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München/Oettingen, 13. Dezember 2017 – Am gestrigen Dienstag konfrontierte die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED die Stadt Oettingen und das zuständige Veterinäramt in Donau-Ries mit umfassendem Beweismaterial über katastrophale Zustände in einem Bauernhof und forderte ein sofortiges und nachhaltiges Eingreifen der Behörden. Von grober Vernachlässigung, mangelnder und falscher Verpflegung, grausamen Todesfällen und erschreckenden Hygienemängeln war die Rede, die mit Video- und Bildmaterial bezeugt wurden. Die 1. Bürgermeisterin Petra Wagner zeigte sich „erschüttert“ und kontaktierte das Veterinäramt, das den Hof noch am selben Tag inspizierte. Während sich immer mehr Stimmen in Oettingen erheben und die Zustände bezeugen, sieht das Veterinäramt, laut heute abgegebener Erklärung, dennoch keinen Grund zum Eingreifen – für die Tierrechtler_innen ein Skandal, sie kontern!

Aktuelle Entwicklungen:
Nach der gestrigen Veröffentlichung des schockierenden Materials durch die bundesweite Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED, ist Oettingen in Aufruhr, hunderte Menschen meldeten sich in den sozialen Netzwerken, in den Kommentaren der vielen Medienberichte, bei der Stadt und bei den Tierrechtler_innen, darunter etliche schockierte Stadträt_innen. Die 1. Bürgermeistern Petra Wagner kündigte an, sich unverzüglich zu kümmern und schaltete das Veterinäramt ein, das den Fall zu „höchster Priorität“ erklärte und sich sofort auf den Hof begab. Heute dann das Fazit: Die Veterinär_innen ließen in einer Stellungnahme verlautbaren, dass die Tiere sich „in keinem Zustand befanden, der ein umgehendes Eingreifen aus tierschutzrechtlicher Sicht erforderlich machte. In Form von Auflagen wurde auf kleinere Beanstandungen reagiert.” Für Tierfreund_innen deutschlandweit aber auch etliche Oettinger_innen ein völlig unverständliches Verhalten, ihnen ist der Hof schon lange ein Dorn im Auge. Anordnungen durch das Amt an den Bauern habe es bereits gegeben, so auch vor einigen Monaten, doch es sei nichts passiert, das die Zustände verbessert hätte. Eine Veterinäramtsbeamtin hatte sich bereits vor Wochen in einem Telefonat mit einer der Aktivist_innen geäußert, dass sie dem Bauern die Abgabe der Tiere zum Winter ans Herz gelegt hätte. Dass das Amt nun keine Beanstandungen haben will, ist für ANIMALS UNITED eine Farce. Nur durch den medialen Druck durch ihre Veröffentlichung habe sich überhaupt erst etwas bewegt. Die Behörden hätten nachweislich von den Zuständen gewusst, vom Ordnungsamt hin zum Veterinäramt. Die Tierrechtler_innen könnten dies belegen. Schuldzuweisungen seien aber nicht produktiv, es gelte jetzt, den Tieren endlich zu helfen statt sich auf das Herabspielen der Zustände und auf Ausflüchte zu konzentrieren, so ANIMALS UNITED. Es sei lange genug gewartet und angeordnet worden. Sie bieten sich weiter an, zu helfen und dem überforderten Bauern die Tiere abzunehmen.

Statement – Viktor Gebhart, Geschäftsführer von ANIMALS UNITED e.V.:
„Die Zustände auf dem Oettinger Hof haben Menschen deutschlandweit schockiert, vor allem in Oettingen selbst. Immer mehr Menschen melden sich zu Wort, die froh sind, dass endlich jemand das Leid der Tiere öffentlich anprangert, nachdem jahrelang nur zu- und weggesehen wurde. Auch und gerade von Behördenseite. Die Stadt will nichts gewusst haben, zeigt sich aber zum Glück schockiert und will handeln. Das Veterinäramt ist seit Jahren in Kenntnis gesetzt und versucht nun, die bis dato geduldeten Zustände kleinzureden und so den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Wieder soll den Tieren nicht nachhaltig geholfen werden. Das Zögern der Behörden hat auch in den letzten Monaten Tieren Leid verursacht und teils sogar Leben gekostet. Für uns ein Skandal“, so Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED.

