt damit keine Ausnahme, sondern reiht sich ein in eine Riege von Gewaltausbrüchen, zu deren Opfern neben Demonstranten und Journalisten auch ab und an Veterinäramtsmitarbeiter gehören, so die Tierschützer von ANIMALS UNITED, die den Zirkus seit Jahren verfolgen. Besonders schockiert sind sie vom Vorgehen des Bürgermeisters von Fürstenfeldbruck, Herr Raff, der keinerlei Gesprächsbereitschaft signalisiert, sich über die Behörden hinweg aus Angst vor Regressansprüchen des Zirkus vorgestern dafür entschied, das rechtswidrige Gastspiel stattfinden zu lassen und sich somit eigenmächtig im Alleingang über den Stadtratsbeschluss eines Wildtierverbotes hinwegsetzt – nicht nur für Tier- und Demokratiefreunde deutschlandweit ein Skandal. Einer mit Konsequenzen, so die Fürstenfeldbruckerin Heide Rudolph, Vorstandsmitglied bei ANIMALS UNITED. „Zuerst dachte ich an einen verfrühten Aprilscherz, aber nein, wir sind ja in Bayern, da ist so was gelebte (CSU-)Demokratie. Einen Protestaufruf soll Herr Raff als ‚Unverschämtheit‘ und die  Flut eingehender Proteste in der öffentlichen Sitzung des Stadtrats als ‚Müll‘ bezeichnet  haben. Welch seltsame Art von Bürgernähe und Demokratieverständnis“. Ihr Verein werde das so nicht stehen lassen. Sie lobt vor allem das Engagement und die Zivilcourage des Stadtrats Lämmle. „Nur ein Quäntchen davon stünde manchem Politiker und Entscheidungsträger gut zu Gesicht. Beim Training eines aufrechten Gangs könnten vielleicht sogar noch die Zirkusleute behilflich sein – die haben ihn doch ihrem bedauernswerten Bären Ben auch eingebläut“, so die pensionierte Tierschützerin.

Für sie und ihre Mitstreiter bei ANIMALS UNITED steht fest, dass alle Tiere Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen sind, denen in Zirkussen niemals auch nur annähernd nachgekommen werden kann. Sie seien keine Lachnummern, sondern ließen sich am besten in freier Wildbahn in ihrem natürlichem Verhalten und Lebensraum aus respektvoller Distanz begutachten. Gitter, Peitsche und Beton verzerrten dieses Bild. Sie fordern daher alle auf, nur tierfreie Zirkusse zu besuchen und sich gegen die skandalträchtigen Vorkommnisse in Fürstenfeldbruck zu wehren. Am morgigen Freitag wollen sie ab 13.30 Uhr vor dem Zirkus protestieren. Jeder sei herzlich eingeladen, ihrer Demonstration beizuwohnen, so die Aktivisten, die immer wieder für einen tierfreien Zirkus protestieren, so auch vergangenes Jahr mit über 550 Menschen in München. Darüber hinaus wollen sie rechtliche Schritte in Bezug auf das Vorgehen des Bürgermeisters als auch das des Zirkus Alberti prüfen. Für sachdienliche Hinweise zum Verbleib von Ben und den Affen haben sie jeweils 500 Euro ausgelobt. „In Fürstenfeldbruck ist der Bär los und wir haben genug vom Affenzirkus und davon, dass die Zirkusbetreiber medial auf die Tränendrüse drücken, um weiterhin Profit auf Kosten der Tiere zu machen“, so die Tierschützer, für die nicht nur Wildtiere sondern alle Tiere im Zirkus unter Langeweile, Enge, Stress und Dressur leiden. „Peitschen und Ketten sind keine Dekoelemente im Zirkus, den Rest kann sich jeder denken“.

Ende vergangenen Jahres wurde im Münchner Stadtrat von der SPD ein Antrag auf Verbot von Ponykarussells auf dem Oktoberfest und der Auer Dult gestellt, der die Tiere endlich vor Lärm, Stress und psychischen wie physischen Leiden schützen soll. Dieser Antrag wurde durch einen CSU-Antrag ergänzt. Beide wurden nun am heutigen Dienstag verspätet im Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft behandelt. Das Ergebnis: München wird seiner Weltstadt mit Herz nicht gerecht, die anwesenden Stadträte sprachen sich bei vollzähliger Anwesenheit mit 10:10 Stimmen weder positiv noch negativ in Bezug auf die Anträge aus, womit alles beim Alten bleibt – eine herbe Enttäuschung für Tierfreunde deutschlandweit. Diese hatten die letzten Wochen mobil gemacht. Die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED hatte alle Kräfte mobilisiert und mehrfach an den Münchner Stadtrat appelliert, so zuletzt heute Morgen per Mail an die Mitglieder des zuständigen Ausschusses.

Am heutigen Dienstagvormittag wurden, nach vorausgegangener Fristüberschreitung, im Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft zwei Anträge behandelt, die nicht nur die Münchner spätestens seit dem Spätherbst vergangenen Jahres beschäftigen. Ende November 2015 hatte die Münchner SPD einen Antrag an den Stadtrat gestellt, Ponyreiten auf dem Oktoberfest und der Auer Dult künftig zu verbieten. Die CSU reagierte und brachte kurz darauf einen eigenen Antrag ein, der eine „kritische Untersuchung“ in Bezug auf die Auswirkungen für die Tiere aber vor allem auf die Reitbahnbetreiber forderte. Auslöser des SPD-Antrags war das Ponykarussellverbot der Nachbarstadt Dachau, die im Spätsommer 2015 ein Verbot tierführender Schaustellerbetriebe erlassen hatte, um die Tiere endlich vor Lärm, Stress und psychischen wie physischen Leiden zu schützen. Über Monate hatten die Tierschützer von ANIMALS UNITED durch intensive Kampagnenarbeit und Proteste das Verbot mitbewirkt. Damit das Tierleid auch auf dem Münchner Volksfest bald ein Ende findet, unterstützten sie auch den Münchner SPD-Antrag mit Kräften und appellierten im Februar in einem ausführlichen Brief an den Münchner Stadtrat sowie alle beteiligten Verantwortlichen, ein Ponyreit-Verbot zu erlassen. Denn ein generelles Verbot sei nicht nur der einzige und zeit- und kostengünstigste Weg, echten Tierschutz zu garantieren, sondern eine derartige Entscheidung sei eine mit Herz und Verstand. Würden tierführende Schaustellerbetriebe in einer Großstadt wie München auf dem weltweit größten und bekanntesten Volksfest verboten, hätte München eine Vorbildfunktion für die ganze Welt, so die Aktivisten. Die Antragsteller der SPD begrüßten diese Initiative, aber auch die CSU zeigte sich interessiert an den Argumenten. Mit beiden Antragstellern hatten die Tierschützer mehrfach Kontakt.  Dennoch plante Josef Schmid (CSU), der 2. Bürgermeister Münchens und gewählte Wirtschaftsreferent, dem mit der Referentenaufgabe auch die Zuständigkeit für das Oktoberfest obliegt, den Stadträten am heutigen Dienstag deutlich nahezulegen, das Verbot abzulehnen. ANIMALS UNITED rief daher prompt die Öffentlichkeit auf, den rund 20 Stadträten des Ausschusses für Arbeit und Wirtschaft Mut zu machen, auf dass sie Herz zeigen und sich dennoch für ein Verbot von Ponykarussells auf Münchner Volksfesten aussprechen und damit „Tierschutzgeschichte“ schreiben. Zahlreiche Mails gingen daraufhin über Nacht und heute Morgen bei den Stadträten ein. Diese zeigten sich jedoch leider nicht beeindruckt und optierten gegen ein Verbot, gegen den Willen ihrer Bürger. So ergab eine brandaktuelle repräsentative Umfrage der GfK – des größten deutschen Marktforschungsinstituts – erst vergangenen September, dass knapp 65 %, also zwei Drittel der deutschen Bevölkerung, Ponykarussells auf Kirmesfesten und Weihnachtsmärkten als „nicht tiergerecht“ beurteilen. Fast 60 % der Befragten sprachen sich gar für ein Verbot aus. Eine Meinung, die auch von tierärztlicher Seite getragen wird.

Oberbürgermeister Reiter sprach sich in der heutigen Sitzung für die geschundenen Ponys aus. Sowohl die SPD als auch der ÖDP-Stadtrat Tobias Ruff sprachen erneute Anträge aus, letzterer war für eine Verlegung des Ponykarussells auf die alte Wiesn, die SPD für ein Verbot mit einer Übergangsfrist bis 2018. Josef Schmid von der CSU erörterte als Wirtschaftsreferent über die „glänzenden Augen“ seiner eigenen kleinen Tochter, wenn sie auf einem Pony reiten dürfe und „opferte damit Sachlichkeit vorgeschobener persönlicher Emotion“, so die anwesenden Aktiven von ANIMALS UNITED. Dabei gebe es gerade auf dem Oktoberfest genügend Schaustellerbetriebe und Attraktionen, die Besucher jeden Alters begeistern – von zahlreichen verschiedenen Achterbahnen und Kinderkarussells bis hin zu Irrgärten, Geisterbahnen und dem Riesenrad – alles Attraktionen, die ohne den Einsatz von Tieren auskämen und für gute Unterhaltung sorgten, so die Tierschützer. Und darum gehe es ja, gut unterhalten zu werden und gemeinsam Zeit mit seinen Lieben zu verbringen. „Traurige Augen gebrochener Ponys stehen dem nur im Weg“, so Gebhart, der der heutigen Entscheidung im Stadtratsausschuss live beiwohnte. „Es ist erschütternd, dass die herzlose Meinung von nur zehn Menschen reicht, um Tierquälerei weiter unter dem Deckmantel vermeintlicher Tradition ausüben zu dürfen. Wir werden nicht aufgeben, uns für ein Verbot von Ponykarussells auf Münchner Volksfesten stark zu machen. Bis zu einem solchen bitten wir alle Großeltern und Eltern darum, auf ihr Herz zu hören und Ponykarussells zu meiden. Politische Verbote zum Schutz Schutzloser sind gut und wichtig, dennoch lässt sich unrechtes Verhalten auch gut über eine sinkende Nachfrage abstrafen“. Die anwesenden Stadträte sprachen sich bei vollzähliger Anwesenheit mit 10:10 Stimmen weder positiv noch negativ in Bezug auf die Anträge aus, womit diese vom Tisch sind und alles beim Alten bleibt – eine herbe Enttäuschung für Tierfreunde deutschlandweit. Da es sich um einen sogenannten Senatsbeschluss handelt, kommt der Antrag leider nicht in die Vollversammlung des Stadtrats. Damit ist ein Ponyreitverbot erstmal für längere Zeit vom Tisch.

Für Gebhart und seine Mitstreiter steht dennoch fest: „Sinnfreie und schädigende Traditionen haben in einer modernen Gesellschaft kein Daseinsrecht und wurden im Laufe der Menschheitsgeschichte nach und nach abgeschafft. Tradition ist kein Muss, sondern eine Abwägungssache. Beim Ponyreiten überwiegt der den Tieren zugefügte Schaden ganz klar den vermeintlichen Spaß der Volksfestbesucher und den Profit der Karussellbetreiber“. Umso enttäuschender und kurzsichtig sei daher die heutige Entscheidung. Denn für Pferde sind Ponykarussells laut der Tierschützer pure Tortur. Über Stunden müssen sie bei glühender Hitze im Sommer oder Minusgraden auf Weihnachtsmarkten im Winter Tag für Tag oft ohne Zugang zu Wasser, Futter und Rast ihre Runden in einem bunt bemalten Rondell drehen. Während aufgeregte Kinder auf ihren Rücken umherschwenken, haben die Ponys keinen Spaß an dem Lärm und dem dabei stupidem Kreislaufen. Tierärzte bestätigen immer wieder: Sowohl physische Belastungen wie Haltungs-, Muskel-, Gelenk- und Wirbelschäden als auch psychische Probleme wie Traumata und Stress werden durch das ständige monotone Im-Kreis-Laufen ausgelöst. Letztere führen nicht selten zu Herzrasen und Panik, Symptome, die durch den hohen Lärmpegel auf dem Volksfest unterstützt werden. Nicht verwunderlich, denn: Pferde sind Fluchttiere. Grundlegende Vorschriften wie halbstündige Richtungswechsel und Pausen würden weitgehend ignoriert – regelmäßig durch Zeugen beobachtet und dokumentiert. Erst vergangenen Oktober habe ANIMALS UNITED Anzeige beim zuständigen Veterinäramt gestellt, denn sie hatten beim Ponykarussell auf dem Oktoberfest gleich mehrere Tierschutzverstöße dokumentiert.

Erst 2015 nahm die Stadt Dachau eine Vorreiterrolle in Sachen Tierschutz ein und entschied zugunsten der Tiere, tierführenden Betrieben auf ihrem Volksfest keine Genehmigung mehr zu erteilen. Das Verbot hatten die Dachauer Stadt- und Landräte für 2016 beschlossen, um die Tiere endlich vor Lärm, Stress und psychischen wie physischen Leiden zu schützen. Als Reaktion wurde Ende vergangenen Jahres auch im Münchner Stadtrat ein Antrag auf Verbot von Ponykarussells auf dem Oktoberfest und der Auer Dult gestellt, der bis zum morgigen Mittwoch fristgerecht behandelt hätte werden müssen, es bis dato jedoch noch nicht wurde. Die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED appelliert daher heute per Brief an den kompletten Münchner Stadtrat sowie alle zuständigen Referate, baldmöglichst ein zeitnahes Verbot auszusprechen, um die Ponys vor weiterer Tortur zu bewahren.

Für Pferde sind Ponykarussells kein Ponyhof, das steht fest. Über Stunden müssen sie bei glühender Hitze im Sommer oder bei Minusgraden auf Weihnachtsmarkten im Winter Tag für Tag oft ohne Zugang zu Wasser und Futter sowie ohne Rast ihre Runden in einem bunt bemalten Rondell drehen. Während aufgeregte Kinder auf ihren Rücken umherschwenken, haben die Ponys keinen Spaß an dem Lärm und dem stupiden Kreislaufen. Sowohl physische Belastungen wie Haltungs-, Muskel-, Gelenk- und Wirbelschäden als auch psychische Probleme wie Traumata und Stress werden durch das ständige monotone Im-Kreis-Laufen ausgelöst. Letztere führen nicht selten zu Herzrasen und Panik, Symptome, die durch den hohen Lärmpegel auf dem Volksfest verstärkt werden. Nicht verwunderlich, denn: Pferde sind Fluchttiere. Grundlegende Vorschriften wie halbstündige Richtungswechsel und Pausen würden – regelmäßig durch Zeugen beobachtet und dokumentiert – weitgehend ignoriert. Erst vergangenen Oktober habe ANIMALS UNITED Anzeige beim zuständigen Veterinäramt gestellt, denn sie hatten beim Ponykarussell auf dem Oktoberfest gleich mehrere Tierschutzverstöße dokumentiert. Die Monate zuvor hatten die Tierschützer durch intensive Kampagnenarbeit und Proteste mitbewirkt, dass die Nachbarstadt Dachau ein komplettes Verbot tierführender Schaustellerbetriebe auf ihrem Volksfest ausrief. Dies nahm sich die Münchner SPD zum Vorbild und stellte prompt einen Antrag im Stadtrat. Die CSU reagierte und brachte kurz darauf einen eigenen Antrag ein, der eine „kritische Untersuchung“ in Bezug auf die Auswirkungen für die Tiere aber vor allem auf die Reitbahnbetreiber fordert. Termingerecht zum Ablauf der Frist des ersten Antrags meldet sich nun die Tierschutzorganisation ANIMALS UNITED und fordert den Münchner Stadtrat sowie alle beteiligten Referate auf, als Vorbild voranzugehen und sich für ein Verbot von Ponykarussells auf der Wiesn und den Dulten auszusprechen. Denn ein generelles Verbot sei nicht nur der einzige und zeit- und kostengünstigste Weg, echten Tierschutz zu garantieren, sondern eine derartige Entscheidung sei eine mit Herz und Verstand. Würden tierführende Schaustellerbetriebe in einer Großstadt wie München auf dem weltweit größten und bekanntesten Volksfest verboten, hätte München eine Vorbildfunktion für die ganze Welt, so die Aktivisten.

In ihrem Brief greifen die Tierschützer auch die im CSU-Antrag aufgeworfenen Fragestellungen auf und setzen ihnen mit Fachwissen gespickte Argumente entgegen. So sei beispielweise das meistvorgebrachte Argument gegen ein Verbot, dieses würde die Betreiber der Ponykarussells in Existenznöte versetzen, nicht haltbar, denn so gut wie alle Betreiber von Ponyreitbahnen hätten nachweislich weitere Fahrgeschäfte und Buden. Somit sei „eine finanzielle Notlage durch ein Verbot des Ponyreitens auszuschließen“. Die Sorge, die Tiere könnten nach einem Verbot dem Schlachter zum Opfer fallen, widerlegen die Aktivisten von ANIMALS UNITED ebenso. Die Rechnung „entweder Tortur im Ponykarussell oder Tod“ ist für sie „eine fiktive, die voreilig Schlüsse zieht und daher als polemisch einzustufen gilt“. Besonders erstaunlich sei, dass gerade die CSU mit einer derartigen Sorge Verunsicherung stiften ginge, da ja gerade diese sonst keinerlei Probleme mit der Verwertung von Tieren zu Nahrungszecken habe. Sollte wirklich Not am Mann sein, würden die Aktivisten selbst sich anbieten, dafür Sorge zu tragen, dass alle Ponys einen Platz finden und „endlich einen schönen Lebensabend frei von Tortur und Malträtierung verbringen können“. Auch die Begründung, das Ponyreiten auf der Wiesn und der Auer Dult habe „Tradition“ und bereits Generationen von Kindern seien schon auf den Ponys der alteingesessenen Schaustellerbetriebe geritten, rechtfertigt für die Tierschützer „in keiner Weise das offensichtliche Leid, dem Ponys auf Volksfesten ausgesetzt sind.“ Für sie geht es den Ponykarussellbetreibern ausschließlich um Profit und der habe mit Tradition nicht viel gemein. „Abgesehen davon, dass es keine ‚Tradition‘ ist, auf Ponys im Kreis zu reiten, rechtfertigt Tradition niemals Unrecht. Ponys als lebendige Attraktionen zu benutzen, ist schlichtweg Tierquälerei und absolut unnötig. Jegliche gern vorgebrachte Annäherung von Mensch und Tier ist eine, bei der insbesondere Kindern ein falsches Bild von Tieren vermittelt wird: Statt eines liebe- und respektvollen Umgangs lernen sie bei derartigen Betrieben ausschließlich, dass Tiere nicht mehr sind als Maschinen, die durchgehend funktionieren müssen“, so Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED. Für ihn und seine Mitstreiter steht fest: „Sinnfreie und schädigende Traditionen haben in einer modernen Gesellschaft kein Daseinsrecht und wurden im Laufe der Menschheitsgeschichte nach und nach abgeschafft. Tradition ist kein Muss, sondern eine Abwägungssache. Beim Ponyreiten überwiegt der den Tieren zugefügte Schaden ganz klar den vermeintlichen Spaß der Volksfestbesucher und den Profit der Karussellbetreiber“.

Mit ihren Ansichten scheinen die Tierschützer nicht allein zu sein. Wie im September eine brandaktuelle Umfrage der GfK – des größten deutschen Marktforschungsinstituts – ergab, beurteilen knapp 65 % – also zwei Drittel der Bevölkerung – Ponykarussells auf Kirmesfesten und Weihnachtsmärkten als „nicht tiergerecht“. Fast 60 % der Befragten sprachen sich gar für ein Verbot aus. Eine Meinung, die auch von tierärztlicher Seite getragen wird. Ohnehin gebe es gerade auf dem Oktoberfest genügend Schaustellerbetriebe und Attraktionen, die Besucher jeden Alters begeistern – von zahlreichen verschiedenen Achterbahnen und Kinderkarussells bis hin zu Irrgärten, Geisterbahnen und dem Riesenrad – alles Attraktionen, die ohne den Einsatz von Tieren auskämen und für gute Unterhaltung sorgten, so die Tierschützer von ANIMALS UNITED. Und darum gehe es ja, gut unterhalten zu werden und gemeinsam Zeit mit seinen Lieben zu verbringen. „Traurige Augen gebrochener Ponys stehen dem nur im Weg“, so Gebhart. „Wir bitten den Münchner Stadtrat um ein zeitnahes Verbot sowie alle Großeltern und Eltern darum, auf ihr Herz zu hören und Ponykarussells zu meiden. Eine Stadt, die sich ‚Weltstadt mit Herz‘ tituliert, soll und darf dieses auch zeigen!“.

Nach mehreren Spendenaufrufen des momentan in Straubing gastierenden Classic Circus Berlin suchte die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED das Gespräch mit dem Zirkusdirektor. Ein Angebot, den Zirkus bei der Umstellung auf einen tierfreien  – denn die Tiere bedeuten den größten Kostenfaktor – Zirkus zu unterstützen, wurde dankend abgelehnt. Sobald der Zirkus wieder auf Tournee gehe, sei das Kassenproblem gelöst. Nach dieser und weiteren Eigenaussagen des Zirkusses scheint die tatsächliche Not des Zirkusses fragwürdig.

Aktivisten der bundesweit tätigen Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED besuchten am heutigen Tag in Zusammenarbeit mit Tierschützern der Gruppe „Stilles Mäuschen“ die Zirkusfamilie Lauenburger des Classic Circus Berlin, welcher nach den Anschlägen und der momentanen Lage in Frankreich von ihren Auftritten in Frankreich absah und stattdessen weiterhin auf einem Privatplatz in Straubing gastierte. Eine Fehlkalkulation seitens des Zirkusses wie sich herausstellte, denn die Zuschauer blieben aus. Das Geld blieb aus und der Zirkus stand vor leeren Kassen, mitsamt den mitgeführten Tieren. Laut eigener Aussage des Zirkusses wurden ihnen außerdem die angefragten Winterstellplätze in Stallungen wieder entzogen. Über die lokalen Medien rief der Zirkus für Spenden auf, um die leere Kasse zu überbrücken.

Im Gespräch mit Michael Lauenburger, dem Zirkusdirektor, wurde das Angebot der Hilfe und Unterbringung der Tiere auf verschiedenen Lebenshöfen dankend abgelehnt. Sie hätten bereits in Salzburg das Angebot bekommen, da die Tiere einer der größten Kostenfaktoren eines jeden Zirkusses sind. Es wurde versichert, dass wieder ein finanzielles Polster vorhanden sei, sobald der Zirkus wieder auf Tournee gehen würde, was vermutlich erst im März der Fall sein wird. Außerdem würden weitere Mittel aus ihrem Quartier in Delitzsch (Sachsen) angeliefert werden. Auf Nachfrage, warum der Zirkus unter diesen Voraussetzungen nicht nach Delitzsch weitergezogen sei, wurde angeführt, dass sie ihre Tour im Frühjahr sowieso in der Straubing beginnen würden.

Classic Circus Berlin unterhält nicht nur die Tiere, welche sie auf ihrer Tour mitführen. Desweiteren wurden weitere Tiere in ihrem Quartier in Delitzsch bestätigt, darunter unter anderem Giraffen, ein Nashorn, ein Elefant und ein Nilpferd. Insgesamt gehören dem Zirkus 70 Tiere an, welche momentan teils in Straubing und in Delitzsch untergebracht sind.

Selbst Zirkusse sind Wirtschaftsbetriebe, welche ausreichend kalkulieren müssen und die Folgen auch selber tragen sollten. Die Firma Classic Circus Berlin unter der Leitung der Familie Lauenburger sind nach eigenen Angaben nicht insolvent und sehen auch keine Veranlassung etwas an ihrem Konzept zu ändern. Die hier stattfindende Misswirtschaft wird auf Kosten der Tiere ausgetragen, welche scheinbar nur durch Sachspenden der Bevölkerung teilweise abgewendet wurde. Einsicht eines Fehlers der Verantwortlichen konnten unsere Aktivisten nicht feststellen und auch eine Bereitschaft durch Abgabe oder Verkauf der Tiere an Lebenshöfe, um ihren größten wirtschaftlichen Risikofaktor zu minimieren, war nicht festzustellen. „Durch die Aussagen, die wir erhalten haben, fragen wir uns, wie sich die Familie Lauenburger insgesamt 70 Tiere momentan überhaupt finanziell halten könne, da sie nach eigenen Angaben weder Vermögen noch Eigentum besitzen“, so Andreas Schropp von der ANIMALS UNITED Aktionsgruppe Niederbayern.

Für die Tierschützer von ANIMALS UNITED steht fest: Tiere sind Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen, denen in Zirkussen niemals auch nur annähernd nachgekommen werden kann – ganz unabhängig von der finanziellen Lage. Sie sind keine Lachnummern, sondern lassen sich am besten in freier Wildbahn in ihrem natürlichen Verhalten und Lebensraum begutachten. Gitter, Peitsche und Beton verzerren dieses Bild. “Wir fordern alle auf, nur tierfreie Zirkusse zu besuchen. Denn Tiere haben keinen Spaß im Zirkus. Sie führen die von ihnen geforderten und oftmals gesundheitsschädlichen Kunststücke keineswegs freiwillig auf. Peitschen, Ketten und Elefantenhaken sind keine Dekoelemente im Zirkus! Zirkus ja, aber ohne Tiere!”, so die Aktivisten von ANIMALS UNITED, die immer wieder deutschlandweit für einen tierfreien Zirkus protestieren und auch ihre Unterstützung bei der Umstellung auf einen tierfreien Zirkusbetrieb anbieten.

Der Ex-Fußballprofi, ehemalige Kult-Trainer und derzeitige Fußball-Experte für die ZDF-Sportreportage Holger „Stani“ Stanislawski ist das neue Gesicht der Anti-Pelz-Kampagne der Tierschutzorganisation ANIMALS UNITED e.V. Denn das Geschäft mit den Pelzbesätzen boomt und die Pelzindustrie macht nach wie vor einen Milliardenumsatz mit dem blutigen Mord(s)geschäft. Bommel, Kragen, Verzierungen – für nur wenige Euro ist Echtpelz sogar in Ramschläden zu finden, ohne dass Echtpelz auf dem Etikett stehen muss. Unter dem neuen Kampagnen-Slogan „Es geht um IHREN Kragen!“ gilt die Aufmerksamkeit den Tieren, die für jedes kleinste bisschen Pelz ihr Leben lassen müssen.  Das Ziel: Die Konsumenten sollen wachgerüttelt werden und sich fragen, ob sie – vielleicht sogar ohne es zu wissen – selbst echten Pelz tragen.

Das 21. Jahrhundert hat längst begonnen, doch noch immer sterben jährlich Millionen Tiere für Pelzbesätze. An Kapuzen von Jacken, als Bommel an Schals und Mützen, und als kleine Pelzbesätze an Schuhen und Taschen – Pelz kommt in allen Formen und Farben. Mittlerweile ist die Produktion der Echtpelzprodukte in asiatischen Ländern so günstig, dass Kunstpelz auf dem europäischen Markt häufig teurer ist als echtes Fell. Erschlagen, erstickt, vergast, lebendig gehäutet – das sind gängige, billige Methoden der Echtpelzproduzenten, denen Millionen von Füchsen, Waschbären, Kaninchen, aber auch Hunden und Katzen zum Opfer fallen. Da in Deutschland keine Echtpelzkennzeich-nungspflicht besteht, müssen Echtpelzprodukte nicht als solche ausgewiesen werden. Selbst kritische Verbraucher können deshalb nicht anhand des Preises feststellen, ob es sich um getötete Tiere handelt oder um einen Kunstpelz.

Um in diesem Bereich Klarheit zu schaffen, rief die Tierschutzorganisation ANIMALS UNITED bereits im Jahr 2011 ihre Anti-Pelz-Kampagne ins Leben. Unterstützt wird sie dabei seit jeher von Musiklegende Peter Maffay, der sich unter dem Slogan „Wer Pelz trägt, trägt den Tod“ nicht nur für Kampagnenmotive sondern sogar für einen Kinospot zur Verfügung stellte. Mit vier neuen Motiven wird nun auch in der Herbst-/Wintersaison 2015/2016 über Echtpelz aufgeklärt. Neben Holger Stanislawski sind auch die ARD-„Sturm der Liebe“-Protagonistin Isabella Hübner sowie der aus der RTL II Soap „Köln 50667“ bekannte TV-Star Ingo Kantorek und das internationale Tattoo-Models Sandy P. Peng mit von der Partie. Der neue und doppeldeutige Kampagnenslogan „Es geht um IHREN Kragen!“ macht deutlich, dass Pelz nicht auf Bäumen wächst. Im Gegenteil: Dieses vermeintlich unschuldige, flauschig weiche Produkt hat einst einem Tier gehört, in dessen Körper ein Herz schlug.

Der ehemalige FC St. Pauli-Spieler, Cheftrainer und Vizepräsident Holger Stanislawski, der in seiner Karriere auch den TSG 1899 Hoffenheim sowie den 1. FC Köln trainierte und nun ein großes Einkaufscenter als Geschäftsführer leitet, gibt einer solchen Kampagne wie der Anti-Pelz Kampagne von ANIMALS UNITED gerne sein Gesicht, denn Pelz ist für ihn ein absolutes Foulspiel. „Ich bin schockiert, wie uninformiert die Masse durchs Leben schreitet und blind irgendwelchen Trends folgt. Den Tieren, darunter auch Katzen und Hunde, wird bei vollem Bewusstsein das Fell vom Leib gezogen und ihre blutigen Körper auf einem Haufen zusammengeworfen, wo sie grausam unter qualvollsten Schmerzen verenden. Was soll daran auch nur annähernd ‚cool‘ sein?“. Der Kult-Coach hat kein Verständnis für Menschen, die sich mit Pelz kleiden. Dass dies gerade auch bei Jungs so im Trend liegt, findet er sogar „peinlich“. Für ihn ist klar: „Männer, die einen Pelz wollen, sollen ihn als Bart im Gesicht tragen und nicht als totes Tier um den Hals“. Und Frauen gefielen ihm eh besser ohne – „ohne Bart und ohne Pelz“, so der charismatische gebürtige Hamburger mit einem Augenzwinkern. Seit seiner Kindheit sei er in Tiere vernarrt und wolle er schon immer etwas für sie tun. Und wenn er etwas angehe, dann nur aus Überzeugung. Er appelliert daher gemeinsam mit der Tierschutzorganisation ANIMALS UNITED an jeden, Herz zu zeigen und Pelz zu meiden. Sein Kampagnenslogan kommt selbstverständlich betont sportlich: „Zeigt Pelz die rote Karte!“. Für das Katzengesicht hat sich „Stani“ entschieden, um explizit darauf hinzuweisen, dass man auch mit Kunstpelz leider oft nicht auf der sicheren Seite ist. Denn jährlich werden Millionen Hunde und Katzen in China für die grausame Pelzindustrie ermordet, deren Felle als „Kunstpelz“ getarnt in den europäischen und somit auch deutschen Handel gelangen. Erst kürzlich schockten Berichte über Souvenirverkäufer, die Mützen aus Hundefellen am Berliner Alexanderplatz anboten.

Auf der eigenen Kampagnenseite www.gelabelt.de kann man sich tiefergehend informieren und herausfinden, ob man echten Pelz trägt und wie man diesen identifiziert. Dort findet sich neben den neuen Motiven auch der eigens produzierte Kinospot mit Peter Maffay, der bereits seit Jahren in verschiedenen deutschen Kinos Menschen über die brutale Wahrheit hinter dem Geschäft mit Pelz aufklärt.

Am gestrigen Dienstagabend wurde in der öffentlichen Stadtratssitzung der Stadt Dachau ein Präzedenzfall geschaffen. So wurde ein Bürgerantrag zur künftigen Fortsetzung des Ponyreitens auf dem stadteigenen Volksfest abgelehnt. Mit einer knappen Mehrheit der Stimmberechtigten sprach sich Dachau gegen Tierquälerei und für das Tierwohl aus. Die Bemühungen, das bereits im August vom Stadtratsausschuss beschlossene Verbot zu kippen, scheiterten damit in letzter Instanz. Ein historischer Moment und ein großer Erfolg für den Tierschutz. Euphorisch wird Dachau von Tierfreunden deutschlandweit als einer der Wegbereiter und als Vorbild für weitere Gemeinden gefeiert.

