THE END OF MEAT – Eine Welt ohne Fleisch?

Am Samstag, den 26.08.17 fand in Berlin die Premiere der Dokumentation “The End of Meat” statt. Ein Film “über die Vision einer Zukunft, in der Fleischkonsum der Vergangenheit angehört.” So steht es zumindest in der Beschreibung des Films auf der Internetseite. Das sowie die weitere Ausführung “The End of Meat zeigt eindrucksvoll die versteckten Auswirkungen des Fleischkonsums, untersucht die Vorteile einer pflanzlichen Ernährungsweise und wirft kritische Fragen über die zukünftige Rolle der Tiere in unserer Gesellschaft auf.” klang sehr spannend und vielversprechend. Also kaufte ich mir ein Ticket für die Premiere, wartete voller Vorfreude auf diesen Tag, und ging ins Kino.

Vision einer fleischlosen Welt?

Am Ende des Films saß ich schon etwas enttäuscht im Sessel und fragte mich wo genau die Vision einer Welt ohne Fleischkonsum war. Ich hatte mir mehr Bilder und Ausschnitte von einer Welt, wie sie aussehen könnte, wenn niemand mehr Fleisch essen würde, gewünscht bzw. erhofft. Doch auf diese wartete ich vergebens. Vielleicht habe ich aufgrund des Titels und meines Wunsches nach so einer Dokumentation zu hohe Erwartungen gehabt. Immerhin ist der Name des Films “The End of Meat” – Eine Welt ohne Fleisch, da ist es doch naheliegend, dass genau so eine Welt ohne Fleisch gezeigt wird, oder? Nun gut, wahrscheinlich hat diese Doku als Zielgruppe eher Omnivore, welche über ihren Fleischkonsum und dessen Folgen, sowie die Alternativen und die vegane Bewegung aufgeklärt werden sollen und eben keine Veganer_innen, die schon von einer fleischlosen Welt träumen…

Vielleicht der Anfang vom Ende?

Ansonsten hat mir der Dokumentarfilm sehr gut gefallen! Es wurden viele wichtige Fakten über den Konsum von Fleisch und dessen Auswirkungen auf die Tiere, die Menschheit, die Umwelt, und die eigene Gesundheit veranschaulicht. Darüber hinaus zeigte der Film die Entwicklung der tierleidfreien Ernährung und wie diese in Deutschland durch öffentliche Diskussionen, neue Produkte und die wachsende Zahl an Vegetarier_innen und Veganer_innen immer populärer wird, auf. Dabei führte der Filmemacher Marc Pierschel die Zuschauer rund um die Welt und zeigte verschiedene Menschen, die mit ihren Hobbys, Berufen und Lebensweisen zum veganen Wandel beitragen. Außerdem wurden neue wissenschaftliche Erfindungen, wie das “Cultured meat”, erklärt und diskutiert. Dies alles wird als “Anfang vom Ende des Fleisches?” bezeichnet, also doch auch etwas für Veganer_innen?

Neues auch für Veganer_innen?

Ja, auch für mich gab es neue Erkenntnisse und spannende Blicke in andere Welten. So, zum Beispiel, die erste vegetarische Stadt in Indien und das Leben dort. Oder das kanadische Ehepaar, welches das Buch “Zoopolis – Eine politische Theorie der Tierrechte” geschrieben hat. Sie erklärten ihre Theorie einer Stadt in welcher Tiere nicht nur neben dem Menschen, sondern zusammen mit den Menschen leben dürfen. Anders als die meisten Debatten über die Frage, welche moralischen Interessen und Rechte wir den Tieren zuschreiben müssen, gehen Sue Donaldson und Will Kymlicka einen Schritt weiter und entwerfen für bestimmte Gruppen von Tieren individuelle politische Rechte. Ihrer Meinung nach schulden wir den Tieren nicht nur Mitleid, sondern auch Gerechtigkeit! Aus diesem Grund erschaffen sie in ihrem Buch einen gemeinsamen Lebensraum für Mensch und Tier.

Zudem dokumentiert der Film das Leben auf einem Gnadenhof, sowie die positive Wirkung auf die Besucher. Denn wenn mensch im direkten Kontakt zu Tieren ist und sie näher kennenlernt, merkt er_sie schnell, dass Tiere genau wie wir Individuen mit persönlichen Vorlieben, Gefühlen und Charaktereigenschaften sind. Dies ließ mich den Entschluss fassen, mit meiner Familie bald einen solchen zu besuchen.

The End of Meat – Eine sehenswerte Dokumentation?

Fazit des Ganzen: Ich habe durch die vielen unterschiedlichen Ausblicke und Persönlichkeiten viel Neues dazulernen dürfen, und empfehle “The End of Meat” sowohl Fleischesser_innen als auch Vegetarier_innen und Veganer_innen. Diese Doku gesellt sich mit in die Reihe der wirklich guten Filme über die Themen der veganen Lebensweise, Tierrechte und die Auswirkungen des Fleischkonsums. Sie ist somit neben Earthlings, Cowspiracy und vielen mehr mit Sicherheit sehenswert!
Achja, und einen kleinen Ausblick in eine Welt, in der Schlachthäuser und Tierfabriken leerstehen, gab es doch. Anschauen lohnt sich also auf jeden Fall. Schnappt euch Familie und Bekannte und setzt euch voller Erwartungen ab dem 14. September deutschlandweit in die Kinos! Hier könnt ihr euch den Trailer anschauen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Anschauen und Neue-Erkentnisse-Gewinnen.

 

Jedes Jahr werden über 60 Milliarden sogenannter „Nutz“tiere getötet, um sie zu verzehren. Hinzu kommen Milliarden Fische und andere Meeresbewohner_innen. Die meisten dieser Tiere finden einen grausamen Tod nach einer kurzen und meist qualvollen Existenz – denn ein Leben ist es nicht. Dabei steht längst fest, dass der Konsum tierischer Produkte Tier, Mensch und Natur schadet. Knapp 100 Tiere rettet jährlich, wer sich für eine vegane Ernährung entscheidet. Jede_r hat die Wahl – jeden Tag am Supermarktregal! Probiert rein pflanzliche (vegane) Lebensmittel – für Tier, Mensch, Natur und euch! Informiert euch & andere!



Anouk

Anouk

I’m here, because I don’t want the earth to simply survive or sustain, but to thrive with all of her earthlings.
Anouk

Sag was dazu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht