Tierfreundliche Tipps für Garten & Balkon

Seit etwa einem Jahr bin ich im Besitz eines kleinen Gartens. Natürlich mache ich mir auch hier Gedanken, ob ich mit meinem Garten den Tieren etwas Gutes tun kann bzw., wie ich ihnen am wenigsten Schaden zufüge. Ich möchte euch teilhaben lassen an meinen bereits umgesetzten Veränderungen und neuen Verhaltensweisen. Häufig ist es nur eine winzige Kleinigkeit, aber auch diese hilft den Tieren! Der ein oder andere Tipp lässt sich auch prima auf dem eigenen Balkon umsetzen.

Falls ihr noch mehr Tipps für Garten- und Balkonbesitzer_innen habt, freue ich mich auf eure Kommentare. Hier nun meine:

  1. Ich lasse meinen Garten gerne ein bisschen ungepflegt. Das Gartenhaus bietet einen großen Lebensraum für Spinnen, die stören mich nicht, warum auch. Hohes Gras und ein etwas zugewucherter Bereich schenken vielen Tieren Unterschlupf. Nächstes Jahr möchte ich in einer Ecke große Steine aufstapeln bzw. so einen kleinen “Stein-Berg” errichten, damit dort Blindschleichen und andere kleine Echsen Unterschlupf finden können.
  2. Es ist schön, einen kleinen Bereich des Gartens einfach dafür zu nutzen, viele schöne bunte Blumen zu säen. Vorallem Bienen freuen sich darüber. Zudem sind bunte Blüten immer eine echte Zierde.
  3. An meinem Gartenhaus habe ich sog. Insektenhotels befestigt, dort finden Schlupfwespen und Marienkäfer Unterschlupf. Diese Insektenhotels gibt es günstig im Baumarkt oder sie lassen sich ganz einfach selber bauen.
  4. Wenn ich die Beete umgraben muss, mach ich das, wenn der Boden möglichst trocken ist, um nicht auf Regenwürmer zu stoßen. Denn diese sind nicht nur faszinierende Wesen, sondern auch echte Garanten für einen gesunden Boden.
  5. Das Erste was ich in meinem Garten gemacht habe, ist einen Kompost aufzustellen. In diesem leben viele kleine Tiere, wie Kellerasseln, Schnecken und Regenwürmer, die auch noch ganz nebenbei gute Kompost-Erde produzieren.
  6. Beim Saatgut achte ich darauf, dass es möglichst gentechnik-frei ist. Die Wirkung von Gentechnik auf menschliche und nicht-menschliche Tiere ist noch nicht vollständig erforscht und ich möchte lieber kein Risiko eingehen, für alle Beteiligten.
  7. Bei Hitze und Trockenheit stelle ich flache Schalen mit Wasser auf, verteilt im ganzen Garten. Dort können Vögel, Igel und Insekten trinken.
  8. Meine Lieblingsbeschäftigung im Spätsommer und Herbst: Unterschlüpfe für Igel bauen. Meist ganz einfach und improvisiert. Kleine Kübel, die mit Steinen beschwert sind, ein Holzbrett darüber legen und unten drunter mit trockenem Laub auffüllen. Ein ganz einfacher Laubhaufen tut es auch. Es macht mir richtig Freude, im Herbst das trockene Laub zusammenzurechen und schöne Ecken und Plätze für mögliche Igelverstecke zu finden.
  9. Last but not least: Geduld und Akzeptanz. Mir ist es klar, dass ich den Garten nicht für mich alleine habe und das möchte ich auch nicht. Deshalb setze ich gleich ein bisschen mehr Salat, da ich weiß, dass die Schnecken auch gerne mitessen. Wenn die Vögel die neu hergerichteten Beete umgraben, lass ich mich nicht ärgern und reche dann einfach nochmal darüber. Und wenn Nachbars Katze wieder in meinen Garten macht, räume ich ihr “Geschäft” einfach weg ohne mich aufzuregen. Es ist ein gemeinsames Leben von menschlichen und nichtmenschlichen Tieren in einem Garten!

Habt ihr noch mehr Ideen, wie ein Garten oder Balkon sich noch bequemer für Tiere gestalten lässt?



Verena

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Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. (Bertolt Brecht)
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