Aktive der Tierschutzorganisation ANIMALS UNITED, darunter etliche Dachauer Bürger, fanden sich gestern direkt in der öffentlichen Stadtratssitzung ein, um den anwesenden Stadträten mit positiv formulierten Demoschildern Mut zuzusprechen, sich mit Weitblick, Verstand und Herz für die Weiterführung des Verbotes tierführender Schauspielerbetriebe auf dem Dachauer Volksfest zu entscheiden. Bereits im Vorfeld hatten sie gemeinsam mit hunderten Tierfreunden aus Dachau und ganz Deutschland die Stadträte mit persönlichen Briefen und Mails mehrfach aufgefordert, sich für ein modernes Dachau ohne Tierleid auszusprechen. Anfang August hatten sie gar mit einem „Danke-Protest“ vor dem Volksfest gestanden. Allein die Anwesenheit der Aktivisten sorgte bereits für Aufmerksamkeit, Anspannung lag in der Luft. Drei der Stadträte hatten die künftige Fortsetzung des von der Schaustellerfamilie Kaiser betriebenen Ponykarussells in einem Bürgerantrag beantragt. Die Chancen, dass das Verbot, das erst im August im Stadtratsausschuss beschlossen und deutschlandweit gefeiert worden war, wieder gekippt wird, schienen hoch. Umso größer die Überraschung als der finale Beschluss unangefochten im Raum stand: Mit 20 zu 18 von 38 Stimmen wurde der Antrag auf künftige Fortsetzung des Ponyreitens auf dem Dachauer Volksfest abgelehnt. Ein hart erkämpfter Erfolg, der den anwesenden Tierfreunden neben einem breiten Lächeln auch Freudentränen in die Augen trieb. Eine Entscheidung, die dem Willen der Dachauer Bevölkerung folgt sowie den Wünschen der deutschen Bürger entspricht. Für die Tierschützer ein Präzedenzfall, der hoffentlich viele andere Kommunen und Städte inspiriert.

Der Karussellbetreiber sowie einige Befürworter hatten in den vergangenen Monaten vehement versucht, das Verbot zu kippen. Durch die Verbreitung falscher Informationen und Tatsachen seien Menschen manipuliert worden, um deren Stimmen zu erhalten, so die Aktiven von ANIMALS UNITED. Hierzu seien bereits auf dem Volksfest Unterschriftenlisten ausgelegt und ausgehändigt worden, die entgegen rechtlicher Auflagen kein Impressum trugen und für deren Verteilung anscheinend keine Anmeldung vorlag. Der Betreiber der Reitbahn habe sich hierzu in zahlreichen Zeitungsartikeln bekannt. Einige einzelne Politiker hätten sich ködern lassen, was letztlich in einem Bürgerantrag resultierte, der alleine in seiner Formulierung bereits höchst fraglich schien. Denn er forderte die abermalige Erlaubnis des Ponykarussells der Schaustellerfamilie Kaiser – also eine undemokratische Forderung explizit für ein einzelnes Unternehmen. Für die Tierschützer ein weiterer eindrücklicher Beweis für „puren Lobbyismus“. Auch im Stadtrat selbst wurde der Wortlaut kritisiert und sich für eine generelle Formulierung ausgesprochen. Über Monate hatte sich der Stadtrat immer wieder mit dem Thema Ponykarussell auf dem stadteigenen Volksfest beschäftigt, nun wurden in der gestrigen Sitzung die finalen Statements abermals durch Redebeiträge vorgebracht. Bei ihrer Entscheidung wendeten die Politiker sich auch den Fakten des Tierleids zu. Die Verbotsbefürworter führten unter anderem die Qualen der Ponys auf Volksfesten an. Denn zu vielen müssten die armen Tiere tagelang teils bei glühender Hitze, oft ohne Wasser, Futter und Rast ihre Runden in einem bunt bemalten Rondell drehen, zur Belustigung von Kindern. Die Ponys hingegen hätten keinen Spaß an dem Lärm und dabei stupide stundenlang im Kreis zu laufen. Sie trügen meist schwere gesundheitliche Schäden davon. Der Betreiber Kaiser hatte sich bereits im Sommer letzten Jahres öffentlich fragwürdig zu Wort gemeldet und sein erschreckendes Tierverständnis kundgetan: „So ein Gaul ist dazu da, um richtig zu arbeiten – wie ein Unimog.“ (Donaukurier vom 17. Juni 2014). Auch in der gestrigen Stadtratssitzung wollte er sich erregt zu Wort melden und unterbrach Oberbürgermeister Hartmann, woraufhin dieser ihn um Ruhe bat. Nach dem Beschluss verließ er noch vor Ende der Sitzung das Rathaus.

„Wir möchten uns im Namen aller Tierfreunde abermals bedanken, dass sich die Stadträtinnen und -räte für ein Volksfest aussprechen, das ein Fest für alle Beteiligten ist und nicht eine Tortur für einige der Anwesenden – die unfreiwillig teilnehmenden Tiere. Es wurde eine Entscheidung mit Weitblick, Herz und Verstand getroffen“, bedankt sich Vorstandsmitglied Julia Huber von ANIMALS UNITED. „Der Stadtrat hat für die Tiere und gegen Tierquälerei gestimmt. Eine Entscheidung, die einer modernen Stadt gerecht wird“. Sie sei auch eine Entscheidung, die dem Willen der Deutschen Bevölkerung folge, denn erst im September wurden die Ergebnisse einer brandaktuellen Umfrage der GfK – des größten deutschen Marktforschungs-instituts – veröffentlicht, wonach sich die Mehrheit der Deutschen gegen Ponykarussells ausspricht. Demnach beurteilten knapp 65 % – also zwei Drittel der Bevölkerung – Ponykarussells auf Kirmesfesten und Weihnachtsmärkten als „nicht tiergerecht“. Fast 60 % der Befragten sprachen sich gar für ein Verbot aus. Eine Meinung, die auch von tierärztlicher Seite getragen wird. Für die Tierschützer steht fest, dass das Dachauer Volksfest genug zu bieten hat, das Groß und Klein mit Freude erfüllt. Und auch die Schaustellerfamilie Kaiser habe entgegen der Schilderungen im Bürgerantrag neben dem Ponykarussell etliche weitere Fahrgeschäfte und Buden und werde daher keineswegs in finanzielle Nöte geraten. Auch die anderen Argumente widerlegen die Tierfreunde spielend und gerne. Tierquälerei vorzubeugen habe mit einer vermeintlichen ‚Verbotskultur‘ nichts zu tun, sondern sei unserer menschlichen Empathiefähigkeit zuzuschreiben. Gerade Kinder lernten bei derartigen Betrieben ausschließlich, dass Tiere nicht mehr sind als Maschinen, die durchgehend funktionieren müssen. Ein „liebe- und respektvoller Umgang mit Tieren“ würde Kindern und Jugendlichen auf diese Weise keineswegs beigebracht und auch eine „tiefe Beziehung zu Pferden“, wie im Bürgerantrag angeführt, könne nicht innerhalb von wenigen Runden stupidem Kreislaufen aufgebaut werden. An stichhaltigen Argumenten für die Weiterführung des Ponykarussells auf dem Dachauer Volksfest fehlte es auch der Mehrheit der Stadträte.

Die Nachricht, dass der Versuch, das Verbot zu kippen, in letzter Instanz gescheitert ist und das Dachauer Volksfest nun wirklich ab dem Jahr 2016 ohne Tierbetriebe stattfinden wird, begeistert nicht nur Dachaus Tierfreunde – bundesweit wurde Bewunderung für diesen mutigen Schritt der Dachauer Politiker kundgetan. Dank der Entscheidung des Stadtrates wird den Pferden das stundenlange Kreislaufen bei jeglichen Wetterverhältnissen, der Lärm, der Stress und ein tristes Dasein – zumindest auf dem Dachauer Volksfest – künftig erspart bleiben. „Immer mehr Menschen erkennen zum Glück das Leid der Tiere“, so Viktor Gebhart von der Tierschutzorganisation ANIMALS UNITED. „Abgesehen davon, dass es keine Tradition ist, auf Ponys im Kreis zu reiten, rechtfertigt Tradition niemals Unrecht. Ponys als lebendige Attraktionen zu benutzen ist schlichtweg Tierquälerei und absolut unnötig. Schön, dass Dachau nicht nur den ersten Schritt getan sondern ihn konsequent und authentisch zu Ende geschritten hat und damit Tierschutzgeschichte schreibt. Wir freuen uns sehr, dass wir dabei helfen konnten und unsere gestrige Spontanaktion sowie unser Einsatz zuvor laut einiger Stadträte vermutlich das Zünglein an der Waage waren.“ Ohnehin gebe es genügend spaßige Attraktionen auf Volksfesten, die ohne den Einsatz von Tieren auskämen und für gute Unterhaltung sorgten. Und darum gehe es ja, gut unterhalten zu werden und gemeinsam Zeit mit seinen Lieben zu verbringen. „Traurige Augen gebrochener Ponys stehen dem nur im Weg“, so Gebhart. „Wir bieten dem Ponykarussellbetreiber Kaiser daher an, Plätze auf einem Gnadenhof ausfindig zu machen, damit diese ihr restliches Leben endlich genießen können und bitten alle Großeltern und Eltern auf ihr Herz zu hören und Ponykarussells zu meiden.“

Der TV-Star Isabella Hübner alias „Beatrice Hofer“ der Telenovela „Sturm der Liebe“ auf ARD ist das neue Gesicht der Anti-Pelz-Kampagne der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED e.V. Denn das Geschäft mit den Pelzbesätzen boomt und die Pelzindustrie macht nach wie vor einen Milliardenumsatz mit dem blutigen Mord(s)geschäft. Bommel, Krägen, Verzierungen – für nur wenige Euro ist Echtpelz sogar in Ramschläden zu finden, ohne dass Echtpelz auf dem Etikett stehen muss. Unter dem neuen Kampagnen-Slogan „Es geht um IHREN Kragen!“ gilt die Aufmerksamkeit den Tieren, die für jedes kleinste bisschen Pelz ihr Leben lassen müssen.  Das Ziel: Die Konsumenten sollen wachgerüttelt werden und sich fragen, ob sie – vielleicht sogar ohne es zu wissen – selbst echten Pelz tragen.

Das 21. Jahrhundert hat längst begonnen, doch noch immer sterben jährlich Millionen Tiere für Pelzbesätze. An Kapuzen von Jacken, als Bommel an Schals und Mützen, und als kleine Pelzbesätze an Schuhen und Taschen – Pelz kommt in allen Formen und Farben. Mittlerweile ist die Produktion der Echtpelzprodukte in asiatischen Ländern so günstig, dass Kunstpelz auf dem europäischen Markt häufig teurer ist als echtes Fell. Erschlagen, erstickt, vergast, lebendig gehäutet – das sind gängige, billige Methoden der Echtpelzproduzenten, denen Millionen von Füchsen, Waschbären, Kaninchen, aber auch Hunden und Katzen zum Opfer fallen. Da in Deutschland keine Echtpelzkennzeich-nungspflicht besteht, müssen Echtpelzprodukte nicht als solche ausgewiesen werden. Selbst kritische Verbraucher können deshalb nicht anhand des Preises feststellen, ob es sich um getötete Tiere handelt oder um einen Kunstpelz.

Um in diesem Bereich Klarheit zu schaffen, rief die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED bereits im Jahr 2011 ihre Anti-Pelz-Kampagne ins Leben. Unterstützt wird sie dabei seit jeher von Musiklegende Peter Maffay, der sich unter dem Slogan „Wer Pelz trägt, trägt den Tod“ nicht nur für Kampagnenmotive sondern sogar für einen Kinospot zur Verfügung stellte. Mit drei neuen Motiven wird nun auch in der Herbst-/Wintersaison 2015/2016 über Echtpelz aufgeklärt. Neben Isabella Hübner sind auch der aus der RTL II Soap „Köln 50667“ bekannte TV-Star Ingo Kantorek sowie das internationale Tattoo-Models Sandy P. Peng mit von der Partie. Der neue und doppeldeutige Kampagnenslogan „Es geht um IHREN Kragen!“ macht deutlich, dass Pelz nicht auf Bäumen wächst. Im Gegenteil: Dieses vermeintlich unschuldige, flauschig weiche Produkt hat einst einem Tier gehört, in dessen Körper ein Herz schlug.

Die strahlende „Sturm der Liebe“-Protagonistin Isabella Hübner, welche sich bereits zusammen mit dem Tierschutzverein München für ein Verbandsklagerecht im Tierschutz engagiert, setzt nun ein klares Statement gegen Pelz. Bekannt wurde sie als „Dr. Lisa Busch“ in der Fernsehserie Marienhof. Seitdem spielte sie in mehreren Krimi- und Familienserien und Fernsehdramen, darunter auch in der BR-Serie „Dahoam is Dahoam“. Seit Juni 2015 ist sie in der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ in der Rolle der „Beatrice Hofer“ zu sehen, eine der Hauptrollen der Sendung. „Sturm der Liebe“ ist der deutsche Soap-Exportschlager und wird in etlichen Ländern weltweit mit Untertitel oder synchronisiert ausgestrahlt – darunter nicht nur allerlei europäische Länder sondern sogar Kanada. Die Sendung erzielt Einnahmen im mehrstelligen Millionenbereich und zählt zu den erfolgreichsten Soaps auf dem europäischen Fernsehmarkt. Sie stellt ferner gar die einzige Serie unter den Top 10, die nicht aus den Vereinigten Staaten kommt. Insbesondere bei den kuschelig-weichen Fellen der Kaninchen blutet Hübner das Herz, wenn sie diese als Modeaccessoire an Krägen oder Mützen findet. Ihre klares Kampagnen-Statement daher: „Kein Blut für Eitelkeiten!“. Und Hübner weiß ihre Aussage zu unterstreichen. So trägt sich nicht nur selbst keinen Pelz, sondern ermahnt auch jeden anderen dazu, weiß ihr Mann, der Regisseur Alexander Wiedl, zu berichten. Mit ihm und ihren beiden Hunden Tyson und Sam lebt Hübner in München. „Nicht mal bei vermeintlichem Kunstpelz ist man auf der sicheren Seite, denn jedes Jahr gelangen Hunde- und Katzenfelle als Kunstpelz deklariert in den Handel, als Besatz an Parkas, Stiefeln oder Mützen. Dem grausamen Treiben der Pelzindustrie können wir nur Einhalt gebieten, wenn jeder von uns seine Macht als Konsument nutzt und keinen Pelz mehr kauft. Denn den Tieren wird bei vollem Bewusstsein das Fell vom Körper gezogen. Und für was? Für unsere Eitelkeiten? Wer das mit sich vereinbaren kann, der muss herzlos sein“, so Hübner. Sie appelliert daher gemeinsam mit der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED an jeden, Herz zu zeigen und Pelz zu meiden.

Auf der eigenen Kampagnenseite www.gelabelt.de kann man sich tiefergehend informieren und herausfinden, ob man echten Pelz trägt und wie man diesen identifiziert. Dort findet sich neben den neuen Motiven auch der eigens produzierte Kinospot mit Peter Maffay, der bereits seit Jahren in verschiedenen deutschen Kinos Menschen über die grausame Wahrheit hinter dem Geschäft mit Pelz aufklärt.

Das internationale Tattoo-Model Sandy P. Peng und der TV-Star Ingo Kantorek alias Alexander Kowalski der Reality-Soap „Köln 50667“ auf RTL II sind die neuen Gesichter der Anti-Pelz-Kampagne der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED e.V. Denn das Geschäft mit den Pelzbesätzen boomt und die Pelzindustrie macht nach wie vor einen Milliardenumsatz mit dem blutigen Mord(s)geschäft. Bommel, Krägen, Verzierungen – für nur wenige Euro ist Echtpelz sogar in Ramschläden zu finden, ohne dass Echtpelz auf dem Etikett stehen muss. Unter dem neuen Kampagnen-Slogan „Es geht um IHREN Kragen!“ gilt die Aufmerksamkeit den Tieren, die für jedes kleinste bisschen Pelz ihr Leben lassen müssen.  Das Ziel: Die Konsumenten sollen wachgerüttelt werden und sich fragen, ob sie – vielleicht sogar ohne es zu wissen – selbst echten Pelz tragen.

Das 21. Jahrhundert hat längst begonnen, doch noch immer sterben jährlich Millionen Tiere für Pelzbesätze. An Kapuzen von Jacken, als Bommel an Schals und Mützen und als kleine Pelzbesätze an Schuhen und Taschen – Pelz kommt in allen Formen und Farben. Mittlerweile ist die Produktion der Echtpelzprodukte in asiatischen Ländern so günstig, dass Kunstpelz auf dem europäischen Markt häufig teurer ist als echtes Fell. Erschlagen, erstickt, vergast, lebendig gehäutet – billige Methoden der Echtpelzproduzenten, denen Millionen von Füchsen, Waschbären, aber auch Hunden und Katzen zum Opfer fallen. Da in Deutschland keine Echtpelzkennzeichnungspflicht besteht, müssen Echtpelzprodukte nicht als solche ausgewiesen werden. Selbst kritische Verbraucher können deshalb nicht anhand des Preises feststellen, ob es sich um getötete Tiere handelt oder um einen Kunstpelz.