München/Oettingen, 12. Dezember 2017 – Grobe Vernachlässigung, mangelnde und falsche Verpflegung, grausame Todesfälle und erschreckende Hygienemängel – so lauten die Vorwürfe der bundesweiten Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED , die diese Situation auf einem Bauernhof in Oettingen ausgemacht haben will. Der Zustand des ganzen Hofs sei desolat und die Tier”haltung” der Rinder und Katzen äußerst tierschutzwidrig, wie der Verein mit ihm zugespieltem Foto- und Videomaterial ausführlich belegen will. Die Behörden seien über die vergangenen Jahre bereits mehrfach informiert worden, ohne nennenswerten Effekt. Die Tierrechtler_innen wenden sich daher heute in einem Schreiben an die Bürgermeisterin und den Stadtrat. Sie fordern ein sofortiges und nachhaltiges Eingreifen der Behörden und bieten an, die Tiere in gute Hände zu vermitteln.

Schilderung der Zustände:
Die hygienischen Zustände des Hofs und des Stalls sind katastrophal, überall befinden sich große Mengen an Fäkalien und sperrmüllartige Gegenstände, an denen sich die Tiere verletzten können. Der Kot türmt sich teilweise bereits an den Wänden auf. Die Kühe können sich kaum bewegen, sind teils angekettet und voller Kot, so zeigen es die Aufnahmen der Tierrechtsorganisation. Sie muhten auffällig viel, oft und laut, das berichten auch die Anwohner, die den Aktivist_innen von toten Tieren erzählten, die sie immer wieder gesehen hätten. Die Tiere hätten kaum bis kein Wasser, das dargebotene Futter gäre und gammle mitunter. Auch die frei umherlaufenden Katzen befänden sich alle in einem schlechten Zustand – von Fliegenlarven übersät, stark abgemagert, dehydriert und verwahrlost. Mehrere mussten bereits von ihrem Leid erlöst werden. Tote Katzen liegen frei zugänglich herum, berichtet der Verein ANIMALS UNITED, der eine unabhängige tierärztliche Beurteilung eingeholt und das Veterinäramt sowie die Bürgermeisterin und den Stadtrat heute über die Missstände informiert hat. Die Tierrechtler_innen erwägen, Strafanzeige gegen den “Tierhalter” zu erstatten, sofern dieser sich nicht einsichtig zeigt und die Tiere abgibt. Bereits mehrfach sei der Hof den verantwortlichen Behörden gemeldet worden, dessen Zustände beim Veterinäramt Donau-Ries seit Jahren bekannt seien. Dennoch seien sie unverändert, die Tiere leiden weiterhin.

Statement – Viktor Gebhart, Geschäftsführer von ANIMALS UNITED e.V.:
„Nicht nur in der Massentierhaltung leiden Tiere, auch der ‘Bauer von nebenan’ ist Täter, denn schlichte Vernachlässigung ist fahrlässige Tierquälerei. Zustände wie die auf dem Oettinger Hof sind auf kleinen, ländlichen Höfen leider keine Seltenheit und werden von der Nachbarschaft und von den Behörden nicht selten geduldet und ignoriert. Der ‘Tierhalter’ in Oettingen ist sichtlich überfordert und anscheinend nicht in der Lage, die Tiere korrekt unterzubringen und zu versorgen. Der Winter wird kalt und die schlechtversorgten Rinder und Katzen sind akut gefährdet. Die Tiere müssen dringend beschlagnahmt werden, es wurde lange genug zugesehen. Wir bieten uns gerne an, Plätze für sie auf einem Lebenshof zu finden. Sie haben nach dem Horror ein schönes Restleben verdient“, so Viktor Gebhart von ANIMALS UNITED.

