Veganer Survival-Guide für die Ostertage

Ostern steht vor der Tür mitsamt seinen Festlichkeiten und “Leckereien” rund um die Feiertage. Das Essen im Kreis der Familie, die Zusammenkunft mit fernen Verwandten, Treffen mit Freund_innen, Nachbar_innen oder Kolleg_innen
Nicht selten wünscht mensch sich da als Veganer_in eine Art Survival-Guide herbei, um die zahllosen gemeinsamen Essen erfolgreich zu überstehen und unüberlegten Fragen, fehlplatzierten Anmerkungen und Streitereien rund um die Ernährungsweise souverän entgegenzutreten und die Festtage möglichst stressfrei verbringen zu können.

Jede_r von uns hat eine emotionale Bindung zum Essen. Essen stellt seit der Geburt einen entscheidenden Teil unseres täglichen Lebens dar, verbindet die Menschen miteinander und ist tief in unserer Kultur verankert. Nicht selten identifiziert mensch sich sogar unterbewusst über die eigene Ernährungsweise, was sich meistens erst dann zeigt, wenn wir bewusst etwas daran ändern.
Unsere Familie, allen voran unsere Eltern, haben uns von klein an großgezogen und uns mit Liebe Tag für Tag unsere Mahlzeiten zubereitet.

Auch jetzt an den Feiertagen stehen sie wahrscheinlich wieder stundenlang in der Küche und kochen mühevoll ein Festmahl für die ganze Familie. Es ist nicht verwunderlich, dass sich unsere Liebsten im ersten Moment von uns abgelehnt fühlen, wenn wir nicht am Essen teilhaben wollen. Ohne selbst zu wissen warum, sind sie wütend oder verletzt und reagieren mit Widerstand. Kein Tier ist ein Festtagsbraten – doch im familiären Umfeld steht mensch manchmal alleine mit dieser Erkenntnis da.

Daher Tipps wie ihr das Osterfest mit der omnivoren Familie übersteht:

1.Gebt eurer Familie das Gefühl, dass ihr sie nicht ablehnt, sondern eure Ernährungsweise eine “persönliche Entscheidung” ist, die in erster Linie nur etwas mit euch selbst zu tun hat.

2. Steht zu eurer Lebensweise und macht euch freundlich, aber bestimmt stark, wofür ihr steht.

3. Erstellt gemeinsam mit eurer Familie ein Menü, welches auch vegane Varianten mit einschließt. Statt zu erwarten, dass sie eure  Gedanken lesen, bietet aktiv eure Hilfe an und äußert eigene Wünsche an das Essen.

4. Lasst bereits erworbenes Wissen aus eurem veganen Lebensstil miteinfließen und zeigt, wie einfach sich Gerichte wie Rotkohl, Knödel und Bratensoße veganisieren lassen.

5. Absoluter Notfallplan: Wenn es nicht anders geht, versucht bereits vorher etwas zu essen, um sich beim anschließenden Familienessen dann auf die Beilagen zu konzentrieren.

6. Bringt eigenes gekochtes Essen mit und wärmt es vor Ort nochmals auf – bietet es auch euren Famlienmitgliedern an!

7. Offene Kommunikation ist das A und O für ein schönes Beisammensein. Sprecht eigene Gefühle und Wünsche vorab offen an, ohne anderen dabei das Gefühl zu geben schlechte Menschen zu sein.

8. Geht mit euren Liebsten zu Ostern doch zur Abwechslung Mal auswärts essen. So könnt ihr euch die Lokalität mit veganen Optionen aussuchen und das Problem ist gelöst.



Alina

Alina

Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka)
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