Um in diesem Bereich Klarheit zu schaffen, rief die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED bereits im Jahr 2011 ihre Anti-Pelz-Kampagne ins Leben. Unterstützt wird sie dabei seit jeher von Musiklegende Peter Maffay, der sich unter dem Slogan „Wer Pelz trägt, trägt den Tod“ nicht nur für Kampagnenmotive sondern sogar für einen Kinospot zur Verfügung stellte. Mit den zwei neuen Motiven des internationalen Tattoo-Models Sandy P. Peng und des TV-Stars Ingo Kantorek wird nun auch in der Herbst-/Wintersaison 2015/2016 über Echtpelze aufgeklärt. Der neue und doppeldeutige Kampagnenslogan „Es geht um IHREN Kragen!“ macht deutlich, dass Pelz nicht auf Bäumen wächst. Im Gegenteil: Dieses vermeintlich unschuldige, flauschig weiche Produkt hat einst einem Tier gehört, in dessen Körper ein Herz schlug.

Der charismatische „Köln 50667“-Star Ingo Kantorek, der alleine bei Facebook fast eine halbe Millionen Fans hat und viel seiner Zeit in allerlei wohltätige Projekte investiert, fordert gerade die Jugend auf, sich klar zu werden, dass jedes Stück Fell einen grausamen Tod bedeutet hat. Sein Kampagnen-Statement: „Seid keine Werbetafeln für Mord!“. Für ihn ist echter Pelz ein absolutes No-Go. Immer wieder weisen er und seine Frau pelztragende Fans zurück, die ein Selfie mit ihnen wollen. Das internationale Tattoo-Model Sandy P. Peng sieht das genauso. Kaum eine Tattoo-Convention oder ein Szene-Magazin, das die attraktive Österreicherin nicht ziert. Für Tiere und ihre Rechte kämpft sie weltweit, ob gegen das Robbenschlachten in Kanada, das Delfin- und Walmassaker auf den Färöer Inseln, gegen die illegalen Hundetötungen in Rumänien, für eine tierleidfreie Ernährung, gegen Tierversuche und Pelz oder für ihr lokales Tierheim – ihre Tierliebe ist grenzenlos. Mit ihrem Statement „Ignoranz kostet Kopf und Kragen!“ appelliert Sandy P. Peng an alle Pelzträger. „Man muss keine Tiere töten, um modisch gekleidet zu sein. Jeder einzelne Verbraucher hat es in der Hand, Pelz die kalte Schulter zu zeigen und auf moderne, zeitgemäße Mode ohne Tiermord umzusteigen. Denn jeder Pelz, der gekauft oder getragen wird, trägt zum Erhalt dieser Tierquälerei bei“. Das sieht auch Ingo so und erklärt: „Waschbären, Füchsen, Marderhunden und anderen sogenannten „Pelz“-Tieren wird bei vollem Bewusstsein das Fell vom Körper gezogen, nur um es als vermeintlichen Schmuck an Kleidungsstücke zu nähen. Dies kann und darf in einer modernen Gesellschaft nicht akzeptiert werden. Ich schäme mich für jeden Pelzträger“.

Um herausfinden zu können, ob man echten Pelz trägt, kann man sich auf der Kampagnenseite www.gelabelt.de informieren. Dort findet sich neben den neuen Motiven auch der eigens produzierte Kinospot mit Peter Maffay, der bereits seit Jahren in verschiedenen deutschen Kinos Menschen über die grausame Wahrheit hinter dem Geschäft mit Pelz aufklärt.

Rund 18 Stunden soll ein Elefant des derzeit in Zella-Mehlis im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gastierenden Circus Afrika in einem stehenden engen Transportwagen eingepfercht gewesen sein. Nach dokumentierten Missständen und tierärztlich begutachteten Verstößen gegen das Tierschutzgesetz erstattet die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED nun Anzeige beim zuständigen Veterinäramt. Des Weiteren bittet sie um vermehrte Kontrollen bei den kommenden Gastspielorten, die im Gebiet um Schmalkalden angesetzt sind.

Ende vergangener und Anfang dieser Woche beobachteten mehrere Tierfreunde auf dem von Circus Afrika angemieteten Gelände in Zella-Mehlis über rund 18 Stunden hinweg, wie ein Elefant in einem lediglich für kurze Transporte vorhergesehenen Transportwagen eingeschlossen war. Diese andauernde Unterbringung stellt laut der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Grundsätzlich sind Zirkustiere sowohl während des Transports selbst als auch beim Auf- und Abbau insgesamt nur kurze Zeit im Transportmittel unterzubringen. Während des Gastspiels muss den Tieren Zugang zu einem Auslauf (Paddock) sowie ein Stallzelt zur Verfügung stehen. Der Transportwagen gilt hierbei nicht als Ersatz für Letzteres. Der Paddock muss so groß sein, dass die Tiere sich ungehindert bewegen können. Alle erforderlichen Auslauf- und Stallgrößen wurden durch die dauerhafte Unterbringung in dem Transportwagen offensichtlich längerfristig nicht eingehalten. Die Tiere seien mittels unzureichendem Raum- und Strukturangebot stark eingeschränkt und somit psychisch belastet worden, was langfristig zu Stereotypien (Hin- und Herweben) führen könne. Diese würden vor allem bei in Gefangenschaft lebenden Tieren auftreten und seien Folge von nicht artgerecht ausgestatteten Haltungseinrichtungen und dem Mangel an ausreichend Beschäftigung, so die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED. Sie hat daher beim zuständigen Veterinäramt Anzeige erstattet und Letzteres ausdrücklich um vermehrte Kontrollen gebeten, um das Tierleid zu mindern. Denn der Zirkus wird während seiner Tour noch mehrere Gastauftritte in dessen Zuständigkeitsbereich haben.

Neben Hunden stehen im Programm des Circus Afrika Esel, Ponys, Pferde, Kamele und sowohl indische als auch afrikanische Elefanten. Die Schaustellerfamilie um Zirkusdirektor Hardy Weisheit sei laut Tierschützern in den vergangen 20 Jahren immer wieder – unter wechselndem Zirkusnamen – negativ aufgefallen, meist unter Berichterstattung lokaler Presse. So kam es etliche Male zu gesichteten Ausbrüchen der Elefanten, bei denen die Tiere aufgrund mangelnder Sicherheits- und Unterbringungsbemühungen durch die Straßen liefen und gar Müllcontainer durchwühlten. Die Gehege waren nicht ausreichend gesichert oder die Elefanten unbeaufsichtigt an öffentlichen Plätzen stehen gelassen worden. Der Zirkus ist in Sachen Vergehen gegen das Tierschutzgesetz kein Unbekannter und stand aufgrund von Tierquälerei, u.a. wegen mangelhafter Haltung seiner Pferde, schon vor Gericht. Doch auch über das Tierschutzgesetz hinaus zeichnet die Zirkushistorie ein deutliches Bild: Handgreiflichkeiten gegenüber Tierschützern, Strafbefehle, illegale Platzbesetzungen und so weiter und so fort. Trotz der gegebenen Gefahr für Mensch und Tier genehmigen Städte und Gemeinden dem Zirkus immer wieder Gastspiele auf ihren Flächen. Für die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED ein Skandal: „Es grenzt schon beinahe an Fahrlässigkeit, wenn zuständige Beamte diesem Zirkus ein Gastspiel genehmigen. Es bleibt mal wieder an den Bürgern selbst, über ihren Besuchsboykott die Verstöße abzustrafen und somit langfristig einen tierfreien Zirkus mit echter Unterhaltung von Menschen für Menschen statt der Ausbeutung von Tieren zu erwirken.“

Dass eine „artgerechte Tierhaltung“ im Zirkus niemals möglich ist, zeigen die immer wieder festgestellten massiven Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, sowie die Missstände in Deutschlands Zirkussen, welche Tierfreunde fortwährend aufdecken. Viele Länder und Städte haben bereits gemäß dem Willen ihrer Bevölkerung reagiert und ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen erwirkt. Die Mehrheit der Deutschen spricht sich in repräsentativen Umfragen gegen die Wildtierhaltung in Zirkussen aus, viele gar gegen jeglichen Einsatz von Tieren. Immer mehr Kommunen haben sich die vergangenen Monate für ein Wildtierverbot entschieden, um nicht weiter auf die diesbezüglich träge Bundesregierung warten zu müssen. Eine Zaghaftigkeit, die immer mehr Menschen zum öffentlichen Protest auf die Straßen treibt. So auch am vergangenen Wochenende vor Circus Afrika in Zella-Mehlis. Hierbei wurde eine einzelne Familie, die sich eingefunden hatte, um potentielle Zirkusbesucher über das Leid der armen Tiere aufzuklären, aggressiv vom Zirkusbetreiber angegangen. Neben Handgreiflichkeiten wurden die Tierfreunde mit allerlei Beschimpfungen überschüttet. Beide Seiten sollen Anzeige bei der herbeigerufenen Polizei erstattet haben.

Für die Tierschützer von ANIMALS UNITED steht fest: Tiere sind Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen, denen in Zirkussen niemals auch nur annähernd nachgekommen werden kann. Sie sind keine Lachnummern, sondern lassen sich am besten in freier Wildbahn in ihrem natürlichen Verhalten und Lebensraum begutachten. Gitter, Peitsche und Beton verzerren dieses Bild. „Wir fordern alle auf, nur tierfreie Zirkusse zu besuchen. Denn Tiere haben keinen Spaß im Zirkus. Sie führen die von ihnen geforderten und oftmals gesundheitsschädlichen Kunststücke keineswegs freiwillig auf. Peitschen, Ketten und Elefantenhaken sind keine Dekoelemente im Zirkus! Zirkus ja, aber ohne Tiere!“, so die Aktivisten von ANIMALS UNITED, die immer wieder deutschlandweit für einen tierfreien Zirkus protestieren.

Circus Afrika gastiert noch bis kommenden Sonntag in Zella-Mehlis. Die Tierschützer rufen das zuständige Veterinäramt in die Pflicht, den angezeigten Vergehen nachzugehen. Darüber hinaus bitten sie alle Familien, lieber den nächstgelegenen Gnadenhof aufzusuchen statt mit Geld und Applaus Tierquälerei zu unterstützen. Ferner ersuchen sie Firmen und private Eigentümer, ihre Flächen nur für tierfreie Zirkusse zur Verfügung zu stellen. Eine lebenslange Inhaftierung und Leid seien niemals mit Vergnügen, Unterhaltung oder Profit zu rechtfertigen. Das gelte für Menschen wie für alle anderen Tiere auch.

Euphorisch wurde der Entschluss des Dachauer Stadtrates, ab 2016 ein Volksfest ohne Tierbetriebe zu veranstalten, von Tierfreunden bundesweit begrüßt. Die Erwägungen, das Verbot bereits vor der erstmaligen Durchführung wieder zu kippen, schockierte diese umso mehr. In persönlichen Briefen an den Stadtrat spricht die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED der Stadt nun abermals gemeinsam mit vielen Unterstützern bundesweit ihren Dank aus und bittet sie darum, den Entschluss beizubehalten und weiterhin für das Tierwohl einzutreten – als Vorreiter und Vorbild für Gemeinden in ganz Deutschland.

Die Nachricht, das Dachauer Volksfest werde ab dem Jahr 2016 ohne Tierbetriebe stattfinden, begeisterte nicht nur Dachaus Tierfreunde – bundesweit wurde Bewunderung für diesen mutigen Schritt der Dachauer Politiker kundgetan. Dank der Entscheidung des Stadtrates – welcher letzten Monat ein großes Herz für Tiere bewies – wird den Pferden das stundenlange Kreislaufen bei jeglichen Wetterverhältnissen, der Lärm, der Stress und ein tristes Dasein – zumindest auf dem Dachauer Volksfest – künftig erspart bleiben. „Kinder lernen bei derartigen Betrieben, dass Tiere nicht mehr sind als Maschinen, die durchgehend funktionieren müssen. Immer mehr Menschen erkennen jedoch zum Glück das Leid der Tiere“, so Viktor Gebhart von der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED. „Abgesehen davon, dass es keine Tradition ist, auf Ponys im Kreis zu reiten, rechtfertigt Tradition niemals Unrecht. Ponys als lebendige Attraktionen zu benutzen ist schlichtweg Tierquälerei und absolut unnötig. Schön, dass Dachau den ersten Schritt getan hat. Jetzt heißt es, ihn nicht wieder zurückzuziehen!“.

In persönlichen Briefen bedankt sich die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED daher nun abermals im Namen ihrer Mitglieder und Unterstützer beim Dachauer Stadtrat und den Organisatoren des Volksfestes für den mutigen Entschluss und die Standfestigkeit in ihrer Entscheidung. Bereits Anfang August hatten sie mit einem „Danke-Protest“ vor dem Volksfest gestanden. Nun bitten sie die Politiker darum, sich auch weiterhin für das Wohl der Tiere einzusetzen und das Verbot nicht wieder zurückzuziehen. Denn zu vielen müssten die armen Tiere tagelang teils bei glühender Hitze, oft ohne Wasser, Futter und Rast ihre Runden in einem bunt bemalten Rondell drehen, zur Belustigung von Kindern. Die Ponys hingegen hätten keinen Spaß an dem Lärm und dabei stupide stundenlang im Kreis zu laufen. Sie trügen meist schwere gesundheitliche Schäden davon. Die Tiere würden in einen dauerhaften Stresszustand versetzt, welcher sowohl kurzfristige Auswirkungen wie Herzrasen und Panik aber auch langfristige psychische wie Traumata und Stereotypien haben könnte. Durch das stundenlange einseitige Kreislaufen ohne vorgeschriebenen halbstündigen Richtungswechsel – wie es die Aktivisten von ANIMALS UNITED auch dieses Jahr beim Ponykarussell in Dachau dokumentiert haben wollen – würden die Tiere nicht nur psychische, sondern auch körperliche Schäden davontragen. Viele Betriebe hielten nicht einmal grundlegende Vorschriften ein, sodass die Tiere oft stundenlang bei großer Hitze ohne Wasser und Futter ihre eintönigen und schmerzhaften Runden drehen müssten. Darunter auch die Ponys der regelmäßig auf dem Dachauer Volksfest gastierenden Reitbahn der Familie Kaiser, so die Tierschützer. Der Betreiber dieser hätte sich bereits vergangenen Sommer im Donaukurier öffentlich zu Wort gemeldet und sein „erschreckendes Tierverständnis“ kundgetan: „So ein Gaul ist dazu da, um richtig zu arbeiten – wie ein Unimog.“ (Donaukurier vom 17. Juni 2014). Für die Aktivisten von ANIMALS UNITED ein absoluter Skandal. Pferde seien sensible Lauftiere, die sich in freier Wildbahn den ganzen Tag bewegten. Jedoch würden sie dabei fressen und kämen nicht auf die Idee, vier Stunden im Kreis zu laufen und schon gar nicht ohne Wasser bei voller Sommerhitze.

Die Karussellbetreiber sowie einige Befürworter versuchen aktuell, das Verbot zu kippen. Durch die Verbreitung falscher Informationen und Tatsachen würden Menschen manipuliert, um deren Stimmen zu erhalten, so die Tierschützer. Hierzu seien bereits auf dem Volksfest Unterschriftenlisten ausgelegt und ausgehändigt worden, die entgegen rechtlicher Auflagen kein Impressum trugen und für deren Verteilung anscheinend keine Anmeldung vorlag. Der Betreiber der Reitbahn habe sich hierzu in zahlreichen Zeitungsartikeln bekannt. Einige einzelne Politiker hätten sich bereits ködern lassen. Die Tierschützer bitten die Stadt und alle Verantwortlichen daher im Namen aller Tierfreunde und der Tiere, sich nicht in ihrer Entscheidung verunsichern zu lassen und bei dieser zu bleiben. Denn sie sei eine Entscheidung mit Herz, für die Tiere und gegen Tierquälerei. Eine Entscheidung, die einer modernen Stadt gerecht werde und dem Willen der deutschen Bevölkerung folge: So seien erst diese Woche die Ergebnisse einer brandaktuellen Umfrage der GfK – des größten deutschen Marktforschungsinstituts – veröffentlicht worden, wonach sich die Mehrheit der Deutschen gegen Ponykarussells ausspreche. Demnach beurteilten knapp 65 % – also zwei Drittel der Bevölkerung – Ponykarussells auf Kirmesfesten und Weihnachtsmärkten als „nicht tiergerecht“. Fast 60 % der Befragten sprachen sich gar für ein Verbot aus. Eine Meinung, die auch von tierärztlicher Seite getragen würde.

Die Aktivisten von ANIMALS UNITED in ihrem Brief an Oberbürgermeister Hartmann: „Bleiben Sie bei Ihrem Verbot und gehen Sie als Vorreiter und Vorbild in die Geschichte ein!“. Denn es gebe ohnehin genügend spaßige Attraktionen auf Volksfesten, die ohne den Einsatz von Tieren auskämen und für gute Unterhaltung sorgten. Und darum gehe es ja, gut unterhalten zu werden und gemeinsam Zeit mit seinen Lieben zu verbringen. Traurige Augen gebrochener Ponys stünden dem nur im Weg, so die Aktivisten. Bisher folgten ihrem Aufruf, Briefe an die Stadt Dachau zu senden, etliche Tierfreunde deutschlandweit, viele mehr würden in den kommenden Tagen erwartet. Jeder sei herzlich eingeladen, mitzumachen.