Gesetzliches:
Rinder benötigen pro Tag 40-130 Liter sauberes Trinkwasser, das allen jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung stehen muss. Verdorbenes Futter darf nicht angeboten werden. Die hygienische Bedingungen sowie der Pflegezustand der Tiere sind fortwährend aufrechtzuerhalten. Das Stehen im eigenen Kot ist im Hinblick auf die Klauengesundheit als äußerst kritisch zu beurteilen, denn es begünstigt die Entstehung von Hautschäden, Aufweichungen und Infektionen der distalen Gliedmaßen. Kranke Tiere müssen unverzüglich durch den Tierhalter selbst bei einem Tierarzt vorgestellt werden (TierSchG § 2 Nr. 1). Tote Katzen gehören laut Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 zu Material der Kategorie 1 und müssen laut TierNebG §3 nach Meldung des Besitzers durch den zuständigen Verarbeitungsbetrieb beseitigt werden, alternativ sind eine Bestattung auf einem Tierfriedhof oder – nach Genehmigung – ein Vergraben der Tiere auf dem eigenen Grundstück möglich. Bis zur Abholung/Ablieferung zur Verbrennung bzw. bis zum Vergraben des Tiers sind Heimtiere geschützt vor Witterungseinflüssen so aufzubewahren, dass Menschen nicht unbefugt und Tiere nicht mit ihnen in Berührung kommen können. Tote Katzen dürfen somit nicht frei zugänglich herumliegen (TierNebG §10).

München/Kempten, 28. Juni 2017 – Circus Carl Busch hat seine offizielle Gastspielzeit in Kempten gerade erst beendet und schon hagelt es massiv Kritik an dem Zirkusunternehmen, das etliche – teils auch wilde – Tiere mit sich führt. Die Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED hat ein totes Neuweltkamel-Junges (Alpaka/Lama) auf dem Zirkusareal entdeckt und fotografieren können. Die Todesursache ist unklar, jedoch wirft die Position des abgelegten Kadavers Fragen auf, ebenso, dass dieser abrupt und bis dato spurlos verschwunden scheint. Laut gesetzlicher Auflagen hätte es mehrfache Meldungen bei Behörden sowie eine entsprechende fach- und sachgerechte Entsorgung geben müssen. Die Tierrechtler_innen hatten daher Anzeige beim zuständigen Veterinäramt erstattet, welches daraufhin vor Ort war, sich aber bisher aus Datenschutzgründen in Schweigen hüllt. ANIMALS UNITED hatte die vergangenen Tage immer wieder vor dem Zirkus demonstriert und dabei auch von einer Zeugin erfahren müssen, dass ein Elefant, der nicht gehorchen wollte, von den Mitarbeiter_innen mehrfach geschlagen worden sein soll. Die Tierrechtler_innen fordern daher dringend ein Gastspielverbot für den Zirkus sowie ein generelles Wildtierverbot für Kempten und warnen kommende Gastspielorte.

Statement – Viktor Gebhart, ANIMALS UNITED e.V.:
„Circus Carl Busch preist seine Tiershows als ‚Weltformat‘ an. Der Umgang mit den Tieren entspricht dem absolut nicht. Auf der hauseigenen Homepage wird damit geworben, dass sich der Zirkus ‚besonders‘ um seine vierbeinigen Freund_innen und deren Wohlergehen bemühe. Davon war in Kempten nichts zu sehen. Das Neuweltkamel-Junge, das wir tot neben einem Heuhaufen fanden, wurde dort vermutlich mit einem Schubkarren lieblos in der prallen Sonne abgeladen. Bisher bleibt es weiter unklar, an was das Tier so jung gestorben und wohin es verschwunden ist. Auch die uns von einer Zeugin geschilderten Prügel für den sich weigernden Elefanten zeigen deutlich, dass die von Zirkussen immer wieder vorgeführte Familienliebe zu ihren Tieren nichts weiter als Marketing ist. Hinter den Kulissen geht es anders zu, hier wird mit beinharter Dressur gearbeitet und die Tiere leiden massiv, physisch wie psychisch. Circus Carl Busch ist ein schwarzes Schaf, aber eins unter lauter schwarzen Schafen. Denn Zirkus ist per se mit Tierleid verbunden. Wir fordern daher von der Stadt Kempten ein generelles Wildtierverbot und warnen alle weiteren Gastspielorte vor Circus Carl Busch. Es liegt an jeder_jedem von uns, der Tierquälerei mit einem Nichtbesuch Einhalt zu gebieten. Zirkus ja, aber ohne Tiere!“

Gesetzliches:
Tierkörper sind bei Zirkustieren (laut TierNebG §3) nach Meldung durch die_den Besitzer_in in zugelassenen Verarbeitungsbetrieben zu entsorgen oder zu diagnostischen Zwecken in eine staatliche oder eine von der zuständigen Behörde bestimmte Untersuchungseinrichtung (=Pathologie) zu verbringen. Der Abgang muss sowohl (laut ViehVerkV § 45, Kameliden) im zirkuseigenen Bestandsregister als auch (laut ZirkRegV) im Zentralregister für Zirkustiere vermerkt werden, d.h. hier müsste der_dem Amtstierärzt_in das Fehlen eines Tieres auffallen.

