Tipps zum Ansprechen von Pelzträger_innen

Die Tage werden allmählich wieder kürzer, die Sonne lässt sich nicht mehr so oft blicken und die Temperaturen sinken. Es wird langsam Herbst. Vermehrt sieht mensch nun wieder Pelz in Form von Pelzkrägen an Jacken, Fuchsschwänzen an Handtaschen, als kleiner Bommel-Schlüsselanhänger oder als anderweitiges Accessoire auf der Straße. Produkte, die den grausamen Tod etlicher Tiere bedeuten. Ich möchte euch daher hier ein paar Tipps geben, wie ihr Pelzträger_innen ansprechen könnt.

1. Freundlichkeit
Die oberste Regel ist Freundlichkeit. Auch wenn das Thema sehr sensibel ist und ihr wisst, wie schlimm die Pelzproduktion ist, bleibt immer freundlich, mit eurer Gestik sowie mit der Wortwahl. Einer freundlichen Person hört mensch lieber zu als einer unfreundlichen. Zudem wollen wir ja nicht als “böse Tierrechtler_innen” wahrgenommen werden.

2. Von vorne ansprechen
Sprecht die Leute immer von vorne direkt an. Nicht von hinten oder der Seite, das erzeugt ein negatives Gefühl, wirkt hastig, verunsichert und stresst. Gilt auch für das Flyern.

3. Zuckerbrot und Peitsche:
Am besten beginnt ihr ein Gespräch mit etwas freundlichem. “Sie haben da aber einen schönen Hund…” oder “Sie haben eine schöne Handtasche, aber…”. Somit habt ihr gleich die Aufmerksamkeit und die Person hört weiter zu, was ihr sonst noch zu sagen habt. Wählt einen Einstieg, der einen leichten Bezug herstellen lässt zu dem, was ihr über Pelz sagen möchtet.

4. Persönlichen Bezug herstellen
Versucht einen persönlichen Bezug herzustellen: “Vor ein paar Jahren habe ich mir auch noch keine Gedanken über meine Kleidung gemacht, dann aber eine Doku über die Pelzherstellung gesehen und…”. Somit schafft ihr indirekt eine Verbundenheit und zeigt, dass ihr auch nur ein Mensch seid, der mal genauso uninformiert war, sich aber weitergebildet und sein Verhalten dementsprechend geändert hat.

5. Argumente
Legt euch ein paar wenige gute Argumente zu Recht, warum Pelz schlecht ist. Nicht zu viele, sonst überfordert ihr die Leute. Infos findet ihr hier.

6. Flyer
Habt Flyer bereit, falls sich die Leute weiter informieren möchten. Flyer könnt ihr hier herunterladen.

7. Nicht aufgeben
Es werden vermutlich seltenst Pelzträger_innen direkt vor euch zugeben, dass sie einen Fehler gemacht haben. Es geht aber auch vielmehr darum, den Leuten einen Denkanstoß zu geben, der sich dann im Bestfall in ihrem Kopf von alleine weiterentwickelt. Also nicht aufgeben, wenn ihr keine direkte positive Rückmeldung bekommt. Steter Tropfen hölt den Stein!

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Für nur einen Pelzmantel werden bis zu 20 Füchse / 60 Nerze / 50 Waschbären / 200 Chinchillas grausam und blutig getötet. Jährlich sterben ca. 50 Mio. Tiere nur für die Pelzindustrie. Sie werden in der Regel vergast, vergiftet, durch Genickbruch oder Stromschläge brutal und grausam getötet. Etwa 50 % aller Pelze stammen aus China. Ca. 20 Mio. Hunde und Katzen sterben dort jährlich für die Pelzindustrie und werden oft bei vollem Bewusstsein gehäutet. Ihre Pelze landen häufig vorsätzlich falsch deklariert als “Kunstpelz” oder “Textil” in deutschen Modegeschäften und Kaufhäusern. Hinter vielen Produkten verbirgt sich Echtpelz: Jackenkapuzen, Accessoires, Westen und Schuhe. Selbst die Verkäufer_innen sind oft ahnungslos. Vorsicht: Echtpelz kostet heutzutage nur noch wenige Euro und ist sogar in Ramschläden und Discountern zu finden. Pelz ist kein Abfallprodukt. Die Tiere werden extra dafür gezüchtet, gequält und getötet. Kauft keinen Echtpelz! Informiert euch und andere! Schreibt Geschäften, Modehäusern, Labels, Designer_innen und Models! Tragt keinen Echtpelz – egal woher und wie alt: Seid keine Werbetafel für Pelz!



Verena

Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. (Bertolt Brecht)
Verena

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