Am vergangenen Samstag verliehen Tierschützer mit einem eindrucksvollen, stummen Protest ihrer Forderung nach einem tierfreien Zirkus Nachdruck. Nach dokumentierten Missständen und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz durch Circus Alberti, der derzeit in Haar bei München gastiert, erstattete die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED nun Anzeige beim zuständigen Veterinäramt. Der Zirkus sei auch in Zirkuskreisen für die fragwürdige Haltung seiner Tiere bekannt und umstritten.

Schweigend und in Ketten gelegt mahnten die Tierschützer die vorherrschenden Missstände im Circus Alberti an. Eindrucksvoll gewannen die rund 20 Aktivisten durch die Stille ihres Protests interessierte Blicke der Passanten und vorbeifahrenden Autofahrer. In schweren Eisenketten, mit Tiermasken, Demoschildern und Bannern bestückt verharrten sie stundenlang in der prallen Sonne, um ihrem Wunsch nach tierfreier Unterhaltung von Menschen für Menschen Ausdruck zu verleihen. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, die Passanten und Zirkusbesucher mit ihrer Aktion zum Denken anzuregen – der Plan ging auf. Manche entschlossen sich noch vor Ort, das Tierleid nicht zu unterstützen und kehrten um. Die Besucherzahlen waren derart gering, dass die Vorstellung am Nachmittag aufgrund der geringen Nachfrage abgesagt wurde. Auch zur Abendvorstellung konnten die Besucher an zwei Händen abgezählt werden. Viele Anwohner traten auf die Demonstranten zu, suchten das Gespräch, taten ihre Zustimmung kund und zeigten sich von der Entschlossenheit der Aktivisten begeistert, spendierten diesen gar Früchte vom nahegelegen Supermarkt. Darunter Ladenbesitzer der Umgebung, die zu ihrem Missfallen von Besuchen der Zirkusmitarbeiter berichteten, die in den vergangenen Tagen mehrfach auf Betteltour „für die Tiere“ gegangen seien.

Circus Alberti, welcher im Rahmen seiner Tour momentan in Haar gastiert, führt unter anderen einen Bären mit – Bär Ben. Immer wieder wird dieser wie auch die Affen und weitere Tiere anderen Zirkussen wie Ausrüstungsgenstände ausgeliehen. So auch kürzlich zum wiederholten Male Circus Louis Knie. ANIMALS UNITED hatte erst im Juli ein tierärztliches Gutachten über Ben eingeholt, bei welchem erhebliche Mängel in der Haltung sowie das Vorhandensein von deutlichen Stereotypien (zielloses wiederholtes Kreislaufen) festgestellt wurden. Letztere treten vor allem bei in Gefangenschaft lebenden Tieren auf und sind Folge von nicht artgerechter Haltung. Die Tierschützer hatten unter anderem daraufhin bei Gastspielen in Dorfen und Geretsried Anzeige bei den zuständigen Veterinärämtern gestellt. Nach tierärztlicher Begutachtung des in dieser Woche in Haar dokumentierten Bildmaterials stellte die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED nun abermals Anzeige, diesmal gegen Circus Alberti selbst. Vorrangig die Haltung und Vorführung des Braunbären und der Primaten sei im negativen Sinne aufgefallen. So verstoße die Haltung der Affen auf dem Zeltplatz in Haar gegen das Tierschutzgesetz, da deren Gehege deutlich unter den zulässigen Maßen liege, so die tierärztliche Auswertung. Das Veterinäramt habe den Erhalt der Anzeige bestätigt, ein Vorgehen der Behörden sei aber laut der Tierschützer ohne Druck über die Medien selten zu erwarten.

Um Protesten durch Tierfreunde in Haar vorzubeugen, hatte Circus Alberti im Vorfeld etliche eigene Protestveranstaltungen vor seinem Zeltplatz angemeldet. Eine vorbeugende Maßnahme, um die Tierschützer in ihrem demokratischen Recht vorsätzlich zu behindern. So hatte er bei den zuständigen Behörden einen Abstand der Tierschutzproteste von seinem Haupteingang von 100m erwirken wollen, womit er jedoch scheiterte. „Das undemokratische Verhalten der Zirkusbetreiber ebenso wie die geringen Besucherzahlen signalisieren wie schlecht es um Tierzirkusse bestellt ist. Statt ihr Unterhaltungsangebot von Menschen für Menschen auszubauen und mit wagemutiger Artistik und knallbunter Clownerie zu überzeugen, setzen sie weiter auf die Ausbeutung von Tieren sowie auf brachiale Versuche, besorgte Tierfreunde mundtot zu machen. Ein Verhalten, das für sich selbst spricht“, so Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED. „Unverständlich sind uns die wenigen Eltern und Großeltern, die ihren Kindern einen traurigen Bären beim erzwungenen Fahrradfahren vorführen lassen. Wir freuen uns daher umso mehr über den großen Zuspruch der Anwohner in Haar. Viele haben sich deutlich hinter unsere Forderungen gestellt.“

Dass eine „artgerechte Tierhaltung“ im Zirkus niemals möglich ist, zeigen die immer wieder festgestellten massiven Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, sowie die Missstände in Deutschlands Zirkussen, welche Tierschutzorganisationen fortwährend aufdecken. Viele Länder und Städte haben bereits gemäß dem Willen ihrer Bevölkerung reagiert und ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen erwirkt. Die Mehrheit der Deutschen spricht sich in repräsentativen Umfragen gegen die Wildtierhaltung in Zirkussen aus, viele gar gegen jeglichen Einsatz von Tieren. Immer mehr Kommunen haben sich die vergangenen Monate für ein Wildtierverbot entschieden, um nicht weiter auf die diesbezüglich träge Bundesregierung warten zu müssen. Eine Zaghaftigkeit, die immer mehr Menschen zum öffentlichen Protest auf die Straßen treibt. So eben auch am vergangenen Samstag in der Leibstraße Ecke Anneliese-Kupper-Allee in Haar. Für die Tierschützer steht fest: Tiere sind Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen, denen in Zirkussen niemals auch nur annähernd nachgekommen werden kann. Sie sind keine Lachnummern, sondern lassen sich am besten in freier Wildbahn in ihrem natürlichen Verhalten und Lebensraum begutachten. Gitter, Peitsche und Beton verzerren dieses Bild. „Wir fordern alle auf, nur tierfreie Zirkusse zu besuchen. Denn Tiere haben keinen Spaß im Zirkus. Sie führen die von ihnen geforderten und oftmals gesundheitsschädlichen Kunststücke keineswegs freiwillig auf. Peitschen, Ketten und Elefantenhaken sind keine Dekoelemente im Zirkus! Zirkus ja, aber ohne Tiere!“, so die Aktivisten von ANIMALS UNITED, die immer wieder für einen tierfreien Zirkus protestieren, so auch Ende Februar mit über 550 Menschen in München.

Circus Alberti gastiert noch bis kommenden Montag in Haar. Die Tierschützer rufen das zuständige Veterinäramt in die Pflicht, den angezeigten Vergehen nachzugehen. Darüber hinaus bitten sie alle Familien, lieber den nächstgelegenen See aufzusuchen statt mit Geld und Applaus Tierquälerei zu unterstützen. Ferner ersuchen sie Firmen und private Eigentümer, ihre Flächen nur für tierfreie Zirkusse zur Verfügung zu stellen. Eine lebenslange Inhaftierung und Leid seien niemals mit Vergnügen, Unterhaltung oder Profit zu rechtfertigen. Das gelte für Menschen wie für alle anderen Tiere auch.

In Zusammenarbeit mit dem Protestinitiator, dem Verein „Rettet die Elefanten Afrikas“, und dem Verein „Bund gegen Missbrauch der Tiere“, veranstaltete die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED am 12. August 2015 am Karlsplatz Stachus eine kreative Demonstration, um die Bürger Münchens auf das Leid der Elefanten aufmerksam zu machen, die durch den Elfenbeinhandel vom Aussterben bedroht sind. Etwa 60 Tierschützer zeigten bei 33 Grad über vier Stunden vollen Einsatz.

Das Abschlachten von Elefanten in Afrika hat in den vergangenen Jahren dramatische Formen angenommen, die grauen Riesen stehen kurz vor der Ausrottung. In spätestens 10 Jahren könnten die intelligenten und mächtigen Rüsseltiere von diesem Planeten verschwunden sein, falls nicht schnellstens gehandelt wird und die Weichen für ein sofortiges, komplettes, weltweites Elfenbeinhandelsverbot gestellt werden. Täglich sterben rund 100 Elefanten in Afrika, damit ihnen die Stoßzähne aus dem Gesicht  gehackt  werden  können  und  ihr  Elfenbein  zu  Höchstpreisen  auf  dem  illegalen Markt verschachert  werden  kann.  Die  Nachfrage,  die  vor  allem  in  China  besteht,  kann  mit  den  noch lebenden  Elefanten  nicht  gesättigt  werden.  Die  Ausrottung  ist  daher  vorprogrammiert, solange überhaupt noch irgendwo ein legaler Elfenbeinhandel existent ist, denn er wird benutzt, um das illegale Elfenbein zu überdecken. Alle bisherigen Versuche, den Handel mit gewildertem Elfenbein zu verhindern und nur den Handel mit legalem Elfenbein zuzulassen, sind gescheitert.

Daher fanden sich am gestrigen Mittwoch zum Weltelefantentag, der seit 2012 jedes Jahr ausgerufen wird, rund 60 Tierschützer verschiedener Vereine ein, um die grauenhafte Situation und Bedrohung der Elefanten durch die Wilderei mit einer schauspielerischen Theaterinszenierung inklusive Moderation bildlich zu veranschaulichen. Hierbei trabten als Elefanten verkleidete Aktivisten vor dem Brunnen am Karlsplatz auf und ab, während Elefantenschreie über den Stachus schallten. Aus dem Nichts tauchten zwei Wilderer auf, bewaffnet mit Maschinengewehren. Einer davon legte an und schoss eine der Elefantendamen, die ein Jungtier an ihrer Seite hatte. Unter Schmerzensschreien sank die Elefantenkuh zu Boden, während ihr die Wilderer die Stoßzähne mit einer Kettensäge abtrennten. Nun folgte der Einsatz einer Aktivistin, die eine chinesische Konsumentin mimte. Sie kaufte den Wilderern das Elfenbein in Form von Schmuck ab. Stadtbummler und Touristen blieben wie gebannt stehen und folgten dem Spektakel, an dessen Ende ein Sprecher über die katastrophalen Konsequenzen des Elfenbeinhandels aufklärte. Alle 15 Minuten gab es einen lauten Gongschlag, zu welchem sich unauffällig unter die Menge gemischte Tierschützer mit Infoschildern in den Händen zu Boden fallen ließen. Die Botschaft: Jede Viertelstunde stirbt ein Elefant durch die Hand von Wilderern – für Profit! Zum Ende der vierstündigen Veranstaltung, bei der die Inszenierung und der Flashmob abwechselnd nach und nach wiederholt wurden, gab es eine symbolische Elfenbein-zerstörung, an der das Publikum interaktiv teilhaben durfte. Gemeinsam wurden aus Papier geformte Stoßzähne auf einem Haufen zertrampelt, um der Ablehnung gegenüber dem Geschäft mit Elfenbein explizit Ausdruck zu verleihen. Vor allem Kinder beteiligten sich motiviert und ließen sich von den Tierschützern über die Hintergründe informieren.

„Es ist traurig, dass es soweit kommen muss, dass Elefanten ihren eigenen Gedenktag haben. Aber leider ist die Lage der Giganten so verzweifelt, dass wir einen solchen Tag nutzen müssen, um auf die Katastrophe, die in Afrika vor sich geht, aufmerksam zu machen und den Elefanten gemeinsam zu helfen“, so Birgit Hampl vom Verein „Rettet die Elefanten Afrikas“. Denn der Handel mit Elfenbein ist weit in korrupte Gesellschaften verzweigt und trägt zur Ausbeutung der afrikanischen Bevölkerung und ihrer Natur bei. Die ständig steigende Nachfrage nach Souvenirs aus Elfenbein gefährdet die Existenz der grauen Riesen Afrikas massiv. „Das Verbrechen an den Elefanten ist Teil der Ausplünderung eines ganzen Kontinents, einst verwoben mit dem Sklavenhandel und heute mit Rebellen- und Terrorgruppen, die sich auch aus dem schmutzigen Elfenbeingeschäft finanzieren. Elfenbein ist Statussymbol und Schmuck, aber eben nur in Form von Stoßzähnen an den majestätischen Elefanten, die wir alle schützen müssen“, so Viktor Gebhart von der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED. Deutschland hat den fünftgrößten Elfenbeinmarkt weltweit und es ist höchste Zeit, dass endlich gehandelt wird, damit der Weltelefantentag nicht schon bald in einen Gedenktag für eine ausgestorbene Tierart verwandelt werden muss. Der Handel mit jeglicher Art von Elfenbein muss ein für alle Mal untersagt werden. Zu diesem Zweck wurde parallel zum Protest in München eine Petition mit 116.718 Unterzeichnern an die Botschaft der Volksrepublik China in Berlin übergeben, die das Ende des Elfenbeinhandels fordert.

Am vergangenen Samstag, den 08. August 2015, protestierten rund 30 Kundgebungsteilnehmer, darunter Aktivisten der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED, für ein tierfreies Volksfest und sprachen ihren Dank für das Verbot von Ponykarussellen und andere Tierbetrieben auf dem Dachauer Volksfest aus. Dieses hatten die Stadt- und Landräte kürzlich für 2016 beschlossen, um die Tiere endlich vor Lärm, Stress und psychischen wie physischen Leiden zu schützen. Der Protest verlief friedlich, der Großteil der Festbesucher sowie der vorbeifahrenden Autofahrer tat ihre Unterstützung kund.

Mit Schildern und Bannern bestückt positionierten sich die Demonstranten auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Rückseite des Ponykarussells, um die vorbeikommenden Besucher über die Qualen der Ponys zu informieren. Zu vielen müssen die armen Tiere tagelang teils bei glühender Hitze, oft ohne Wasser, Futter und Rast ihre Runden in einem bunt bemalten Rondell drehen. Auf ihren Rücken sitzen Kinder und amüsieren sich. Die Ponys hingegen haben keinen Spaß an dem Lärm und dabei stupide stundenlang im Kreis zu laufen. Sie tragen meist schwere gesundheitliche Schäden davon. Auch das oft nicht wirklich passende Zaumzeug sowie die starke Lärmbelastung durch das Volksfestgeschehen tragen zum Leid der Tiere bei. Durch die starke und langanhaltende Belastung durch die überflutenden Sinneseindrücke und den hohen Lärmpegel auf dem Volksfest werden die Tiere in einen dauerhaften Stresszustand versetzt, welcher sowohl kurzfristige Auswirkungen wie Herzrasen und Panik aber auch langfristige psychische wie Traumata und Stereotypien haben kann. Durch das stundenlange einseitige Kreislaufen ohne vorgeschriebenen halbstündigen Richtungswechsel – wie es die Aktivisten von ANIMALS UNITED auch am gestrigen Samstag beim Ponykarussell in Dachau dokumentiert haben wollen – tragen die Tiere nicht nur psychische, sondern auch körperliche Schäden davon.

Für die Tierschützer wurden auch am Samstag geltende Zirkusleitlinien nicht eingehalten, mussten Pferde in extremer Hitze bei 35 Grad und schwüler Luft arbeiten. Eine Wasserversorgung der Tiere konnte nicht festgestellt werden. Laut Zirkusleitlinien dürfen Betreiber eines Ponykarussells ihre Pferde ganze vier Stunden am Stück im Kreis laufen lassen, mit Richtungswechsel alle halbe Stunde. Bei der Reitbahn der Familie Kaiser gab es diesen augenscheinlich nicht. Öffentlich hatte sich Kaiser bereits vergangenen Sommer zu Wort gemeldet: „So ein Gaul ist dazu da, um richtig zu arbeiten – wie ein Unimog.“ (Donaukurier vom 17. Juni 2014). Für die Aktivisten von ANIMALS UNITED ein absoluter Skandal. Pferde seien sensible Lauftiere, die sich in freier Wildbahn den ganzen Tag bewegen. Jedoch würden sie dabei fressen und kämen nicht auf die Idee, vier Stunden im Kreis zu laufen und schon gar nicht ohne Wasser bei voller Sommerhitze.