Hintergrund:
Rund 1.500 Tiere, darunter etwa 900 Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Löwen und Tiger, fristen ihr Dasein in deutschen Zirkussen. Sie leiden unter den ständigen Transporten in engen Zirkuswagen und dem Stress in der Manege. Viele zeigen deutliche Verhaltensstörungen oder sind krank. Durchschnittlich bei etwa jeder zweiten behördlichen Kontrolle werden Missstände bei der Tierhaltung festgestellt. Mehr als 20 EU-Länder haben sich bis dato entschieden, bestimmte Tierarten im Zirkus zu untersagen. Die Europäische Tierärztevereinigung sowie die Bundestierärztekammer und auch der Bundesrat haben sich bereits mehrfach für ein Wildtierverbot im Zirkus ausgesprochen. Ebenso die Mehrheit der Deutschen in repräsentativen Umfragen. Viele sind gar gegen jeglichen Tiereinsatz. Die Bundesregierung verharrt weiter tatenlos. Immer mehr Kommunen entscheiden sich daher eigenständig für lokale Verbote, die immer wieder von Zirkussen angefochten werden. Eine bundesweite Regelung ist unabdingbar, um dem Tierschutz endlich Rechnung zu tragen.

München/Berlin, 21. Juni 2017 – Soeben stimmte der Umweltausschuss des Bundestags über einen Antrag der Partei DIE LINKE ab, Wildtiere im Zirkus zu verbieten (DS 18/12088). Trotz der deutlichen Mehrheit von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE im Ausschuss, die alle in ihren Programmen für ein Wildtierverbot plädieren, wurde der Antrag “Verbot der Haltung wild lebender Tierarten in Zirkussen”, der den heutigen Tagesordnungspunkt 19 stellte, zum Ende der heutigen Ausschusssitzung abgelehnt. Überraschend: Die SPD wählte gegen das Verbot. Tierfreund_innen bundesweit sind schockiert, mit Hoffnung hatten sie der Entscheidung entgegen gefiebert. Die Mehrheit der Bevölkerung steht laut repräsentativer Umfragen hinter einem Verbot. Deren Anliegen und dem der Tiere, die im Zirkus leiden, wird somit abermals nicht von der Bundesregierung entsprochen. Die bundesweite Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED hatte gestern an die Ausschussmitglieder und Parteifunktionär_innen appelliert, dem Antrag zuzustimmen. Nun will sie deutschlandweit zu noch mehr Protesten für einen tierfreien Zirkus mobilisieren.

Statement – Viktor Gebhart, ANIMALS UNITED e.V.:
“Die Mehrheit der Parteien im Umweltausschuss des Bundestages plädiert generell für ein Wildtierverbot und dennoch stimmte dieser heute gegen den Antrag auf ein Wildtierverbot. Gerade von der SPD, die sich die vergangenen Jahre immer wieder für ein Verbot stark gemacht hat, hatten Tierfreund_innen deutschlandweit mehr erwartet. Sie fiel diesen heute in den Rücken. Ein Tierschutzskandal und ein klarer Bruch mit der eigenen Überzeugung der Partei, die es heute in der Hand hatte, Tierquälerei in der Manege endlich ein Ende zu setzen”, so Viktor Gebhart von der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED. “Die Bundesregierung selbst hat bereits eingeräumt, dass für bestimmte Tierarten ein Verbot erforderlich ist und dass den Bedürfnissen der Tiere in reisenden Zirkussen nicht ausreichend nachgekommen werden kann. Die bisher geltenden Leitlinien sind eine Farce, es braucht eine einheitliche bundesweite Regelung. Dass nun abermals nichts unternommen wird, wird  dem eigenen Anspruch, in Sachen Tierschutz eine internationale Vorreiterrolle sein zu wollen, nicht gerecht. Es liegt daher weiter an jeder_jedem von uns, keinen Tierzirkus zu besuchen. Die Nachfrage regelt das Angebot.”

