Warum wir versuchen sollten, Palmöl aus unserem Alltag zu streichen

Die Palmölgewinnung zerstört Leben. Denn durch die Nutzung von Palmöl verlieren unglaublich viele Tiere ihre Heimat und ihre Familien. Endlose Flächen Regenwald werden dafür gerodet und systematisch zerstört. Konzerne lassen Kinder und Erwachsene wie Sklaven auf ihren Plantagen arbeiten. Und leider gibt es nur wenige Produkte unseres täglichen Bedarfs, die kein Palmöl enthalten. Seit Dezember 2014 gibt es zwar eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, doch für Kosmetik oder Reinigungsmittel ist dies noch nicht der Fall.

Da Palmöl das billigste Pflanzenfett ist, werden sich Konzerne, die nur darauf aus sind, ihren Profit zu maximieren, dieses auch weiterhin zu Nutze machen. Gerade deshalb ist es so wichtig, Menschen vermehrt darüber aufzuklären. Denn wir als Verbraucher_innen haben letzendlich die Macht. Wenn wir einfach bewusster mit unserem Konsumverhalten umgehen, kann die Welt vielleicht eines Tages wieder zu einem friedvolleren Ort werden.

Als ich anfing, mich genauer mit diesem Thema zu beschäftigen, kam auch mir die Frage in den Sinn :„Wie sieht es denn eigentlich mit Palmöl aus nachhaltigem Anbau aus ?“ Hier einmal eine Definition von Nachhaltigkeit: „Nachhaltig ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen“ (Quelle: Weltkommission für Umwelt und Entwicklung). Der Begriff der Nachhaltigkeit umfasst dabei mehrere Ebenen: soziale, wirtschaftliche und ökologische. Gemeinsam ergeben diese ein ethisches Handlungsprinzip. Solange Menschen- und Tierrechte weiterhin verletzt und die Regenwälder nach wie vor ohne Rücksicht auf Verluste gerodet werden, können wir niemals von “Nachhaltigkeit” sprechen, auch bei besten Absichten nicht.

Die App Codecheck erleichtert euch die Suche nach palmölfreien Produkten, sie liefert z.B. durch das Scannen des Barcodes eines Produktes eine Liste mit dessen Inhaltsstoffen, ohne vorher das Fachchinesisch dafür nachschlagen zu müssen

Zu meinem Erschrecken musste ich feststellen, dass in vielen der Produkte, die ich täglich benutzte, Palmöl enthalten ist. Eine sehr gängige Bezeichnung für Palmöl in der Kosmetikindustrie ist z.B. ”Sodium Laureth Sulfate”. Seit ich mich informiert habe, habe ich nach und nach meine Produkte ausgetauscht und sie gegen natur- und tierfreundliche Alternativen ersetzt. Mensch lernt wirklich nie aus und dieser Prozess erinnert mich auch ganz stark an die Zeit zurück, in der ich vor knapp 3 ½ Jahren anfing, vegan zu leben. Es ist mit etwas Arbeit verbunden, aber es ist für eine gute Sache – und dafür lohnt es sich immer! Seid ihr dabei?



Dani

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"Um eine Mahlzeit in vollen Zügen genießen zu können, zählt nicht nur der gute Geschmack sondern auch das Mitgefühl." Dani
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