„Kinder lernen im Ponykarussell, dass Tiere nicht mehr sind als Maschinen, die durchgehend funktionieren müssen. Immer mehr Menschen erkennen jedoch zum Glück das Leid der Tiere“, so Viktor Gebhart von der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED. „Abgesehen davon, dass es keine Tradition ist, auf Ponys im Kreis zu reiten, rechtfertigt Tradition niemals Unrecht. Ponys als lebendige Attraktionen zu benutzen ist schlichtweg Tierquälerei und absolut unnötig“. Die Demonstranten vor Ort sind sich einig: Für sie gibt es genügend spaßige Attraktionen auf Volksfesten, die auf den Einsatz von Tieren verzichten. Ihrer Ansicht nach sind Tiere nicht dazu da, uns Menschen zu unterhalten oder anderweitig zu dienen. „Sie sind Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen wie wir! Wir möchten daher alle Großeltern und Eltern bitten, keine Ponykarusselle mit ihren Kindern zu besuchen. Die Tiere haben keinen Spaß und leiden massiv!“. Gerade deshalb sind die Demonstranten über das Verbot jeglicher Tierbetriebe für künftige Volkfestjahre in Dachau sehr dankbar. Ihr besonderer Dank, den sie bei der Demo explizit herausstellen wollten, gilt den politisch Verantwortlichen, die ein Herz für Tiere gezeigt haben. „Schön, dass Dachau den ersten Schritt getan hat. Möge es Vorreiter und Vorbild für andere Kommunen und Städte sein, seinem Beispiel zu folgen!“.

Unter dem Motto „Zirkus ja, aber ohne Tiere!“ demonstrierten Aktivisten der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED von Dienstag bis Donnerstag vor Circus Charles Knie am Tänzelfestplatz in Kaufbeuren. Insgesamt informierten rund fünfzig Kundgebungsteilnehmer Zirkusbesucher und Interessierte über die Zustände der Tierhaltung in Zirkussen. Zwei als Tiger geschminkte und in einem Käfig sitzende junge Frauen symbolisierten die Qualen der Tiere.

Circus Charles Knie ist laut den Tierschützern in Sachen Tierquälerei kein Unbekannter. Er führt über 110 Tiere mit sich, darunter unter anderem zwei weiße Löwen, fünf Tiger, zwei Liger (Mischzucht aus Tiger und Löwe), drei indische Elefantendamen, Pferde, Miniponys, kalifornische Seelöwen, Nandus und sogar Kängurus – Tiere, die für die Tierschützer keine Clowns sind, sondern Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen, die in einem Zirkus niemals auch nur annähernd erfüllt werden können. Artwidrige und teils grausame und schmerzhafte Dressurmethoden sowie schlechte Haltungsbedingungen stehen in konstanter Kritik. Recherchen in Kempten bei Charles Knie ließen schlimme Befürchtungen Wirklichkeit werden: Die Tiere hatten kaum Schattenplätze, oft keine Wiese und mussten auf heißem Teerboden stehen. Teils fehlte trotz großer Hitze Wasser, ein Elefant zeigte Verhaltensstörungen durch Weben. Anwohner berichteten von nächtlichen Schreien einiger Tiere und vermuteten dabei, dass Tiere geschlagen worden wären. Die Behörden seien darüber telefonisch in Kenntnis gesetzt und zum sofortigen Handeln aufgefordert worden.

Mit Plakaten, Flyern und Protestrufen informierten die Demonstranten in Kaufbeuren in insgesamt 15 Stunden an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Zirkusbesucher und erzielten täglich Erfolge. So berichtete eine Familie, aufgrund der Demonstration nicht den Zirkus sondern lieber ein Restaurant besucht zu haben. Die Besucherzahlen schwanden laut den Demonstranten täglich. Viele Menschen informierten sich bei den Aktivisten über die Wahrheit hinter Tierzirkussen. Seitens der Aktivisten verlief die Kundgebung friedlich, wenn es auch zu besorgniserregenden Vorkommnissen mit einzelnen zuständigen Beamten kam. So wurde laut dem stellvertretenden Versammlungsleiter Benjamin Reisle versucht, die Grundrechte der Demonstranten massiv einzuschränken. Ein Mitarbeiter der Stadt habe unter anderem wenige Stunden vor Beginn des gestrigen Protests via E-Mail versucht, Benjamin, der auch als Ordner vorgesehen war, die aktive Teilnahme an der Versammlung zu untersagen. Die Tierschützer wehrten sich und fertigten kurzerhand weitere Demo-Schilder mit der Aufschrift „Pro-Zirkus-Lobbyismus durch Beamte hat bei uns keine Chance!“ sowie „Wir lassen uns nicht den Mund verbieten!“ an. „Wir hatten fortwährend den Eindruck, dass vereinzelte, maßgeblich verantwortliche Polizeibeamte mit dem Zirkus sympathisieren und dadurch versuchen, uns Demonstranten Nachteile zu verschaffen. Das deutsche Versammlungsgesetz als Teil des Grundrechts verbietet jedoch unzulässige, willkürliche Eingriffe in die Versammlungsfreiheit. Darüber wurde auch die Stadt Kaufbeuren aufgeklärt“, so Benjamin Reisle von ANIMALS UNITED.

Die Tiere führen die von ihnen geforderten und oftmals gesundheitsschädlichen Kunststücke keinesfalls freiwillig auf. Dahinter steckt eine beinharte Dressur unter Einsatz von Peitschen, Elefantenhaken und Ketten. Die immer wieder aufgedeckten Missstände sowie festgestellten massiven Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, zeigen, dass eine artgerechte Tierhaltung im Zirkus niemals möglich ist. Stadt um Stadt, Kommune um Kommune entscheiden sich gegen die Ausbeutung von Tieren zu Unterhaltungszwecken. Die Mehrheit der Deutschen spricht sich gegen die Wildtierhaltung in Zirkussen aus, viele gar gegen die Verwendung jeglicher Tiere. Politiker und Promis schämen sich hingegen nicht, Tierzirkussen regelmäßig zu hofieren. Bestes Beispiel: Kaufbeuren – Am 6. Juli diesen Jahres entschied sich der Stadtrat mehrheitlich gegen ein Verbot von Zirkussen mit Wildtieren auf öffentlichen Plätzen. Für die Tierschützer „eine verantwortungslose Entscheidung unter absurden Vorwänden“. Sie hatten Oberbürgermeister Stefan Bosse erst kürzlich über die Problematiken hinsichtlich Tierzirkussen informiert. Dieser hätte sich jedoch unbeeindruckt gezeigt, so verpachtete die Stadt nun auch den Tänzelfestplatz an Circus Charles Knie. Für die Demonstranten steht fest: „Wir werden wiederkommen! Bis der letzte Käfig leer ist! Denn artgerecht ist nur die Freiheit!“

Nach dokumentierten Missständen und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz durch Circus Louis Knie erstattet die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED nun Anzeige beim zuständigen Veterinäramt. Der Zirkus hatte erst kürzlich Probleme mit den Behörden, welche ihm die Aufführung in Markt Schwaben aufgrund einer nicht-genehmigten Anmeldung und wilder Plakatierung untersagten.

Circus Louis Knie, welcher im Rahmen seiner Tour in den vergangenen Wochen in Markt Schwaben gastieren wollte, hatte dort keine Genehmigung der Gemeinde erhalten, da er lediglich eine nicht-genehmigte Anmeldung auf einem Privatgrundstück und im Vorfeld bereits wild plakatiert und somit unerlaubt Werbung betrieben haben soll. Die Tiere des Zirkusses wurden infolgedessen in praller Hitze und ohne Zelte auf dem Gelände des vorhergehenden Auftrittes in Dorfen zurückgelassen, wo Anwohner und Tierschützer auf deutliche Missstände in der Tierhaltung aufmerksam wurden.

Nach tierärztlicher Begutachtung des dokumentierten Bild- und Videomaterials stellte die Tierrechtsorganisation ANIMALSUNITED nun Anzeige beim Veterinäramt gegen Circus Louis Knie. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Haltung des Braunbären und der Primaten gelegt, welche im negativen Sinne besonders auffällig waren. So seien beim vom Zirkus Alberti ausgeliehenen Braunbären klare Stereotypien (zielloses wiederholtes Kreislaufen) zu beobachten. Diese treten vor allem bei in Gefangenschaft lebenden Tieren auf und sind Folge von nicht artgerecht ausgestatteten Haltungseinrichtungen und dem Mangel an ausreichend Beschäftigung. Die Tiere werden in ihren auf artgemäßem Antrieb beruhenden Bewegungen mittels unzureichendem Raum- und Strukturangebot eingeschränkt und somit psychisch belastet. Des Weiteren soll auch die Haltung der Affen gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, da deren Außengehege deutlich unter den zulässigen Maßen liege.

Selbst im 21. Jahrhundert werden Tiere noch zur Belustigung des Menschen ausgebeutet. Besonders im Zirkus werden sie gegen ihren Willen in Gefangenschaft gehalten und nicht selten unter Einwirkung von psychischer aber auch physischer Gewalt zu abnormalem Verhalten gezwungen. Viele verteidigen den Missbrauch der Tiere mit Kultur und Tradition. Dabei vergessen sie, dass sich der Mensch stets weiterentwickelt hat und es so wunderbare Alternativen gibt, die keine Tiere benötigen. Eine lebenslange Inhaftierung und Leid sind niemals mit Vergnügen, Unterhaltung oder Profit zu rechtfertigen. Das gilt für Menschen wie für alle anderen Tiere auch.

Tiere sind Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen, denen in Zirkussen niemals auch nur annähernd nachgekommen werden kann. Sie sind keine Lachnummern, sondern lassen sich am besten in freier Wildbahn in ihrem natürlichem Verhalten und Lebensraum aus respektvoller Distanz begutachten. Gitter, Peitsche und Beton verzerren dieses Bild. „Wir fordern alle auf, nur tierfreie Zirkusse zu besuchen. Denn Tiere haben keinen Spaß im Zirkus. Sie führen die von ihnen geforderten und oftmals gesundheitsschädlichen Kunststücke keineswegs freiwillig auf. Peitschen, Ketten und Elefantenhaken sind keine Dekoelemente im Zirkus! Zirkus JA, aber OHNE Tiere!“, so die Aktivisten von ANIMALS UNITED, die immer wieder für einen tierfreien Zirkus protestieren, so auch Ende Februar mit über 550 Menschen in München.

Am kommenden Samstag, den 13. Juni, ist die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED ab 11 Uhr mit ihrer „Human Meat“-Aktion auf dem Schlossplatz in Lahr vertreten, um über den übermäßigen Fleischkonsum der deutschen Bevölkerung und die damit verbundenen Auswirkungen auf Gesundheit, Natur und Tiere aufzuklären. Als sogenannte „Nutz“tiere kostümierte Aktivisten werden das Leben der zu Nahrungszwecken ausgebeuteten Tiere bildlich veranschaulichen. Die Besucher können sich auf eine Tombola mit vielen tollen Preisen, vegane Rezeptideen und Verköstigungen freuen.

Jedes Jahr sterben Milliarden Tiere für den menschlichen Verzehr. Nach einer tristen und kurzen Existenz – denn ein würdiges Leben ist es nicht – voller Schmerz und Leid werden sie brutal getötet. Mit drastischen Folgen auch für den Welthunger, die Natur und die eigene Gesundheit. Die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED möchte hier wichtige Aufklärungsarbeit leisten und den Tieren eine Stimme geben. Am 13. Juni wird sie deshalb ab 11 Uhr interessierte Bürger über die katastrophalen Zustände in der Massentierhaltung aufklären. Als sogenannte „Nutz“tiere verkleidet werden sie dabei auf kreative Art und Weise auf die Missstände in den Großbetrieben der Massentierhaltung und das Leid der Tiere in ebensolchen hinweisen. Unter dem Motto „Human Meat – Menschliches Fleisch“- wird es vor Ort zudem eine Fleischschalenaktion zur Kritik am übermäßigen Fleischkonsum der deutschen Bevölkerung geben, bei welcher Aktivisten blutüberströmt in riesigen Fleischschalen „Fleisch“ symbolisieren und somit zum Nachdenken anregen wollen.

Für Jung und Alt wird etwas geboten: Tolle Preise warten bei der Tombola auf glückliche Gewinner. Außerdem werden viele vegane und garantiert tierleidfreie Köstlichkeiten zum Probieren angeboten. Interessierte aller Altersgruppen sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen.

Jedes Jahr werden über 56 Milliarden sogenannter „Nutz“-tiere getötet, um sie zu verzehren. Hinzu kommen Milliarden Fische und andere Meeresbewohner. Die meisten dieser Tiere finden einen grausamen Tod nach einer kurzen und meist qualvollen Existenz. Dabei steht längst fest, dass der Konsum tierischer Produkte Tier, Mensch und Natur schadet. Die wenigsten Tiere in der Nutztierhaltung sehen jemals Tageslicht, dürfen nie frische Luft atmen, vegetieren mit vielen anderen in ihrem eigenen Kot und werden letztendlich brutal ihres Lebens beraubt, bevor sie auf den Tellern der Menschen landen, wo ihre Überreste möglichst wenig mit den schrecklichen Leid in Verbindung gebracht werden sollen. Die Werbung gibt ihr Bestes, um Fleisch, Fisch, Milch, Eier & Co. als gesund und nötig darzustellen. Wissenschaftliche Studien widersprechen längst. Unmengen an pflanzlichen Lebensmitteln müssen in die Produktion tierischer Lebensmittel investiert werden, wodurch Millionen von Menschen an Hunger leiden. Zeitgleich leiden vor allem die Bewohner der westlichen Industrienationen zunehmend an Zivilisationskrankheiten, die maßgeblich durch den Verzehr tierischer Proteine ausgelöst, bedingt und verschlimmert werden. Die tierische Landwirtschaft ist einer der größten Wasserverbraucher und einer der größten Klimakiller. „Knapp 100 Tiere rettet jährlich, wer sich für eine vegane Ernährung entscheidet. Jeder hat die Wahl – jeden Tag am Supermarktregal“, so die Aktivisten von ANIMALS UNITED, die sich auf Ihren Besuch auf dem Schlossplatz freuen.

Unter dem Motto „Zirkus ja, aber ohne Tiere“ demonstrierten am vergangenen Samstag Aktivisten der  bundesweit tätigen Organisation ANIMALS UNITED vor Circus Alberti am Märzenbach. Rund 25 Kundgebungsteilnehmer informierten die Zirkusbesucher und Interessierte über Hintergründe, die den Besuchern meist verborgen bleiben und verschafften sich Gehör.

Dass eine artgerechte Tierhaltung im Zirkus niemals möglich ist, zeigen die immer wieder festgestellten massiven Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, sowie die Missstände in Deutschlands Zirkussen, welche Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen fortwährend aufdecken. Immer mehr Städte und Kommunen entscheiden sich gegen die Ausbeutung von Tieren zu Unterhaltungszwecken. Die Mehrheit der Deutschen spricht sich gegen die Wildtierhaltung in Zirkussen aus, viele gar gegen die Verwendung jeglicher Tiere. Medien und Politiker schämen sich hingegen nicht, den Tierausbeutern regelmäßig zu hofieren. Das treibt immer mehr Menschen zum öffentlichen Protest auf die Straßen, so auch am vergangenen Samstag in Kaufbeuren vor Circus Alberti.

Die Demonstration, mit zwei Aufzügen am Zirkus vorbei, wurde von zahlreichen Polizeikräften begleitet und verlief friedlich. Wegen einzelner Vorfälle prüfen die Tierschützer strafrechtliche Schritte. Zum einen gegen einen Zirkusmitarbeiter, zum anderen beabsichtigt ein an der Kundgebung beteiligter Pressefotograf rechtliche Schritte gegen einen Polizeibeamten, der ersteren zum Löschen von Fotos aufgefordert hatte. Insgesamt sprechen die Aktivisten von einem großen Erfolg. „Sogar  umliegende Anwohner, die zufällig das Geschehen beobachteten, erschienen spontan und schlossen sich uns an.“ Besonders positive Resonanz bekamen die Protestierenden von zwei Kindern, die auf die Demonstration aufmerksam geworden waren. Nach einem Gespräch mit einer Teilnehmerin fuhren sie mit ihren Fahrrädern nach Hause und überreichten den Demonstranten später ein selbstgemaltes Bild mit der Aufschrift: „Die Qual ist schlecht. Tiere sollen frei sein!“.