Hintergrund:
Rund 1.500 Tiere, darunter etwa 900 Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Löwen und Tiger, fristen ihr Dasein in deutschen Zirkussen. Sie leiden unter den ständigen Transporten in engen Zirkuswagen und dem Stress in der Manege. Viele zeigen deutliche Verhaltensstörungen oder sind krank. Durchschnittlich bei etwa jeder zweiten behördlichen Kontrolle werden Missstände bei der Tierhaltung festgestellt. Mehr als 20 EU-Länder haben sich bis dato entschieden, bestimmte Tierarten im Zirkus zu untersagen. Die Europäische Tierärztevereinigung sowie die Bundestierärztekammer und auch der Bundesrat haben sich bereits mehrfach für ein Wildtierverbot im Zirkus ausgesprochen. Ebenso die Mehrheit der Deutschen in repräsentativen Umfragen. Viele sind gar gegen jeglichen Tiereinsatz. Die Bundesregierung verharrt weiter tatenlos. Immer mehr Kommunen entscheiden sich daher eigenständig für lokale Verbote, die immer wieder von Zirkussen angefochten werden. Eine bundesweite Regelung ist unabdingbar, um dem Tierschutz endlich Rechnung zu tragen.

Der Verein ANIMALS UNITED hatte erst im vergangenen Jahr den letzten Zirkusbären Deutschlands befreit und im Februar diesen Jahres mit rund 650 Menschen Deutschlands bisher größte Demonstration für einen Zirkus ohne Tiere in München abgehalten. Auch Prominenz hat sich den Bemühungen des Vereins bereits angeschlossen. Darunter Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke, mit dem die Tierrechtsorganisation ein Kampagnen-Motiv realisiert hat. Weitere Infos auf: www.circus-ohne.de

München/Berlin, 20. Juni 2017 – Am anstehenden Mittwoch, den 21. Juni, stimmt der Umweltausschuss des Bundestags über einen Antrag einiger Politiker_innen sowie der Partei DIE LINKE für ein bundesweites Wildtierverbot für Zirkusse ab. Bereits 2003, 2011 und auch 2016 forderte der Bundesrat ein Verbot bestimmter Wildtiere, die Bundesregierung zögert jedoch weiterhin. Immer mehr Kommunen nehmen sich der Thematik daher selbst an, indem sie Zirkusunternehmen mit Wildtieren auf ihren kommunalen Flächen verweigern. Mit Rückenwind. Denn die Mehrheit der Bevölkerung steht laut repräsentativer Umfragen hinter einem Verbot. Auf dass deren Anliegen endlich von der Bundesregierung aufgegriffen wird, appelliert die bundesweite Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED nun offiziell an Ausschussmitglieder und Parteifunktionär_innen, dem Antrag am Mittwoch zuzustimmen. Anschließen kann man sich dem Aufruf auf der Facebook-Seite des Vereins. Mit Spannung erwarten Tierfreund_innen deutschlandweit die Entscheidung.

Kurzer Umriss der Sachlage:
Bereits 2003 und 2011 stimmte der Bundesrat Entschließungsanträgen zu, die ein Haltungsverbot für bestimmte wild lebende Tierarten in Zirkusbetrieben forderten. Beiden Initiativen wurde von Seiten der Bundesregierung jedoch nicht entsprochen. Seit März 2016 liegt dieser ein weiterer Antrag zur Prüfung vor, bisher jedoch ohne Reaktionen. Die Haltung der Bundesregierung steht etlichen Ländern deutschland- und weltweit hinterher. Der eigene Anspruch, in Sachen Tierschutz eine internationale Vorreiterrolle sein zu wollen, wird damit nicht erfüllt. Innerhalb der Europäischen Union haben inzwischen 18 Länder die Haltung von Wildtieren in Zirkussen verboten oder deutlich eingeschränkt. Auch außerhalb der EU gibt es immer weniger Wildtiere in Zirkussen. Dabei schätzt selbst die Bundesregierung offiziell Zirkusse mit Tieren als sehr kritisch ein (vgl. Bundestagsdrucksache 17/10572), dennoch wird jede Initiative von einigen wenige Politiker_innen blockiert. Am morgigen Mittwoch, den 21. Juni 2017, will nun der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in der Sitzung von 9:30 bis 13:00 Uhr über den neuen Antrag der Abgeordneten Birgit Menz, Eva Bulling-Schröter, Caren Lay sowie weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE unter Tagesordnungspunkt 19 zum “Verbot der Haltung wild lebender Tierarten in Zirkussen” abstimmen. Es ist zu befürchten, dass der Antrag von den Ausschussmitgliedern abgelehnt wird.

