Systematisch vergiftet & erschlagen

Systematisch vergiftet & erschlagen – das qualvolle Sterben vermeintlicher „Schädlinge“

 

Aus Hunger und dem Bedürfnis nach Schutz suchen wild lebende Nagetiere wie Mäuse (v.a. Hausmäuse & Wühlmäuse) und Ratten (v.a. Wanderratten & Hausratten) immer wieder menschliche Bauwerke wie Scheunen und Häuser auf, um sich an Essensresten in und um Müllstellen und lagernden Lebens- und/oder Futtermitteln für „Nutz- und Haustiere“ zu bedienen, und damit ihr eigenes, sowie das Überleben ihrer Nachkommen zu sichern. Auch untergraben einige Wild-Maus-Arten gerne Garten-Beete und beknabbern Wurzeln und Blumen-Zwiebeln, was sie zu verhassten ungebetenen Gästen macht.

Als bissige Krankheitsüberträger und tierische Schmarotzer verpönt, stellt der Mensch ihnen daher systematisch nach, und bedient sich dabei grausamster Mittel, um die vermeintliche Plage um Haus und Hof möglichst zeitnah und effektiv zu beseitigen. Die Nager werden nicht nur im privaten Setting gejagt- Städte sehen sich in der Pflicht, ihre Straßen und Parkanlagen ratten- und mäusefrei zu halten und sich der Tiere auf perfide Weise zu entledigen. Ein ganzer Wirtschaftssektor – die Schädlingsbekämpfung – lebt von der „Invasivität“ besagter unliebsamer Kreaturen.

Mausetot in der Schlag-Falle:

Aufgestellt unter Schränken, auf der Terrasse oder im Keller, fungieren Mause- und Rattenfallen unterschiedlichster Ausführungen als grausames Instrument von tödlicher Schlagkraft. Angelockt mit wohlriechenden Ködern, löst die Maus/Ratte mit ihren Bewegungen einen simplen Mechanismus aus und die Todes-Falle schlägt erbarmungslos zu. Schmerzhafte Knochenbrüche und Quetschungen bereiten unvorstellbare Qualen, ehe das Fallenopfer, nach minutenlangem oder gar stundenlangem Todeskampf, in den metallenen Fängen verstirbt. Nicht selten passiert es, dass „nur“ Beinchen oder Schwänzchen der kleinen Nager von der Falle erfasst werden und die Tiere – schwer verletzt und blutend – verzweifelt versuchen, sich zu befreien. Schlagfallen unterscheiden nicht zwischen Maus, Ratte, Igel oder Katze: Besonders massive Fallen-Exemplare vermögen auch Nichtnagern ganze Extremitäten einzuquetschen und diese erheblich zu verletzten: Schwerverletzer Igel gerettet: So gefährlich sind Mausefallen (deine-tierwelt.de)

Innerlich verblutet durch Gift:

Giftköder gelten als primäres Bekämpfungsmittel gegen Ratten und finden im privaten- als auch im großangelegten, städtischen- und industriellen Rahmen Verwendung. Mit der Aufnahme der hochtoxischen Substanzen beginnt ein unerträglich langer und qualvoller Prozess des inneren Verblutens. So wirken sognannte, in Giftködern enthaltende, Antikoagulanzien über die Hemmung der Blutgerinnung. In Abhängigkeit der eingesetzten Wirkstoffe setzt der Blutungsprozess sowie der resultierende Eintritt des Todes zeitverzögert – binnen 48 Stunden bis 7 Tagen – nach Giftaufnahme ein. Auf diese Weise lassen sich die intelligenten Nager, welche vor der Aufnahme unbekannter Futtermittel in aller Vorsicht durch einen Artgenossen „vorkosten“ lassen, täuschen. Nach einem derart verzögerten Todeseintritt stellen die Tiere keinen Zusammenhang mehr zwischen Köder und Tod her- sie entwickeln folglich keine „Köderscheu“. Der langsame Blut-Tod ist unvorstellbar leidvoll und grausam. Auch führt die Vergiftung von Ratten zu Sekundärvergiftungen von Prädatoren und Aasfressern, die sich an den toxizierten Tieren laben. Weiter gefährdet Rattengift die Balance des Ökosystems und alle menschlichen und nichtmenschlichen Lebewesen, die Gefahr laufen, das Gift versehentlich zu verschlucken oder dieses gar mit genießbarer Nahrung zu verwechseln.

Wer ein Aufkommen von Ratten, Mäusen und anderen tierischen Besuchern nicht dulden will, der hat stets die Möglichkeit, Garten, Scheune und Haus durch simple Präventions-Maßnahmen  vor – aus seiner/ihrer Sicht – ungebetenen Gästen zu schützen. Keinesfalls ist es notwendig oder gar legitim, Lebewesen, die aus Hunger und Not heraus den Schutz menschlicher Bauwerke und Nahrungsquellen aufsuchen, mittels Fallen zu töten oder einen qualvollen Gifttod sterben zu lassen: Rattengift – gefährlich für Mensch & Natur (bund-sh.de)

 

Wir fordern ein striktes Verbot des Verkaufs und Einsatzes von tödlichen Fallen und Giftködern gegen vermeintliche „Schädlinge“! Lebewesen jedweder Facon sind weder „Schmarotzer“ noch „invasive Plagegeister“- sondern leidensfähige Geschöpfe die – wie du und ich – stets bemüht sind, ihr eigenes- sowie das Überleben ihrer Nachkommen zu sichern!



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