Circus Alberti ist in Sachen Tierquälerei und Angriffen von gefrusteten Tieren auf Menschen kein Unbekannter. Der Zirkus führt zahlreiche Tiere, darunter einen Bären, mehrere Kamele und zwei Affen mit sich – Tiere, die keine Clowns zu unserer Belustigung sind, sondern Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen, die im Zirkus niemals auch nur annähernd erfüllt werden können. Sie führen die von ihnen geforderten und oftmals gesundheitsschädlichen Kunststücke keineswegs freiwillig auf. Dahinter steckt eine beinharte Dressur unter Einsatz von Peitschen, Elefantenhaken und Ketten. Circus Alberti fiel bereits häufiger durch schlechte Haltungsbedingungen und aggressive Verhaltensweisen negativ auf, Recherchen durch Aktivisten von ANIMALS UNITED vor Ort bestätigten sämtliche Befürchtungen und gaben zudem Anlass, die Behörden über offensichtliche Missstände zu informieren. Diese kontrollierten den Zirkus zwar, wollten aber keine Verstöße feststellen. Oberbürgermeister Stefan Bosse teilte auf Anfrage mit, der Zirkus  würde alle erforderlichen Erlaubnisse besitzen und habe ohne Kenntnis der Stadt ein privates Grundstück angemietet. „Diese Taktik habe der Zirkus wohl bewusst entwickelt, da die Stadt das Gastspiel sonst unterbunden hätte“.

Die Politik muss endlich handeln, die Bundesregierung muss die Weisungen des Bundesrates, der bereits in den Jahren 2003 und 2011 ein Verbot von Wildtieren im Zirkus beschlossen hat, endlich umsetzen. Diese Botschaft der Tierfreunde und der dringende Handlungsbedarf kamen während der Veranstaltung deutlich zum Ausdruck: „Deutschland muss endlich aktiv werden! Schluss mit Lobbyismus für Tierzirkusse, höchste Zeit für Unterhaltung von Menschen für Menschen, echtes Können statt Erzwingen! Zirkus JA, aber OHNE Tiere!“

Mit einem Flashmob und einer blutigen Inszenierung schockierte die Tierrechtsor-ganisation ANIMALS UNITED am vergangenen Samstag, den 16.05.15, mitten auf der Verkehrsinsel vor dem „Valentin Karlstadt Musäum“ am Isartor in München die Passanten und machte auf die anhaltende Massentötung von Streunerhunden in Rumänien aufmerksam. Hunderttausende Hunde sind dort in den vergangenen Monaten brutal eingefangen worden, um dann in Tötungslagern zu enden. In ganz Europa wurden daher am Samstag abermals die Stimmen laut nach einer tierschutzgerechten Lösung der Streuner‘problematik‘.

Ende 2013 wurde nach einem tödlichen Beißvorfall – der bewusst fälschlicherweise Straßenhunden in die Schuhe geschoben worden war – in Rumänien per Eilverfahren ein Gesetz durchgedrückt, dass es erlaubte, Straßenhunde einzufangen und in Tötungsstationen zu liquidieren. Seither wurden Hunderttausende von ihnen grausam getötet. Mafiöse Strukturen haben sich gebildet, mit dem Ableben der Hunde werden Millionen verdient, indem unter anderem Gelder für Futter und Versorgung veruntreut werden, während die Hunde verhungern. Dies nahm sich die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED zum Anlass, in München im Rahmen der europaweiten Proteste der Bürgerinitiative „YES! WE CARE!“ ihre Stimme für die Tiere zu erheben und mit einer blutigen Inszenierung den Blickwinkel der Münchner auf das Thema zu lenken. Aus heiterem Himmel fielen hierzu zahlreiche der etwa vierzig Tierschützer, die sich eingefunden hatten, auf ein geheimes Kommando mitten am Isartor in München auf den Boden, während eine als Hund verkleidete Aktivistin von drei als Hundefängern verkleideten Männern brutal gefangen, in eine Gitterbox gestopft und in einen Transporter verladen wurde, wobei ihre Halterin mit den Hundefängern rangelte, um ihren Hund zu schützen. Alles fand unter den Augen von als EU-Politikern verkleideten Aktivisten statt, die „die drei Europäischen Affen“ mimten: „nichts hören, nichts sehen, nichts sagen“.  Die gellenden Schreie des „Hundes“, dessen auf den Asphalt tropfendes Blut und Originalaufnahmen von panischen Hundeschreien aus einem Tötungslager in Rumänien rundeten das Horrorszenario ab. Zahlreiche Passanten und Touristen blieben gebannt stehen, zückten Kameras und Handys und ließen sich anschließend über die Hintergründe aufklären. Die Absicht der Aktivisten: Immer mehr Menschen über die schrecklichen Vorgänge in Rumänien zu informieren und aufzuzeigen, dass Derartiges in einem EU-Land im 21. Jahrhundert passiert und geduldet wird und wie wichtig es daher ist, den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen, endlich zu intervenieren. „Nur Kastration und Adoption können den Tieren nachhaltig helfen“, betont die Münchner Koordinatorin Julia Huber von ANIMALS UNITED, „Nur so kann gewährleistet werden, dass nach und nach die Tiere gesünder und friedlicher auf der Straße leben, keine weiteren Nachkommen entstehen und die Streuner’problematik‘ langfristig gelöst wird. Die Tötungen hingegen zeigen keine Erfolge, lediglich Herzlosigkeit und Gier.“

Unter dem Vorwand der Sicherheit der Bevölkerung werden Hunde in Rumänien brutal eingefangen und teilweise sogar ihren Besitzern entrissen, um allein für das Einfangen eine Kopfgeldprämie von umgerechnet 50 Euro pro Hund zu kassieren. Die städtischen Hundefänger dringen dabei immer weiter in den privaten Bereich der Bevölkerung vor. Die gefangenen und meist sehr verängstigten Hunde werden in sogenannte „Shelter“ gebracht, wo sie getötet oder unter Futtermangel und katastrophalen hygienischen Bedingungen sich selbst überlassen werden. Tierschützer europaweit fordern ein unverzügliches Ende der grausamen und illegalen Praktik und die Schaffung zwingender Regelungen im Umgang mit Straßentieren auf EU-Ebene. Bereits mehrfach dokumentierten Aktivisten der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED die  illegalen Aktivitäten rumänischer Hundefänger in Bukarest und filmten unter Gefahr für Leib und Leben heimlich in Tötungsstationen. Im vergangenen Juli berichteten internationale Medien über den Angriff städtischer Hundefängern auf zwei der Münchner Aktivisten in Bukarest, welche unter den Augen vermummter Sondereinsatzkräfte der lokalen Polizei in einen Hinterhalt gelockt und brutal attackiert worden waren, während sie sich ein Bild der dortigen Situation der Straßenhunde machen wollten. Mit eingeschlagener Autoscheibe, blutiger Lippe und weiteren Blessuren hatten sich die Tierschützer mit dem Auto retten können. Im Oktober kehrten sie über eine Woche nach Rumänien zurück, um ihre Solidarität mit den lokalen Tierschützern zu zeigen, direkt in Bukarest zu protestieren und die illegalen Hundetötungen abermals zu dokumentieren. Mitte Dezember riefen sie zu einem internationalen Großprotest vor dem Europäischen Parlament in Brüssel auf, bei dem über 400 Leute teilnahmen. Zuvor hatten die Aktivisten zu einer Pressekonferenz im Parlament geladen und mehrere Politiker getroffen.

„Die Europäische Union darf nicht tatenlos zusehen, wenn Menschenrechte der Tierhalter und -schützer mit Füßen getreten und Tiere derart behandelt werden. Rumänien, aber auch die Europäische Union müssen endlich handeln und sich ihrer Verantwortung für das Wohl ihrer Bewohner bewusst werden – der menschlichen wie der nicht-menschlichen“, so Kampagnenleiter Viktor Gebhart. „Es ist allerhöchste Zeit, dass die EU eingreift und die Hundetötungen stoppt. Die Welt muss sehen, was hier passiert. Wer Hunde derart behandelt, wird sich niemals der anderen Tiere annehmen und auch nicht der Menschen!“ Die Forderung der Tierschützer ist klar und deutlich: Die rumänischen Behörden sind dringend gefordert, Kastrationsprojekte ins Leben zu rufen, die Bewohner aufzuklären, das Problem an der Wurzel zu packen und sich unverzüglich von Maßnahmen wie der jetzigen zu verabschieden, die nur zu Gewalt und Profitgier geführt haben. Europa kann und darf sich nicht weiter der Verantwortung entziehen und sich in Sachen Tierschutz hinter seinen Mitgliedsstaaten verstecken. „Der Druck auf die EU und Rumänien muss erhöht werden, jeder einzelne kann ein Zeichen setzen. Für die Hunde in Rumänien und für eine EU, der es um mehr geht als bloß um Wirtschaftsinteressen“, so die Aktivisten von ANIMALS UNITED.

Wie bereits im vergangenen Jahr kritisierte die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED auch diesmal den alljährlich am Palmsonntag stattfindenden Rossmarkt in der Osterhofener Innenstadt wegen Tierquälerei. Die ehrenamtlichen Aktivisten waren bei der Dokumentation offensichtlicher Vergehen gegen das Tierschutzgesetz auf dem Markt bedroht und beleidigt worden. Nun wirft ihnen die Bürgermeisterin Liane Sedlmeier vor, die Verstöße nicht direkt vor Ort der Stadt gemeldet zu haben. ANIMALS UNITED zeigt sich über die Reaktion äußert verwundert und entgegnet, dass dies über die Anzeige beim zuständigen Veterinäramt, denn dieses ist schließlich zuständig, nachweislich erfolgt sei und die Tierquäler des Vorjahres trotz Ankündigung der Stadt nie zur Rechenschaft gezogen wurden. Die haltlosen Beschuldigungen der Stadt seien lediglich ein schwacher Versuch, abzulenken statt sich der Vorwürfe und ihrer Beseitigung ernsthaft anzunehmen.

Vor gut vier Wochen fand im Stadtzentrum der Stadt Osterhofen im niederbayerischen Landkreis Deggendorf, wie jedes Jahr, der „traditionelle Rossmarkt“ statt. Bereits im Vorjahr war es zur Misshandlung mehrerer Tiere gekommen. Bürger hatten sich damals bei dem Verein über den Umgang mit den Tieren beschwert und von Tierquälerei berichtet. Auch dieses Jahr machte der Markt, trotz einer als Reaktion auf die Vorwürfe des Vorjahres eigens erstellten Pferdemarktordnung, keine besonders gute Figur. Denn gegen diese wurde laut ANIMALS UNITED in nahezu allen tierschutzrelevanten Punkten verstoßen. So stand nicht allen Tieren ständig Trinkwasser und Futter zur Verfügung. Diverse der auf dem Markt dargebotenen Pferde hatten offene und teils verschorfte Wunden im Bereich von Lippen, Hals und Gliedmaßen. Des Weiteren waren die sensiblen Fluchttiere mehrfach massivem Lärm ausgesetzt – aus dröhnenden Musikboxen, von Blaskapellen auf hinter sich herzuziehenden Wägen und von Glocken direkt am Geschirr neben den eigenen Ohren. Auf der sichtlich zu klein ausgelegten Ponyreitbahn mussten die Tiere stundenlang monoton in einer Richtung laufen, was zu schweren Schäden und Leid bei den Tieren führen kann. „Jeder, der in die gestressten oder apathischen Augen der Pferde und Esel sieht und genau hinschaut, kann erkennen, dass sie keinen Spaß haben“, so die Tierschützer in ihrer ersten Pressemeldung.

Die Stadt Osterhofen reagierte nach erstem Zögern befremdlich. Bürgermeisterin Liane Sedlmeier warf den Tierschützern in einer offiziellen Stellungnahme der Stadt „Stimmungsmache“ vor, da diese die Vergehen angeblich erst jetzt anprangerten. Doch ANIMALS UNITED reagiert prompt: Die Verstöße habe man erst jetzt umfassend vorgebracht, weil das Fotomaterial aufgearbeitet werden musste und man auf eine seriöse und unabhängige tierärztliche Beurteilung gewartet habe, um keine haltlosen Vorwürfe zu streuen. Dabei handelt es sich um einen üblichen Prozess. „Indem die Bürgermeisterin uns mit haltlosen Unterstellungen angreift, anstatt den Vorwürfen nachzugehen, wird jede Diskussionsgrundlage zerstört und die Beseitigung der Missstände verhindert. Wir finden das bedauerlich und unprofessionell. Eine Bürgermeisterin, die sich wirklich um das Wohl der Tiere auf dem Rossmarkt sorgt, versucht nicht einem bundesweit als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannten Verein „Marketinggeilheit“ vorzuwerfen, sondern nimmt die von diesem klar dokumentierten Vergehen gegen das Tierschutzgesetz ernst“, so Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED. „Jetzt unsachlich und emotional ohne jede Grundlage gegen uns zu schießen, weil wir uns um Tiere sorgen, dürfte die Stadt nicht einmal bei den eigenen Bürgern gut dastehen lassen, aus deren Reihen ja schließlich der Hilferuf vergangenes Jahr kam.“

Die Aussage, dass „den ganzen Tag über Marktleitung und Veterinäramt vor Ort gewesen“ seien, macht das Ganze für die Aktivisten nicht besser, ganz im Gegenteil, denn umso erschreckender sei es, dass diese offensichtlich wegsahen. Denn die eigens installierte Marktordnung wurde in scheinbar jedem einzelnen tierschutzrelevanten Punkt missachtet, so die Tierschützer, welche ihre Aussagen mit einem ausführlichen tierärztlichen Gutachten untermauern können. Dass man die Stadt nicht direkt vor Ort kontaktiert habe, stimme so nicht. Man habe mit einer Dame der Stadt, die sich allerdings nicht auswies, vor Ort gesprochen. Diese sei aber offenbar nur daran interessiert gewesen, dem Aufschrei der Ponybetreiber nachzukommen, dass nicht fotografiert werden sollte. Dies verdeutliche auch, dass diese sich den Missständen bewusst waren und die Dokumentation gezielt verhindern wollten. „Transparenz sieht anders aus. Es wirkt vielmehr so, als gebe man sich mehr Mühe damit, engagierte Tierschützer einzuschüchtern“, so ANIMALS UNITED. Auch der den Markt betreuende Tierarzt sei vor Ort bezüglich im Hänger ohne Futter und Wasser über Stunden stehender Pferde telefonisch informiert worden, allerdings sei dieser nicht gekommen. Von einer weiteren Interaktion mit Funktionsträgern des Marktes habe man sobald Abstand genommen, da man mehrfach angefeindet und bedroht worden sei, teils auch von deutlich angetrunkenen Personen. Von Ähnlichem berichten auch Zeugen, die sich bei der Tierrechtsorganisation die letzten Tage gemeldet haben. Sie hätten von massiven Feindseligkeiten erzählt, die ihnen bereits seit Jahren entgegenschlugen. Unter ihnen tierfreundliche Anwohner, ansässige Ladenbesitzer und Standbetreiber.

„Auch in Zukunft werde Osterhofen an seinem traditionellen Palmsonntags-Rossmarkt mit Pferdeumzug festhalten“, so die Presseerklärung der Stadt. ANIMALS UNITED findet das engstirnig. „Tradition ist kein Argument, wenn sie auf Kosten der Tiere geht“, so Viktor Gebhart. „Es gibt weitaus unterhaltsamere traditionelle und profitable Veranstaltungen, mit denen sich ein Palmsonntag im Kreise seiner Familie verbringen lässt, ohne dabei Tieren aktiv oder passiv Schaden zuzufügen. Höchste Zeit für ein wirklich fröhliches Fest ohne Tierausbeutung und Tierleid in 2016!“ Gemeinsam mit Osterhofens Tierfreunden wollen die Tierschützer dies verwirklichen und bieten sich der Stadt weiterhin als helfende Hand an.

Mit einem Flashmob und einer blutigen Inszenierung anlässlich des Internationalen Tages zur Abschaffung der Tierversuche schockierte die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED am vergangenen Samstag, den 25.04.15, mitten auf der Neuhauser Straße zwischen Stachus und Marienplatz die Passanten und machte auf die Problematik von Tierversuchen und das unendliche Leid der Tiere aufmerksam. München gilt als eine der Tierversuchshochburgen Deutschlands und investierte in den letzten Jahren weit über 140 Millionen Euro in den Bau neuer Zentren für Tierversuche – mit den Steuergeldern eines jeden von uns.

In Deutschland werden jährlich ca. 3 Millionen Tiere in Versuchslaboren zu Tode gequält, weltweit sind es über 100 Millionen Tiere. Sie werden mit Elektroschocks traktiert, vergiftet und verstrahlt, ertränkt, verbrannt oder verbrüht, chirurgisch verstümmelt, ihre Haut oder ihre Augen verätzt. Alles im Namen der Forschung. Dies nahm sich  die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED zum Anlass, ihre Stimme für die Tiere zu erheben und mit einer blutigen Inszenierung den Blickwinkel der Münchner auf das Thema Tierversuche zu lenken. Aus heiterem Himmel fielen hierzu während einer bewegenden Rede zahlreiche der Tierschützer auf ein geheimes Kommando mitten in der Münchner Innenstadt auf den Boden, während sich zwei „Tierexperimentatoren“ an drei „Toten“ zu schaffen machten und sie schließlich auf einem Berg aus Müll entsorgten. Die Passanten waren geschockt, aber interessiert. Auf Schildern neben dem blutigen Berg aus Leichen und Müllsäcken konnten sie sich informieren, an einem Infostand Rat und Tipps holen. Die Absicht der Aktivisten: Die Aktion soll kritisch auf das Wegwerfprodukt „Tier“ in der heutigen Forschungsindustrie hinweisen und beleuchten, dass heutzutage weitaus effizientere und genauere Verfahren existieren, die jedoch noch kaum Förderung erhalten.

