Unsere Meere ertrinken im Müll!

Bekanntlich bezieht sich die vegane Lebensweise nicht ausschließlich auf die Rettung von Tieren, die durch unseren Konsum direkt ausgebeutet werden, sondern auch auf die Schonung der Umwelt. Dabei sollte mensch nicht vergessen, dass die Umwelt keine abstrakte Entität ist, sondern fühlende Wesen beherbergt. Unter unserem Konsumverhalten leiden daher auch frei lebende Tiere – egal, ob vegan oder nicht.

Wie gelangt der Müll ins Meer?

Lebensmittel jeder Ernährungsweise sowie viele weitere Produkte sind meist in großzügigen Mengen Plastik verpackt, deren Recycling sich oft als schwierig herausstellt. Ungefähr 32% des weltweit generierten Plastikmülls gelangt unkontrolliert in die Umwelt und somit auch in die Ozeane. Zudem landen Unmengen von Mikroplastikpartikeln aus Kleidungsstücken (bei jedem Waschgang verlieren Kunststofftextilien winzige Fasern) und Kosmetikprodukten (Peelings, Zahnpasta und Co. beinhalten meist kleine Kunststoffkügelchen, die der besseren Reinigung dienen sollen) über das Abwasser im Meer.
Diese Plastikteile sammeln sich in einigen Meeresdriftströmungswirbeln und verdichten sich folglich in einigen Regionen. Aufgrund einer enormen Müllansammlung wird zum Beispiel der Nordpazifikwirbel auch als “Great Pacific Garbage Pack” bezeichnet.

Wie leiden die Tiere darunter?

Nicht die Verschmutzung selbst ist das Problem, vielmehr die daraus resultierenden Folgen: Wild lebende Tiere leiden in vielfacher Weise darunter. Vögel nehmen viel zu oft Plastikteile auf, die sich im Verdauungstrakt ansammeln und daher zum Tod durch Verstopfung und Verhungern führen. Zahlreiche Tiere, die sich von Plankton ernähren, verwechseln Mikroplastik mit diesem. Zur Folge reichern sich Kunststoff sowie die in ihm enthaltenen Giftstoffe im Körper an. Des Weiteren verwechseln beispielsweise Schildkröten Plastiktüten mit Quallen und verzehren sie. Neben dem Fressen von Plastik gehört auch das Verfangen in Plastikmüll zu den Todesursachen von Vögeln und weiteren Tieren.

Liegt das Problem auch in meiner Hand?

Zwar stammt ein Großteil des Plastikmülls aus Ländern, deren Müllverwertungssystem in keinster Weise funktioniert; dennoch liegt es auch in unserer Hand die Situation zu ändern. Vor allem Mikroplastik wird auch hier in Deutschland in großen Mengen generiert und in die Gewässer geleitet. Obwohl es hier ein intaktes Müllverwertungssystem gibt, ist nicht auszuschließen, dass Plastikmüll in Flüsse und Ozeane gelangt. Deutlich erkennbar ist die Ansammlung von Müll sogar an der Nordsee und ihren Inseln. Selbst wenn Plastikmüll nicht in die Umwelt hervordringt und in unserem Müllverwertungssystem verarbeitet wird, wird es nicht allzu selten verbrannt und trägt daher einen großen Teil zum Klimawandel bei. Durch das deutsche Pfandsystem entsteht beim Verbraucher die Illusion, alle PET-Flaschen würden recyclet werden. Diese Vorstellung ist jedoch weit entfernt von der Realität: 75% der Plastikflaschen werden letztendlich, über Zwischenstufen, verbrannt! Deshalb gilt es, auch das eigene Konsumverhalten zu reflektieren und zu versuchen Plastikmüll weitestgehend zu vermeiden! Dabei ist es ganz einfach, den Müll, den man selbst produziert zu reduzieren: PET-Flaschen kann mensch zum Beispiel vermeiden, indem er einfach eine persönliche, wiederbefüllbare Flasche nutzt. Obst und Gemüse gibt es inzwischen in den meisten Supermärkten lose, sodass man die unnötige Plastikverpackung spart. Wenn man sich etwas umschaut, fällt einem auf, wie einfach man mit weniger Müll leben kann!



Laura

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"Solange die Menschen Tiere quälen, foltern und erschlagen, werden wir Krieg haben. Wie können wir irgendwelche idealen Zustände auf Erden erwarten, wenn wir die lebenden Gräber getöteter Tiere sind?" (George Bernard Shaw)
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