Gefahr Straße – nicht nur für den Menschen!

Auf dem Weg zur Arbeit, zum Sport oder zu Freunden: mensch bewegt sich täglich durch den Straßenverkehr. Jeden Tag wiegt man sich in Sicherheit, obwohl man sich zeitgleich dem hohen Unfallrisiko im Straßenverkehr bewusst ist. Verkehrsunfälle fordern laut statistischen Bundesamt in Deutschland jährlich mindestens 3000 Todesopfer. Eine wirklich betrübende und tragisch hohe Zahl.

Im Alltagstrubel wird gar nicht an die zahllosen “Nutztiere” gedacht, die tagtäglich zusammengepfercht auf engstem Raum, ohne Versorgung, sowohl in der Hitze als auch in der klirrenden Kälte, über die Straßen rasen müssen. Geräumiger Innenraum, Klimaanlage, Heizung sind für uns beim Autofahren selbstverständlich – für sie nicht mehr als ein unrealistischer Traum. Dass die Bedingungen der Tiertransporte untragbar sind, ist keine Neuigkeit und davon soll hier auch nicht primär die Rede sein. Genauso wie Menschen, fallen auch viele dieser Tiere Verkehrsunfällen zum Opfer. Nur gibt es hierzu wohl keine Statistiken.

Tiertransporter kippt auf Autobahn um

Zum Beispiel kippte kürzlich in der Schweiz auf der Autobahn ein LKW um, der 4500 Hühner beherbergte. Dabei starben 400 vor Ort, die restlichen 4100 wurden zügig zum nächsten Schlachthof gebracht, damit sie dort unter dem Vorwand der Stressersparnis notgeschlachtet werden konnten. Eine entspannende Wirkung von Schlachtungen wäre mir neu – vorwiegender Grund der Notschlachtungen war wohl eher die Tatsache, dass auf diese Weise noch das Fleisch der Tiere verwertet werden kann. So hat dieser Unfall den verantwortlichen Menschen außer Nerven noch nicht ein mal einen wirtschaftlichen Verlust bedeutet. Was die Hühner erleben mussten ist wohl unvorstellbar; in kleine Kisten gemeinsam mit zahlreichen Artgenossen eingepfercht, wurden sie herumgeschleudert und vermutlich durch ihr gegenseitiges Gewicht erdrückt.

Wozu auch Statistiken?

Aus der Perspektive der Gesellschaft wäre eine statistische Erfassung dieser Unfälle wohl auch alles andere als von Relevanz. Ob Tiere an Infektionen oder Verletzungen in der Intensivtierhaltung sterben, oder bei einem Unfall ums Leben kommen, wird wohl kaum als traurig, sondern lediglich als überflüssige Mühe empfunden. Zudem haben Tiertransporte meist dasselbe Ziel: den Schlachthof. Der traurigste Aspekt an Unfällen von Tiertransporten ist wohl die schlichte Ausweglosigkeit. Die Tiere sind gefangen in einer Kette der Fleischproduktion, in der sie, vor der unausweichlichen Schlachtung, schon an zahlreichen anderen Gründen sterben können. Auch wenn sie das Dasein in der Intensivtierhaltung überstehen, erwartet sie immer die qualvolle Schlachtung – ob sie vorher bei einem Unfall sterben, macht vermutlich sogar aus der Perspektive der Tiere kaum einen Unterschied. Weniger tragisch ist ihr Tod deshalb nicht, selbst wenn er in der unermesslichen Zahl von Opfern untergehen mag.

Schaut nicht länger zu, ändert etwas!

Jedes Jahr werden über 60 Milliarden sogenannter „Nutz“tiere getötet, um sie zu verzehren. Hinzu kommen Milliarden Fische und andere Meeresbewohner_innen. Die meisten dieser Tiere finden einen grausamen Tod nach einer kurzen und meist qualvollen Existenz – denn ein Leben ist es nicht. Dabei steht längst fest, dass der Konsum tierischer Produkte Tier, Mensch und Natur schadet. Knapp 100 Tiere rettet jährlich, wer sich für eine vegane Ernährung entscheidet. Jede_r hat die Wahl – jeden Tag am Supermarktregal! Probiert rein pflanzliche (vegane) Lebensmittel – für Tier, Mensch, Natur und euch! Informiert euch & andere!

 



Laura

Laura

"Solange die Menschen Tiere quälen, foltern und erschlagen, werden wir Krieg haben. Wie können wir irgendwelche idealen Zustände auf Erden erwarten, wenn wir die lebenden Gräber getöteter Tiere sind?" (George Bernard Shaw)
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