ANIMALS UNITED spricht sich für Forschung, jedoch ohne Tierversuche, aus. „Viele denken, dass Tierversuche ein nötiges Übel sind und wir ihnen unseren medizinischen Fortschritt verdanken – ein Irrglaube, denn viele der wichtigsten Erkenntnisse und Fortschritte im Gesundheitswesen sind klinischen Studien an menschlichen Patienten zuzuschreiben. Diese und weitere moderne tierversuchsfreie Forschungsmethoden, zu denen auch Computersimulationen gehören, schützen nicht nur besser vor Nebenwirkungen, sind effizienter und kostengünstiger, sondern retten auch die Leben unzähliger unschuldiger Tiere“, erläutert Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED. „Tierversuche sind nur sehr selten auf den Menschen übertragbar, jährlich sterben rund 60.000 Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten, von denen die meisten in Tierversuchen positiv getestet wurden. Tierversuche sind moralisch nicht vertretbar, halten den medizinischen Fortschritt auf und verschlingen Unsummen an Steuergeldern, die wiederum für die Vorbeugung von Krankheiten fehlen. Menschen experimentieren seit über 150 Jahren mit Tieren und immer noch sind die meisten Krankheiten unheilbar. Allerhöchste Zeit, mit dem Unsinn aufzuhören und neue und vor allem tierleidfreie Wege zu beschreiten, die es ja schon gibt!“.

Die Forderung der Tierschützer ist klar und deutlich: Forschung JA, Tierversuche NEIN! Denn jedes Lebewesen habe ein Recht auf ein Leben in Unversehrtheit. Dazu schallt es aus dem Mikrophon: „Wenn Tiere so sind wie wir, sind Tierversuche moralisch untragbar. Wenn sie nicht so sind wie wir, sind Tierversuche sinnlos.“

Am Palmsonntag fand in der Osterhofener Innenstadt der alljährliche Rossmarkt statt. Nachdem dieser nach massiven Tierquälerei-Vorwürfen im letzten Jahr für 2015 beinahe abgesagt worden wäre, stellten Aktivisten der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED auch heuer mehrere eindeutige Vergehen gegen das Tierschutzgesetz sowie gegen die nun eigens installierte Pferdemarktordnung fest: Blutige und verletzte Tiere, nicht ausreichend Wasser und Futter für alle, viel zu enge Käfige. Bei ihrem Einsatz wurden die Tierschützer darüber hinaus mehrfach verbal angegriffen und bedroht. Nun haben sie mit einem ausführlichen tierärztlichen Gutachten beim Veterinäramt Anzeige erstattet.

Vor gut vier Wochen fand im Stadtzentrum der Stadt Osterhofen im niederbayerischen Landkreis Deggendorf, wie jedes Jahr, der traditionelle Rossmarkt statt. Hier werden nicht nur Pferde zum Verkauf angeboten, sondern es findet auch ein Pferde- und Kutschenumzug statt und ein Ponykarussell soll für Begeisterung bei den Kleinen sorgen. Doch der Markt machte auch dieses Jahr wieder keine besonders gute Figur. Bereits im Vorjahr war es zu massiven Tierquälerei-Vorwürfen gekommen, nachdem mehrere Zeugen sich mit verstörenden Bildern vom und Infos zum Markt gemeldet hatten. Es war zur Misshandlung mehrerer Tiere gekommen. Am prägnantesten ist wohl vielen das Bild von einem offensichtlich älteren und verängstigten Esel im Kopf geblieben, der mit einer Ladeschaufel eines Laders der Stadt angeschoben und gleichzeitig mit einer Mistgabel traktiert worden war, als er sich nicht schnell genug bewegen wollte. Jegliche Hinweise und Aufforderungen durch die Zeugen, den Esel mit Futter zu locken, waren bewusst ignoriert und die Zeugen beschimpft und bedroht worden, was laut deren Aussagen auch noch viele Monate anhielt. Weitere Vorwürfe damals: Kein Wasser für die Pferde und ein vermeintlich totes Pferd auf dem Rücken in einem Transporter. Die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED hatte die Bilder der Zeugen veröffentlicht und die Tierschutzvergehen angeprangert, nachdem das zuständige Veterinäramt vorerst nicht reagieren hatte wollen. Die Vorwürfe hatten hohe Wellen geschlagen, hitzig war regional und überregional wochenlang über die Vorfälle diskutiert worden. Die Stadt hatte eine Nachbesprechung einberufen und erließ kurz vor dem diesjährigen Rossmarkt eigens eine neue Pferdemarktordnung.

Dennoch konnten die neun Aktivisten von ANIMALS UNITED, die extra aus München angereist waren, um den Markt nach Tierschutzgesichtspunkten zu überwachen, auch dieses Jahr – trotz einiger erkennbarer Verbesserungsversuche – abermals diverse Verstöße gegen das Tierschutzgesetz sowie gegen die Pferdemarktordnung registrieren. So stand nicht allen Tieren ständig Trinkwasser und Futter zur Verfügung. Das betraf sowohl die auf dem Markt dargebotenen Pferde als auch die im Ponykarussell und diejenigen, die über Stunden alleine in engen Transporthängern stehend abseits der Veranstaltung auf Parkplätzen, teils in ihrem Kot und Urin, auf die Rückkehr ihrer Halter warten mussten. Diverse der auf dem Markt dargebotenen Pferde hatten offene bzw. verschorfte Wunden im Bereich von Lippen, Hals und Gliedmaßen. Des Weiteren waren die sensiblen Fluchttiere mehrfach massivem Lärm ausgesetzt – aus dröhnenden Musikboxen, von Blaskapellen auf hinter sich herzuziehenden Wägen und von Glocken direkt am Geschirr neben den eigenen Ohren. Auf der zu klein ausgelegten Ponyreitbahn gab es keinen gesetzlich geforderten halbstündigen Richtungswechsel, die Tiere mussten stundenlang am Stück monoton in einer Richtung laufen, was zu schweren Schäden und Leid bei den Tieren führen kann. Kaninchen, die eigentlich nicht zur Ausstellung und zum Verkauf zugelassen waren, wurden in viel zu kleinen Käfigen angeboten, sodass sie sich kaum drehen konnten. Darunter höchstwahrscheinlich einige deutlich zu junge Jungtiere. Viele waren über Stunden ohne Wasser eingesperrt, einige von ihnen Kinderhänden schutzlos ausgeliefert, wobei auch eines der kleineren Tiere in Anwesenheit der Zeugen auf den Boden gefallen lassen wurde. In einer Kiste mussten weitere der flauschigen Hoppler über Stunden im Dunklen mit kaum Luftzufuhr ausharren. Am Ende wurden die Kaninchen mit Gemüse- und Blumenboxen völlig unzureichend abgesichert verladen. Diese und weitere Verstöße wurden nun von ANIMALS UNITED beim zuständigen Veterinäramt zur Anzeige gebracht. „Neben fremden Pferden aufgestellt, Lärm, laute Musik, aufgeregte und teils angetrunkene Menschen und nicht ausreichend Wasser und Futter für alle sind eine enorme Reizüberflutung und Belastung für die sensiblen Tiere. Jeder, der in die gestressten oder apathischen Augen der Pferde, Esel oder Kaninchen sieht und genau hinschaut, kann erkennen, dass sie keinen Spaß haben“, so die Tierschützer.

Laut dieser wurde ihr Besuch grundsätzlich recht positiv angenommen, einige sprachen sie interessiert an. Dennoch kam es zu deutlichen Anfeindungen seitens einiger der Tierhalter (vorrangig der Besitzer und Sympathisanten des Ponykarussells), die die Tierfreunde im Beisein vieler Zeugen kontinuierlich beschimpften und bedrohten, obwohl diese nur friedlich vor Ort standen. „Wir wurden mitunter vom Besitzer des Ponykarussells im Beisein von Kindern als ‚Kinderschänder‘ bezichtigt, die den Kindern den Spaß am Ponykarussell nehmen wollten und diese beim Reiten filmten. Uns wurden konkret ‚Ohrfeigen‘ und einiges mehr angedroht – mit erhobenem Zeigefinger, ausgestreckter Faust und gar unter Zuhilfenahme einer Pferdepeitsche“, so Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED. „Nicht nur die sprachdefinitorischen Defizite und Aggressionen seitens der uns als ‚Kinderschänder‘ bezeichnenden Personen sind erschreckend, sondern vor allem die Vorsätzlichkeit, mit der Tiere hier fahrlässig und bewusst für Profit und Tradition leiden müssen. Die aufgebrachte Erklärung, man sei hier doch in Bayern, rechtfertigt keine Tierquälerei. Echte Tierfreunde können sich nur gegen eine derartige Veranstaltung stellen.“ Das sieht auch die zur Rat gezogene Tierärztin so, die in ihrem Gutachten zum Markt abschließend eine düstere Diagnose stellt: „Aus Sicht des Tierschutzes sowie aus infektionspräventiver Sicht sind derartige Veranstaltungen abzulehnen.“ Die Tierschützer haben alles auf Film und Bildern festgehalten. Nun haben sie abermals Anzeige beim Veterinäramt gestellt. Sie sind verwundert über das Nichteinschreiten der Vertreter des Amtes, die angeblich zumindest morgendlich alles abgenommen haben sollen.

Die klare und deutliche Botschaft der Aktivisten: „Tiere sind keine Ware und keine Unterhaltungsobjekte, sondern Lebewesen mit Bedürfnissen und Gefühlen wie wir! Es gibt weitaus unterhaltsamere traditionelle und profitable Veranstaltungen, mit denen sich ein Palmsonntag im Kreise seiner Familie verbringen lässt, ohne dabei Tieren aktiv oder passiv Schaden zuzufügen. Höchste Zeit für ein echt fröhliches Fest ohne Tierausbeutung und Tierleid in 2016!“.

Tausende Hunde wurden im vergangenen Jahr brutal eingefangen, um dann in Tötungslagern auf grausame und zutiefst inhumane Art und Weise zu sterben. Europaweit werden daher seit Monaten die Stimmen immer lauter nach einer tierschutzgerechten Lösung der Streuner“problematik“ in Rumänien. In ihren Chor stimmt seit jeher auch eine der international bekanntesten Tierschützerinnen, Maja Prinzessin von Hohenzollern, mit ein und erhebt nun erneut maßgeblich ihre Stimme.

Maja von Hohenzollern reist seit vielen Jahren regelmäßig nach Rumänien und setzt sich unermüdlich gegen die Massentötung von Millionen Straßenhunden ein. Sie führt Rettungsaktionen und Hilfstransporte durch, verhandelt mit Politikern und plädiert für eine humane Lösung im Umgang mit Streunern, für Kastrations- und Adoptions-Programme. In Medien macht sie seit vielen Jahren auf die Verbrechen an Straßentieren aufmerksam und klärt über ihr Schicksal auf. Im EU-Parlament in Brüssel sprach sie sich für verbesserte Tierschutzgesetze aus.

Unter dem Vorwand der Sicherheit der Bevölkerung werden Hunde in Rumänien brutal eingefangen und teilweise sogar ihren Besitzern entrissen, um allein für das Einfangen eine Kopfgeldprämie von umgerechnet 50 Euro pro Hund zu kassieren. Die Hundefänger dringen dabei immer weiter in den privaten Bereich der Bevölkerung vor und entreißen ihnen ihre Hunde. Die gefangenen und meist sehr verängstigten Hunde werden in sogenannte „Shelter“ gebracht, wo sie getötet oder unter Futtermangel und katastrophalen hygienischen Bedingungen sich selbst überlassen werden, bis sie qualvoll sterben. Die rumänischen Hundefänger versuchen, ihre illegalen Einfangaktionen immer wieder mit den „gefährlichen Straßenhunderudeln“ zu rechtfertigen. In Wirklichkeit geht es jedoch um viel Geld. Um die Hundetötungen hat sich eine ganze „Industrie“ entwickelt, die von mafiösen Strukturen gekennzeichnet ist, städtisch gefördert und national wie auf europäischer Ebene geduldet. Es geht um Millionenbeträge. Vom Hundefänger über den Bauherren neuer Shelter zum Betreiber der Verbrennungsanlage verdienen Menschen mit dem brutalen Töten der Hunde. Der „Rohstoff Hund“ ist ein erträgliches Geschäftsmodell. Die Hundefänger versuchen daher auf Biegen und Brechen, irgendwie auch nur einen Hund zu fangen, egal ob dieser wirklich ein Straßenhund ist oder nicht.

Die Mehrheit der Rumänen spricht sich gegen die Tötungen aus, interessieren tut es diejenigen, die am Ableben der Hunde verdienen, jedoch nicht. Der Zutritt zu den städtischen Sheltern wird zunehmend verweigert, die eigentliche Intention dieser, Hunde zu vermitteln, ist kaum mehr gegeben. Die Voraussetzungen zur Adoption sind derart erschwerend gestaltet, dass kaum Hunde adoptiert werden. Exekution ersetzt Adoption. Tierschützer europaweit fordern ein unverzügliches Ende der grausamen und illegalen Praktik und die Schaffung zwingender Regelungen im Umgang mit Straßentieren auf EU-Ebene. Unter ihnen die Tierschützer von ANIMALS UNITED, die bereits mehrfach in den Sheltern undercover gefilmt, die Hundefänger bei ihren illegalen Streifzügen verfolgt und Demonstrationen in Bukarest, deutschlandweit und vor dem Europaparlament in Brüssel organisiert haben. Nach ihrem ersten Kampagnenmotiv gemeinsam mit Musiklegende Peter Maffay, selbst rumäniendeutscher Herkunft, wollen sie nun mit Maja Prinzessin von Hohenzollern abermals noch mehr Menschen über die drastischen Zustände in Rumänien informieren, um somit den Druck auf die Europäische Union weiterhin zu erhöhen, sich in Sachen Tierschutz nicht weiter hinter ihren Mitgliedsstaaten zu verstecken, sondern endlich zu intervenieren.

„Die Welt muss sehen, was hier passiert! Wer Hunde derart behandelt, wird sich niemals anderer Tiere und Menschen annehmen. Die europäischen und rumänischen Behörden sind dringend gefordert, der Hundemafia Einhalt zu gebieten, Kastrationsprojekte ins Leben zu rufen, die Bewohner aufzuklären, das Problem an der Wurzel zu packen und sich unverzüglich von Maßnahmen wie der jetzigen zu verabschieden, die nur zu Gewalt und Profitgier geführt haben“, so Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED. „Gerade der neue Präsident Johannis, ein Gegner der Tötungen, muss aus Worten endlich Taten werden lassen! Europa blickt mit hoffnungsvollen Augen auf ihn!“ Diese Forderung unterstützt auch Maja, die für ihr weltweites soziales Engagement bereits mehrfach mit bedeutenden internationalen Auszeichnungen geehrt wurde. Für die Kampagne PROJECT ROMANIA der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED gibt sie ihr Gesicht und ein klares Statement ab: „Humanität statt Mord! Für Kastration und Adoption statt Exekution. Stoppt das rumänische Hundemassaker!“. Gemeinsam mit ANIMALS UNITED fordert sie nun zum wiederholten Male, die Tötungen umgehend einzustellen und durch humane Lösungen, wie die Kastration der Hunde, zu ersetzen. „Nur Kastration und Adoption können den Tieren nachhaltig helfen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Tiere nach und nach gesünder und friedlicher auf der Straße leben, keine weiteren Nachkommen entstehen und die Streuner’problematik‘ langfristig gelöst wird.“

Die Tierschützerin engagiert sich seit Jahren gesellschaftlich und gibt vor allem europäischen Straßentieren ihre Stimme. Maja von Hohenzollern hat selbst viele Tiere von der Straße gerettet und lebt mit 13 adoptierten Straßenhunden und 5 geretteten Straßenkatzen zusammen. Auch die Hündin Emelie auf ihrem Arm hat sie persönlich von der Straße gerettet – halbblind, alt, kurz vor dem Hungertod und mit Schrotkugeln im ganzen Körper. Sie darf seither bei Prinzessin Maja ihren Lebensabend liebevoll als echte „Hunde-Prinzessin“ genießen. Das Kampagnenmotiv dürfte nicht nur in der Tierschutzszene einschlagen, sondern auch darüber hinaus für Wirbel sorgen und noch mehr Menschen für das Thema gewinnen.