Viktor Gebhart, ANIMALS UNITED e.V.:
“Die Bundesregierung selbst hat in ihrer Begründung zum Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Tierschutzgesetzes eingeräumt, dass für bestimmte Tierarten ein Verbot erforderlich sei. Sie hat darin selbst anerkannt, dass die vorliegende Faktenlage darauf hinweist, dass eine tierschutzgerechte Haltung unter den Bedingungen reisender Zirkusse nicht realisierbar ist und den Bedürfnissen der Tiere nicht ausreichend nachgekommen werden kann. Diese Einschätzung wird von Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen untermauert, die bestätigen, dass vielen Zirkussen eine artgerechte Haltung misslingt. Dennoch zögert die Bundesregierung, ein bundesweites Wildtierverbot zu erlassen, um dem Leid der Tiere endlich ein Ende zu setzen. Für uns ein politischer Skandal!”

“Die bisher geltenden Leitlinien für die Haltung von Tieren in Zirkusbetrieben sind eine Farce. Deutschland ist weitestgehend ein rechtsfreier Raum für Tierzirkusse. Mit Sicherheit werden im Ausschuss wieder die Einwände kommen, ein Wildtierverbot sei ein Eingriff in das Recht auf freie Berufswahl und der Zirkus mit Tieren sei Tradition. Dabei hat selbst die Bundesregierung bereits erklärt, dass das Gemeinwohl, im konkreten Fall der Schutz der Tiere, höher stehe als das Recht auf Berufsausübungsfreiheit. Und auch Tradition ist kein Muss sondern eine Abwägungssache. Der Schutz leidender Lebewesen muss auch hier Priorität haben. Lokale Verbote schaffen keine nachhaltige Abhilfe, es braucht eine einheitliche bundesweite Regelung. Wir appellieren daher an den tagenden Ausschuss, endlich ein Zeichen zu setzen und den Stein ins Rollen zu bringen.”

Hintergrund:
Rund 1.500 Tiere, darunter etwa 900 Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Löwen und Tiger, fristen ihr Dasein in deutschen Zirkussen. Sie leiden unter den ständigen Transporten in engen Zirkuswagen und dem Stress in der Manege. Viele zeigen deutliche Verhaltensstörungen oder sind krank. Die Europäische Tierärztevereinigung, die Bundestierärztekammer sowie der Bundesrat haben sich bereits mehrfach für ein Wildtierverbot im Zirkus ausgesprochen. Ebenso die Mehrheit der Deutschen in repräsentativen Umfragen. Viele sind gar gegen jeglichen Tiereinsatz. Die Bundesregierung verharrt weiter tatenlos. Immer mehr Kommunen entscheiden sich daher eigenständig für lokale Verbote, die immer wieder von Zirkussen angefochten werden. Eine bundesweite Regelung ist daher unabdingbar, um dem Tierschutz endlich Rechnung zu tragen.

Der Verein ANIMALS UNITED hatte erst im vergangenen Jahr den letzten Zirkusbären Deutschlands befreit und im Februar diesen Jahres mit rund 650 Menschen Deutschlands bisher größte Demonstration für einen Zirkus ohne Tiere in München abgehalten. Auch Prominenz hat sich den Bemühungen des Vereins bereits angeschlossen. Darunter Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke, mit dem die Tierechtsorganisation ein Kampagnen-Motiv realisiert hat. Mit ihrem offiziellen Aufruf an die tagenden Ausschussmitglieder sowie die Parteispitzen wollen sie diese motivieren, als ersten Schritt ein Wildtierverbot auf den Weg zu bringen, auf dass eines Tages allen Tieren das Leid in der Manege erspart bleibt. Weitere Infos auf: www.circus-ohne.de