Tierleidfrei genießen: Silberhochzeitstorte

Die Hochzeit ist einer der schönsten Tage des Lebens und damit auch die Silberhochzeit etwas ganz Besonderes wird, darf auch hier ein anständige Torte nicht fehlen. Ich habe mich zu diesem Anlass für eine zweistöckige Zitronentorte mit einer Himbeerbuttercreme und Fondantüberzug entschieden. Für den extra „Wow-Effekt“ dekoriere ich die Torte mit essbarem silbernen Pulver und echten Blumen.

Zutaten

Fondant

  • 90ml Wasser
  • 30ml Glycerin (99%ig aus der Apotheke)
  • 30g Agar-Agar
  • 165ml Glucose- oder Zuckerrübensirup
  • 7,5 EL Pflanzenfett (kein Palmfett!)
  • 1350g Puderzucker

Zitronenkuchen

  • 600g Mehl
  • 500ml (Vanille-) Sojadrink
  • 325g Rohrzucker
  • 250ml Rapsöl
  • 2 Pck. Backpulver
  • Prise Salz
  • Mark von 2 Vanilleschoten oder 2 Prisen gemahlene Vanille
  • 2,5 Bio-Zitronen (Saft und Schale)
  • etwas Margarine zum Einfetten der Kuchenform

Creme

  • 525g gefrorene Himbeeren
  • 60g Speisestärke
  • 375g Margarine
  • 100g Puderzucker

Utensilien

Sieb, Tortensäge oder Brotmesser, Palette, Fondantglätter, ökologische Strohhalme, Tortenpappe, essbares silbernes Pulver, Blumen, Pürierstab, kleine und große Kuchenform bzw. verstellbarer Tortenring (z.B. 16cm u. 22cm, je nach dem wie hoch der Kuchen werden soll), optional: Paniermehl, Backpapier, Orangen- oder Maracujasaft.

Zubereitung

Fondant

Das Wasser wird im Wasserbad erwärmt und das Agar-Agar nach und nach eingerührt. Der Sirup, das Glycerin und das Pflanzenfett werden dann solange hineingerührt, bis die Masse gleichmäßig warm geworden ist. Als Nächstes wird das Gefäß aus dem Wasserbad genommen und der fein gesiebte Puderzucker wird langsam eingerührt. Sobald die Masse anfängt zu binden, knetet mensch sie zu einem Ball. Danach wird die Masse auf einer mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche so lange geknetet, bis sich keine Risse mehr Bilden. Sollte die Masse zu trocken sein, könnt ihr noch etwas Pflanzenfett einkneten.

Teig

Zunächst wird der Zucker mit dem Öl aufgeschlagen. Anschließend werden alle trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Salz, Zitronenschale, gemahlene Vanille) abwechselnd mit den flüssigen (Sojadrink, Zitronensaft) hinzugegeben. Dieser wird in eine eingefettete und optional mit Paniermehl ausgestreute Backform gegeben. Den Boden der Kuchenform kann mensch auch anstatt ihn einzufetten, mit Backpapier auslegen. Aufgeteilt wird der Teig auf die große und etwas kleinere Backform ungefähr im Verhältnis 2/3 und 1/3. Anschließend werden die Kuchen bei 180°C Heißluft für ca. 50 bzw. 25 Minuten gebacken. Das ist allerdings bei jeder Form und jedem Ofen unterschiedlich, daher sollte mensch den Teig immer zwischendurch kontrollieren. Die Böden sollten erst aus der Form gelöst werden, wenn sie komplett ausgekühlt sind.

Creme

Mit den Himbeeren wird zunächst ein Pudding gekocht. Hierfür werden die gefrorenen Himbeeren zuerst aufgetaut und dann püriert. Etwa 80ml des Pürees werden anschließend mit der Speisestärke klümpchenfrei verrührt. Das restliche Mus wird aufgekocht. Die Speisestärkemischung wird dann hinzugegeben und das Ganze lässt mensch noch einmal für eine Minute unter Rühren aufkochen. Danach nimmt mensch den Pudding vom Herd und lässt ihn auskühlen. Damit sich keine Haut bildet, kann der Pudding dünn mit Puderzucker bestreut werden oder mit einem Stück Frischhaltefolie beleget werden. Daraufhin wird die Margarine mit dem gesiebten Puderzucker aufgeschlagen und der auf Zimmertemperatur abgekühlte Pudding, wird nach und nach hinzu gegeben.

Zusammensetzen der Torte

Als Untergrund eignet sich am besten eine Tortenpappe. Bevor mensch mit der Creme arbeitet, muss der Kuchen immer gut ausgekühlt sein, sonst ist er nicht stabil genug und die Creme zerfließt. Der anschließende Vorgang bei den beiden einzelnen Tortenteilen ist gleich. Zunächst wird oben etwas (mit der Tortensäge) abgeschnitten, damit mensch eine glatte Oberfläche bekommt. Anschließend wird der Kuchen zweigeteilt so, dass zwei Böden entstehen.  Nun können die Böden optional noch mit Maracuja- oder Orangensaft tränken, damit sie länger saftig bleiben.

Auf einen der beiden entstandenen Böden wird ein Teil der Buttercreme mit der Palette gestrichen und der andere wird auf den ersten gesetzt. Daraufhin kommt die erste Schicht Buttercreme um die beiden einzelnen entstandenen Torten. Diese ist nicht sehr dick und hat den Zweck die Krümel zu binden. Danach werden die Tortenteile für circa eine halbe Stunde in den Kühlschrank gestellt. Anschließend kommt die zweite Schicht Buttercreme. Dabei ist sauberes Arbeiten nun sehr wichtig, denn Fondant kann zwar kleine Fehler, aber keine groben Unfeinheiten kaschieren. Danach kommen sie wieder in die Kühlung.

Dekoration

Anschließend kleidet mensch die beiden entstandenen Tortenteile einzeln mit Fondant ein. Danach ist die Kühlung auch wieder sehr wichtig, damit sie auch stabil genug sind, um aufeinander gesetzt zu werden. Der Fondant wird gleichmäßig auf einer, mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche, ausgerollt so, dass er nicht zu dick ist, aber auch nicht reißt. Dann legt mensch ihn so, dass alles bedeckt ist, auf die Torte und glättet diesen mit dem Fondantglätter. Die überstehenden Reste können abgeschnitten werden. Nun geht es auch schon ans Dekorieren. Hier ist euch freie Hand gelassen. Ich habe eine Seite mit silbernem Puder bestäubt und zwei Stellen mit Blumen verziert. Damit diese nicht direkt in Kontakt mit dem Kuchen kommen, kann mensch die Stängel in ökologische Strohalme stecken.

Schon ist das vegane Kunstwerk bereit, dem glücklichen Paar den Tag zu versüßen.

Guten Appetit und bis zum nächsten Ma(h)l!

Jedes Jahr werden über 60 Milliarden sogenannter „Nutz“tiere getötet, um sie zu verzehren. Hinzu kommen Milliarden Fische und andere Meeresbewohner_innen. Die meisten dieser Tiere finden einen grausamen Tod nach einer kurzen und meist qualvollen Existenz – denn ein Leben ist es nicht. Dabei steht längst fest, dass der Konsum tierischer Produkte Tier, Mensch und Natur schadet. Knapp 100 Tiere rettet jährlich, wer sich für eine vegane Ernährung entscheidet. Jede_r hat die Wahl – jeden Tag am Supermarktregal! Probiert rein pflanzliche (vegane) Lebensmittel – für Tier, Mensch, Natur und euch! Informiert euch & andere!



Franziska

Franziska

Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. (Albert Schweitzer)
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