Tierschutz im Urlaub: Urlaubsplanung mit tierischer_m Mitbewohner_in

Sommerferien, irgendwo in Deutschland: Ein silberner Wagen fährt auf den Rastplatz auf. Unscheinbar hält er auf einem der Stellplätze an. Der Kofferraum ist voll mit Koffern, auf der Ablage liegt ein Strohhut mit pinker Sonnenbrille. Ein Paar steigt aus. Als sie die Tür der Rückbank öffnen springt eine Fellnase heraus. Freudig mit dem Schwanz wedelnd fordert dieser den Mann zum Spielen auf. Mit einem Strahlen auf dem Gesicht toben sie über den kleinen Rasenabschnitt, als sich eine Träne ihren Weg gen Boden bahnt. Das Spiel fand ein Ende. Sie legten einen Plüschbären vor die Füße des Kleinen, wickelten die Leine um eine Bank. Das Nächste was die Fellnase sah, waren die Rücklichter des silbernen Wagens.

Jedes Jahr landen tausende tierische Mitbewohner_innen in den Tierheimen Deutschlands. Insbesondere den Sommerferien fallen jährlich Hunderte Mitbewohner_innen zum Opfer. Ihren Mitbewohner_innen nach kurzer Zeit zur Last geworden müssen sie dem lange ersehnten Jahresurlaub weichen.

Mal abgesehen davon, dass mensch Freund_innen nicht einfach von sich wegstößt und sie für wenige Tage Vergnügen auf Leben und Tod sich selbst überlässt, gibt es genügend Möglichkeiten den Jahresurlaub für beide Parteien zum Vergnügen zu verwandeln:

Unterkunft im Urlaub

  • Tierhotels: Leider sind insbesondere bei kostenintensiveren Hotels Fellnasen nicht gern gesehen, umso schöner der Trend von Tierhotels. In diesen können die Fellnasen ohne Bedenken mitgenommen werden und werden mit ihren menschlichen Mitbewohnern liebevoll umhegt und gepflegt. In einigen Hotels gibt es auf Nachfrage auch sogenannte “Hundezimmer”, in welchen mensch mit seinem_r tierischen Mitbewohner_in untergebracht wird, damit das Risiko umgangen wird, dass Allergiker_innen eine allergischen Reaktionen während ihrer Übernachtung im Hotel bekommen.
  • Ferienwohnungen / Pensionen: Einige Ferienwohnungen und Pensionen sind sehr tierfreundlich gehalten, in vielen können die tierischen Mitbewohner gegen einen kleinen Aufpreis ohne Probleme wohnen.
  • Campingplätze: Meist sind Hunde auf Campingplätzen gern gesehen, sofern die Hinterlassenschaften zuverlässig beseitgt werden.

Unterbringung in der Heimat

  • Familie: Im besten Falle sind sich die Familie und eure tierischen Mitbewohner_innen schon sehr vertraut und kennen den Tagesablauf des jeweils anderen, so ist es leichter sich auf einander für ein paar Tage einzustellen.
  • Freunde: In jedem Freundeskreis gibt es mindestens eine_n Tierliebhaberin, welche froh über ein paar Tage tierischer Gesellschaft ist oder vielleicht jemanden, der_die aufgrund ihrer_seiner Lebensumstände keine_n tierische_n Mitbewohner_in adoptieren kann und die Tage mit eurem tierischen Liebling genießt. Win-Win-Situation. Insbesondere, wenn sich die beteiligten Partien bereits gut kennen.
  • Tierpension: Die meisten Tierpensionen haben viel Erfahrung über die Jahre gesammelt, wie sie den Fellnasen ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten können. Von 20-100 Euro zahlt mensch im Durchschnitt für eine Nacht dort.
  • Tiersitter_innen: Ob Schüler_in oder Student_in in den Semesterferien, passionierte_r Tierliebhaber_in oder Zubrot zur Rente viele Menschen bieten diesen Service an. Manchmal über einen kurzen Zeitraum, oftmals auch über einen Zeitraum  von einigen Tagen.
Generell gilt: Vor einer Adoption immer erst informieren und gut überlegen, ob mensch den Bedürfnissen der tierischen Mitbewohner_innen gerecht werden kann!


Julia

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Du mußt dein Ändern leben. (Rainer Maria Rilke)
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