wilde Spuren im Schnee

Wilde Spuren im Schnee – tierische *Über*Lebenskünstler*innen im Winter

Weiße Winter-Pracht verrät uns ihre Geschichten & Wege – man sichtet sie nicht nur auf Waldwegen und an Feldrändern… Klauen- Fuß- und Pfotenabdrücke, die sich sanft in den Schnee graben – die winterlichen Spuren der Wilden.

Wo die einen im Schutze ihrer gemütlichen Winter-Gemächer ruhen, nutzen die anderen die kurzen tristen Wintertage, um sich hin und wieder an ihren üppigen Vorratskammern zu bedienen oder diese gar – man weiß ja nie wann der nächste Buchecker fällt – weiter zu befüllen… Wieder andere wärmen sich im Schutze menschlicher Stuben und stecken ihre Pfote nur in den kalten Schnee, wenn die Notdurft es verlangt…

„Der Waschbär schläft nicht, er ruht sich am liebsten in seiner Baumhöhle aus und wartet dort auf das nächste Frühjahr. Hin und wieder verlässt er sein Versteck, um das nagende Hungergefühl loszuwerden. Dann zieht er sich wieder zurückt“

„Eichhörnchen leben das ganze Jahr in ihrem Kobel hoch oben im Baum. Sie polstern ihr Nest mit Moos, Blättern und Gras gut aus und halten dort Winterruhe. Von Zeit zu Zeit kommen sie hervor, um sich Nahrung aus ihren angelegten Vorräten zu holen. Ansonsten gilt auch für Eichhörnchen im Winter: Ruhig verhalten und möglichst wenig Energie vergeuden.“

„Der Dachs gehört zur Gruppe der Winterruher: Er schläft viel, ist aber etwas aktiver als die echten Winterschläfer. Er sitzt in seinem unterirdischen Bau in einem gut isolierten, trockenen Nest. Sein Organismus läuft im Winter auf Sparflamme, die Körpertemperatur bleibt während der Winterruhe konstant. Die kurzen Wachphasen, in denen er sich Futter sucht, laufen ganz gemächlich ab.“

„Der Rothirsch legt sich im Herbst ein eher graues Gewand aus drei Haarschichten zu. Sein Winterhaar ist doppelt so lang wie sein Sommerhaar. Das Rotwild verbringt Kältezeiten in dichtem Wald, ohne sich mehr als unbedingt nötig zu bewegen.“

Quelle: Wildtiere im Winter: Kreative Strategien gegen die Kälte | BR Wissen

Wie auch in der warmen Jahreszeit, verbringt die Stadttaube den Großteil ihres Tages mit ihrer Suche nach Fressbarem- durchstöbert Mülleimer und Pflasterritzen… Aufgrund der eisigen Temperaturen, steigt ihr Energieverbrauch im Winter-  folglich wird selbiger, angesichts der vielerorts geltenden Fütterungsverbote, für die Stadttaube zu einem Überlebenskampf in der Kälte.

Sofern Katzen keine warme Stube haben, in welcher sie sich aufwärmen- und von ihrem menschlichen „Personal“ verwöhnen lassen können, streifen sie als frierende Heimatlose durch die eisigen Gassen und Straßen und mobilisieren all ihre „Streuner-Skills“, um der Härte des Winters zu trotzen…

Klicke auf das Bild für mehr Infos zu “Streunerkatzen im Winter”

„Rolli-Hündin“ Lisbeth (unten rechts im Bild), erfreut ihr Frauchen Michelle mit besonders kunstvollen Schneespuren, die sie, mit Pfoten und Rolli-Rädern, auf die Wege malt.

Die süße Lisbeth ist eine sechsjährige Mixhündin, welche gelähmt, zusammen mit ihren Welpen, auf einer rumänischen Straße aufgefunden wurde. Gemeinsam mit ihrem neuen Frauchen Michelle, darf Lisbeth jetzt täglich im Schnee toben und mit ihrem Rolli die verschneiten Wege unsicher machen… Frauchen Michelle erzählt uns freudig: „Sie lieeebt Schnee und ist mit ihrem Rolli ziemlich flott unterwegs, solange der Schnee nicht zu hoch ist.„

Welchen Spuren Du auch immer begegnen magst, lies sie genau- denn sie alle schreiben aufregende, „wilde“ Winter-Geschichten in den Schnee…



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